Kulturstammtisch mit Sachsens Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch im Alten Gasometer

Freitag
18 Sep
2020

Am Freitag trafen sich rund 20 Vertreter*innen der Zwickauer Kulturszene mit der stellvertretenden Oberbürgermeisterin Kathrin Köhler und Sachsens Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch im Alten Gasometer. Die Teilnehmer*innen konnten ihre Sicht der Dinge zur aktuellen Krise aus ihren jeweiligen Perspektiven darstellen. Diese waren vielfältig, denn mit dabei waren freie Träger, ehrenamtlich Engagierte, freie Künstler, kleine und große Vereine aber auch kommunale Betriebe.

Der Ort war nicht zufällig gewählt. „Herr Zenner war einer der ersten, der zum Telefon griff, um zu berichten, wie es um den Verein Alter Gasometer steht“, so die Staatsministerin, die sich am Freitag vor allem coronabedingte Sorgen anhören musste.

Mario Zenner, Geschäftsführer des Vereins Alter Gasometer und Vorsitzender des Kulturbeirates Vogtland Zwickau, der sich in Krisenzeiten mit der Stadt Zwickau eine bessere Kommunikation wünscht, fasste es so zusammen. „Wir machen seit Anfang Juni wieder Kultur. Bei aktuell maximal 80 Sitzplätzen bei sonst bis zu 600 Stehplätzen, sei dies aber betriebswirtschaftlich Unsinn.“

„Niemand wisse, wie es mit dem Infektionsgeschehen weitergeht, Corona sei auch noch am 1. Januar 2021 da. Daher dürfe das Geld in den Kultur-Kassen von Stadt,  […] Kulturraum und Land nicht weniger werden. Insbesondere bei den Verhandlungen zum neuen Finanzausgleichsgesetz oder beim Thema Entfrachtung der Landesbühnen aus den Kulturräumen muss mit Engagement für Kultur gerungen werden.“ so Zenner weiter.

Dem stimmte die Ministerin zu. Sie machte keinen Hehl daraus, dass es hinsichtlich der Haushaltsdebatte „ein knallhartes Ringen um Prioritäten geben wird“. Sie versprach den hiesigen Kulturakteuren sich für Kultur weiterhin stark zu machen.

Mario Zenner dankte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich der Stadtverwaltung sowie dem Kulturausschuss für die nun bereitgestellten finanziellen Mittel für Vereine im Bereich Jugend, Soziales und Kultur. Nach den zähen Verhandlungen im Frühjahr bedingt durch die kommunale Haushaltssperre und der resultierenden extremen Streichliste, erfolgte damit nun ein wichtiges Signal durch die Stadt an die Träger.

Ein anderes Ärgernis packte Kultour-Z-Chef Jürgen Flemming auf den Tisch: Für die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bräuchte es mehr Klarheit, um besser planen zu können. „Auch der Zwickauer Weihnachtsmarkt ist eine schwierige Sache“, sagte Flemming, der für die Organisation nicht erst auf die nächste Allgemeinverfügung im November warten könne. „Wir müssen Ende September wissen, ob wir loslegen können.“ Es sei mehr als die Umsetzung der Hygieneregeln vorzubereiten. Klepsch verstehe die Bedenken, stellte aber klar: „Wir haben schon im August den Beschluss gefasst, dass es Weihnachtsmärkte gibt.“ 90 Prozent der Hygienekonzepte seien zwar schlüssig, aber: „Ein Problem ist die Rückverfolgung durch die Gesundheitsämter.“ Hierzu gebe es unterschiedliche Auffassungen. Fakt ist, die Landkreisbehörde verweist meist auf die abzuwartende kommende Allgemeinverfügung. Die Ministerin betonte allerdings ausdrücklich. Der Freistaat verfügt jeweils über gültige Verordnungen. Daran können und müssen sich auch die Gesundheitsämter halten.

