Mia Pittroff wurde 1980 im oberfränkischen
Bayreuth geboren und verlebte dort eine glückliche und Co2-haltige Kindheit an
der Autobahnausfahrt Nord. Wenn man in ihrem Solo-Programm nach einem so gut wie vergeblich sucht, dann
sind es Männer. Die tauchen in Mia Pittroffs Universum vereinzelt und
eigentlich nur am Rande auf. Und das ist gut so. Mia Pittroff, das ist
weibliche Komik, die ohne „er-sagt-sie-sagt-Vergleiche“ auskommt.
Gibt es doch
so viel spannendere Themen: Die Entsorgung eines Laminatfußbodens wird bei Mia
Pittroff zum tiefemotionalen Moment, der Abschluss einer Rentenversicherung zum
historischen Höhepunkt und selbst zum Thema Parkplatzsuche hat die studierte
Germanistin noch ein Vierminuten-Lied mit abschließender Splatter-Szene in
Petto. Warum Frauen nicht einparken und Männer immer Recht haben interessiert
spätestens an dieser Stelle des Programms eigentlich keinen mehr so wirklich.
Mit ihrem
unverkennbar fränkischen Zungenschlag redet und singt sie sich zwei Stunden um
Kopf und Kragen. Ob über die Modekrankheit „Vilzudun“, die Suche nach der
korrekten Bezeichnung für Sanifair-Gutscheine („Pinkelbillet, Uringutschein
oder Brunsticket?“) oder den Kauf neuer baumwollner Ringelsocken, der sich
als höhere Wissenschaft entpuppt („Camel Collection, hundert Prozent
Shetland-Wolle von glücklichen Schafen aus der Schweiz, linksmaschig gestrickt,
versenverstärkt, abrutschsicher, mit Schienbeinschoner, Temperaturregulator,
Dunstabzug, Zehenmodul, Bordcomputer und einer Landkarte von der fränkischen
Schweiz...!“), die Themen der 29-jährigen sind so überraschend und
vielfältig wie Biersorten in Franken. Davon gibt es nämlich unzählige.
VVK: 11 € zuzüglich Gebühren / erm. 9 € | AK: 14 € / erm. 12 €
Abopreis: 10 € / erm. 8 €
Veranstalter: Alter Gasometer e.V. / Kulturbereich
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