Workshop „Emotionale Stadt“ Futurium Berlin

Samstag
29 Okt
2022

Der Workshop befasste sich mit der Stadt der Zukunft und den Blick der Jugendliche auf ihren Lebensraum und deren Bedürfnissen. In den 3 Workshoptagen, entstanden so verschiedene Gruppenarbeiten der 13 Jugendlichen aus Zwickau und dem Landkreis. Inhaltlich projizierten sie ihre Hauptbedürfnisse (auch die emotionalen) per Stop-Motion Animation, für eine menschengerechte Stadt bzw. Dorfgemeinschaft. Mobilität und Gemeinsinn spielten die Hauptrolle. Ein Besuch und Gespräch mit der NGO „Oxfam“ und deren globalen Arbeitsfeld waren genauso Teil der Ferienfahrt, wie der Besuch der Holocaustgedenkstätte und der Ausstellung „Topografie des Terrors“. Mit dieser Ferienfahrt ist es uns gelungen eine Gruppe von Jugendlichen für globale Zusammenhänge und regionaler Geschichte zu sensibilisieren. Die weitere Arbeit an regionalen Themen und Projekten ist in Planung.

Eine emotionale Stadt – Kinder und Jugendliche arbeiten in einem Citizen Science Projekt, aktiv an der Stadt der Zukunft mit!

Was bedeutet Citizen Science?

„Citizen Science beschreibt die Beteiligung von Personen an wissenschaftlichen Prozessen, die nicht in diesem Wissenschaftsbereich institutionell gebunden sind. Dabei kann die Beteiligung in der kurzzeitigen Erhebung von Daten bis hin zu einem intensiven Einsatz von Freizeit bestehen, um sich gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftlern und/oder anderen Ehrenamtlichen in ein Forschungsthema zu vertiefen. Obwohl viele ehrenamtliche Forscherinnen und Forscher eine akademische Ausbildung aufweisen, ist dies keine Voraussetzung für die Teilnahme an Forschungsprojekten. Wichtig ist allerdings die Einhaltung wissenschaftlicher Standards, wozu vor allem Transparenz im Hinblick auf die Methodik der Datenerhebung und die öffentliche Diskussion der Ergebnisse gehören.“

(aus dem Grünbuch Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland, S. 13)  https://futurium.de/de/besuch

Was machen wir?

Wir beteiligen Kinder und Jugendliche in diesem Projekt an der Darstellung und Erforschung ihrer Stadtteile und Sozialräume, indem sie erkunden und mitteilen, welche Orte für sie Stress bedeutet und sie daher meiden und warum, sowie welche Plätze in der Stadt für sie Sicherheit und positive Emotionen bedeuten. Dieses tun sie, indem sie eine emotionelle Stadtkarte erstellen, welche eine Draufsicht auf die Lebenssituation der heranwachsenden Generation gewährt und sie für die Zukunft der Stadtentwicklung ins Verhältnis setzt. Alle Daten sind selbstverständlich anonym und gewähren dennoch einen emotionalen Blick auf die Situation der Kinder und Jugendlichen und ihre Sicht auf die Dinge.

Wozu machen wir das?

Die somit erstellte Stadtkarte ist Grundlage für Zukunftsprojekte, die an der Lösung bestehender Missstände und Lösungsansätze aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen generieren. Dieser Prozess wird fortlaufend begleitet und wissenschaftlich unterstützt, so dass auch faktenbasiert politische Entscheidungsprozesse, initiiert werden können.

Das dieser Prozess größtmögliche Transparenz erfordert, stellt es eine neue Qualität der Mitgestaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche an Stadtentwicklungsprozessen in der Region dar.

Diese Ferienfahrt wurde über das Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ durch den Landkreis Zwickau gefördert.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Gruselnacht im Jugendclub

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