Vertreter*innen des Mondstaubtheaters und des Vereins „Freunde Aktueller Kunst“ beleuchteten noch einmal die Herausforderungen der sogenannten soloselbständigen Künstler*innen. Wegbrechende Aufträge und kaum Möglichkeiten auf echte finanzielle Hilfen führten bei vielen zu existenziellen Problemen. So bekommen diese z.B. keine Ausfallhonorare erstattet, wenn Aufträge wegen Corona storniert wurden.

Ministerin Klepsch bedankte sich ausdrücklich für die offene Gesprächsrunde. Gern steht sie für weitere Dialoge in Zwickau zur Verfügung. Gleichzeitig merkte sie an, „In meinen vielen Gesprächen in Sachsen treffe ich auf viele engagierte Kulturschaffende. Gleichzeitig merken wir aber auch eine noch deutliche Zurückhaltung der Bevölkerung bei der Nutzung von Kulturangeboten. Wir brauchen daher auch eine Mutmach-Kampagne.“

Es zeigte sich im Laufe der Veranstaltung, ein starker Wille zu mehr Zusammenarbeit unter den Akteuren. Das hatte zur Folge, dass die Zwickauer Kulturschaffenden sich nun wieder regelmäßiger vernetzen wollen.

Blumenfreunde starten Spendenaktion

Mittwoch
08 Jul
2020

Das Floristikfachgeschäft Blumenfreunde – Floristik und Interieur auf der Leipziger Straße in Zwickau hat eine Spendenaktion für den Alten Gasometer gestartet. Da es die Kultur durch die momentane Krise schwer hat, wie man in unserem Blog nachlesen kann, hat sich Inhaber Ronny Zimpel überlegt, wie er helfen kann. Die Idee kam mit der Mehrwertsteuersenkung. Er spendet den Differenzbetrag und hat eine Spendenbox gestaltet. Die Spenden werden gesammelt und am Ende des Jahres dem Verein Alten Gasometer übergeben.

So hilft jeder Einkauf dabei, den Alten Gasometer zu erhalten.

Wir bedanken uns sehr für diese grandiose Idee und freuen uns über die Spenden. Wir werden sie sinnvoll einsetzen.

Wer selbst etwas tun möchte, kann neben dem Kauf von Blumen auch direkt spenden. Auf unserer Spendenseite haben wir verschiedene Möglichkeiten.

ZWICKAU ERÖFFNET „WEG ZUR INDUSTRIEKULTUR“

Donnerstag
25 Jun
2020

In Zwickau gibt es nun einen „Weg zur Industriekultur“. Dieser verbindet die Innenstadt mit dem im nördlichen Stadtgebiet gelegenen Areal von August Horch Museum und Audi-Bau. – dem Austragungsort der Sächsischen Landesausstellung der Industriekultur BOOM. Mit Tafeln und Stelen wurden insgesamt 18 Gebäude und Orte gekennzeichnet, die in engem Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt stehen. Zu den ausgewählten Objekten zählen Bauten, die für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Zwickaus stehen, beispielsweise auch unser Gasometer, welcher vor 20 Jahren, im August 2000 als soziokulturelles Zentrum wiedereröffnete. Interessierten steht es selbstverständlich frei, den vergleichsweise langen Weg komplett zu laufen oder nur einzelne Abschnitte zu gehen bzw. bestimmte Standorte anzusteuern. Orientierung bietet ein Flyer, der eine Karte mit allen Standorten und kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Objekten enthält. Der Faltplan ist ab sofort u. a. in den Kultureinrichtungen oder der Tourist Information kostenfrei erhältlich. Informationen sind außerdem im Internet unter www.zwickau.de/industriekultur zu finden.

„Night of Light“ am 22. Juni: Der Alte Gasometer ist dabei!

Donnerstag
18 Jun
2020

Die „Night of Light“: Ein flammender Appell zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft.

Innerhalb kürzester Zeit haben die behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise die gesamte Veranstaltungswirtschaft an den Abgrund gedrängt. Einem riesigen Wirtschaftszweig ist praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, eine Pleitewelle enormen Ausmaßes droht: mit gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt als tragende Säule unserer Gesellschaft.

Die Aktion „Night of Light“ vereint Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft, um in einer konzertierten Aktion ein imposantes Zeichen für eine vom Aussterben bedrohten Branche zu setzen und zu einem Dialog mit der Politik aufzurufen, wie Lösungen und Wege aus der dramatischen Lage entwickelt werden können. In der Nacht vom 22.06.2020 auf den 23.06.2020 werden die Teilnehmer bundesweit in mehr als 200 Städten über 3.500 Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminieren.

Der EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. unterstützt die Aktion “Night of Light” und ruft Mitglieder, Partner und die gesamte Branche dazu auf, ein visuelles Zeichen zu setzen.

Vielen Dank an Güpner Musik Gera für die technische Unterstützung.

FSV-Fanaktion überreicht Spendencheck!

Dienstag
16 Jun
2020

Im Rahmen der besonderen sowie deutschlandweit einzigartigen FSV-Fanaktion #EGALWODUAUCHSPIELST wurde uns ein Spendenscheck übergeben. Vordergründig sollen mit einer erhobenen Kulturabgabe in Höhe von 10 Cent pro verkaufter Fahrkarte ausgesuchte Kultureinrichtungen finanziell unterstützt werden. Nachdem bekanntermaßen zwei von insgesamt sechs Spendenschecks überreicht worden sind, erfolgte in der vergangenen Woche die dritte Scheckübergabe. Gemeinsam mit der aktiven Fanszene des FSV Zwickau wurde die Spende in Höhe von 1.253 Euro an Mario Zenner, den Geschäftsführer des Alter Gasometer e.V., übergeben.

Wir bedanken uns sehr bei den Unterstützern und Organisatoren für die Spende! Das hilft uns wieder ein Stück weiter durch diese für die Kultur besonders schwere Zeit.

Pressegespräch: Sommerprogramm trotz schwieriger Lage

Donnerstag
28 Mai
2020

Der Verein Alter Gasometer belebt die Soziokultur in Zwickau wieder.

Am Donnerstag den 28.05.2020 informierte der Verein Alter Gasometer in einem Pressegespräch an der neuen Sommerbühne im Garten über die aktuelle Lage des Vereins, über die Bewältigung der Krise und die Pläne für die Zukunft.

Im Zentrum standen hierbei die Wirtschaftliche Situation mit einem dringenden Appell an die Politik und die konkreten Auswirkungen für die Arbeit des Vereins. Geschäftsführer Mario Zenner erklärte ausführlich die Problemlage und ging auch konkret auf Zahlen ein, denn die Corona-Krise reißt riesige Löcher in den Haushalt. Er betonte allerdings ebenso, dass die Mitarbeiter des Vereins keinen Stillstand zuließen und dass es immer Wege gibt, Soziokultur zu leben.

Durch die behördliche Untersagung der Angebote seit gut 11 Wochen nimmt der wirtschaftliche Druck zu. Bisher rechnet der Verein mit rund 80.000€ Mindereinnahmen. Durch die Haushaltssperre der Stadt Zwickau folgen weitere Probleme. Seit Ende April erhält der Verein keine städtischen Gelder für seine Jugend- und Kulturarbeit. Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung soll der Verein in 2020 rund 108.000 weniger Förderung wie ursprünglich beantragt erhalten. Mit rund 180.000€ weniger müsste der Verein nun auskommen. Unverschuldet und Mitten im Jahr. Ein Schlag ins Gesicht für den Verein, welcher regional und überregional immer wieder für seine Arbeit gelobt und geschätzt wird. Der Verein appelliert daher an den Stadtrat dieser Verwaltungsvorlage nicht zustimmen und mindestens die Gelder der Vorjahresförderung zur Verfügung zu stellen.

Auch in den letzten Wochen stand die Arbeit nicht still. Eine Vielzahl wurde in die Wege geleitet. Von Koordinierung von Nachbarschaftshilfe, der Produktion von Mengen von Mund-Nase-Masken für soziale Einrichtungen bis hin zu digitalen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Das Team steckt seinen Kopf trotz allem noch nicht in den Sand. Heute präsentierten die Arbeitsbereiche ein „Corona-Sommerprogramm“ mit rund 35 Angeboten für Kinder, für Jugendliche, generations-übergreifend, für Familien und Senioren.

Weiterhin kam Dirk Haubold, Kulturmanager im Verein, zu Wort und stellte das in kürzester Zeit erarbeitete Sommerprogramm vor, verwies jedoch ebenfalls darauf, dass rentable Veranstaltungen momentan noch illusionär sind. Sozialpädagoge Jörg Banitz aus dem Jugendbereich konnte viel gutes Berichten, denn alle Bereiche der Jugendarbeit – Jugendtreff, Streetwork und das Historische Dorf – können wieder arbeiten. Natürlich nur unter den gegebenen Einschränkungen. Außerdem ging er auf das Ferienprogramm ein.

Matthias Bley, Koordinator im Bereich Demokratiearbeit, umriss die wichtige Arbeit des Bereichs und gab Ausblicke auf kommende Veranstaltungen, wie dem Bürgerfest im Herbst.
Zum Abschluss dankte Ben Ulke allen Bürgern, die in dieser schwierigen Zeit den Alten Gasometer mit Spenden unterstützt haben und fasste zusammen, dass zwar wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, die Krise aber noch nicht überstanden ist.

Ausführliche Informationen zum Pressegespräch gibt es in unseren Pressebereich.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Leere Stühle – Kultur ohne Publikum

Freitag
08 Mai
2020

Die Aktion LEERE STÜHLE geht in die nächste Runde! Am 24. April fand die erste Aktion statt, wir hatten in unserem Blog berichtet. Knapp 300 Stühle und eine leere Bühne zeigten hier in stiller Eindrücklichkeit das traurige Bilder der momentanen Lage.

Diesmal war es weniger still. Inmitten einen riesigen Herzens aus Stühlen stand eine Tafel, an der ein vom Verein Alter Gasometer herangeholter Poetry Slammer saß. Nachdem Organisator Andy Saller vom Gasthaus 1470 nochmal die Inhalte der Aktion umriss, hatte nun der Slammer Simon Stursberg das Wort. Er berührte mit einem nachdenklichen und tiefgründigen Text die Anwesenden und sprach vielen aus dem Herzen.

Im Anschluss spielten von einem Fenster aus Musiker und es hallte über den wenig gefüllten Hauptmarkt, der von Veranstaltungen, wie der Newcomer Night, ganz andere Menschenmassen gewöhnt ist. Die Klänge kamen von den beiden jungen Musikern des Konservatoriums Lilli-Chiara Köppe (Gesang) und Jakob Maas (Klavier). Sie spielten “Fels in der Brandung” von Torsten Karow vom obersten Fenster eines Hauses aus und verdeutlichten dadurch noch einmal die Distanz zum Publikum.

Wir appellieren – und dies mit zunehmender Enttäuschung – daher nochmals an Politik und Verwaltung. Wenn der Staat, aus zwar nachvollziehbaren Gründen uns die Tätigkeit untersagt, dann muss der Staat aber auch seiner Fürsorge nachkommen, um aus diesem geschaffenen Vakuum zu entkommen. Daher sagen wir 8 Wochen nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit nochmal: Wir benötigen echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen sowie Aussage über Zeitschienen zur Wiederaufnahme der Arbeit sowie wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

LEERE STÜHLE. LEERE BÜHNEN. auch in Zwickau.

Freitag
24 Apr
2020

Die unabhängig Aktion LEERE STÜHLE, die letzte Woche in Dresden ihren Anfang nahm, wurde heute nun in vielen anderen Städten umgesetzt – auch in Zwickau. Viele Zwickauer Gastronomiebetriebe, Hotels und Veranstalter haben mitgemacht und natürlich ist der Verein Alter Gasometer auch dabei.

Wir begrüßen die Kampagne LEERE STÜHLE, welche für folgende Forderungen der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter an Bund und Länder steht.

  1. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90% ab Beginn
  2. dauerhafte Einführung von 7% Mehrwertsteuer
  3. Erweiterung des Bundeszuschusses „Soforthilfe“ für Unternehmen auch mit mehr als 10 Mitarbeitern
  4. Klarstellung zum Soforthilfe-Zuschuss
  5. Klare Exit-Strategie

Daher war es für unseren Verein auch selbstverständlich sich mit einer leeren Bühne auf dem ein verwaistes Mikrofon thronte und leeren Stühlen an der Kunstaktion am 24. April, 11 Uhr auf dem Hauptmarkt Zwickau zu beteiligen und die private Initiative von Zwickauer Gastronomen organisatorisch zu unterstützen. Besonderen Dank gilt Andi Saller und dem Team der Gaststätte „1470“. Über 300 Stühle von 35 Teilnehmende Firmen und Vereine standen letztendlich auf dem Platz und ergaben ein eindrucksvolles Bild. Zuschauer gab es allerdings keine, da die Aktion nicht dazu gedacht war, dass vor Ort demonstriert wird. Eine Menschenansammlung wäre schon aufgrund des Infektionsschutzes schwer gewesen. Und so wirkten die Stühle umso verlassener, denn das sind sie auch.

Der Corona Virus hat das öffentliche und private Leben seit Anfang März fest im Griff. Die Folgen für Mensch und Wirtschaft sind nicht absehbar. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Familienangehörigen und Freunden steht dabei auch für uns an erster Stelle. Aber auch existenzielle Sorgen kommen schnell dazu. Mit der behördlichen Untersagung all unserer Angebote im Alten Gasometer als auch an externen Stellen seit dem 13. März und auf unbestimmte Zeit nimmt auch der wirtschaftliche Druck für den Verein Alter Gasometer täglich zu.

Die rasante Ausbreitung des Virus zog niemals erwartete Regelungen für das öffentliche Leben nach sich. Spätestens die erste Anordnung, zahlreiche folgende Erlasse und die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes machten die Ernsthaftigkeit deutlich.

Bei allem Respekt vor den notwendigen Schutzmaßnahmen, braucht es jetzt aber auch dringend Signale, wie für die Kultur und damit auch für unser Soziokulturelles Zentrum die Wiederaufnahme der Arbeit aussehen kann. Auch wenn das noch einen Monat oder länger dauert, für die Planung von Veranstaltung, Maßnahmen der kulturellen, sozialen und politischen Bildung, Jugendkulturprojekten, etc. ist eine klare Aussage über Zeitschienen genauso wichtig wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

Mit Achtung verfolgen wir eine Vielzahl notwendiger politischer Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene und begrüßen die beispiellose Menge an finanziellen Unterstützungen für Familien, Einzelunternehmer und Wirtschaft.

Auch unser Verein partizipiert von einer Menge getroffener Entscheidungen auf Bundesebene, wie die veränderten Bedingungen für Kurzarbeitergeld, die Stundungen von Sozialabgaben, die Mehrwertsteuersenkung, die Auflage von zusätzlichen Projekttöpfen etc.

In der aktuellen Situation gibt es aber keine einfachen wirtschaftlichen Lösungen. Kredite helfen uns nicht weiter. Darlehen im fünfstelligen Bereich zur Absicherung von Liquiditätsengpässen können wir nicht ohne weiteres zurückzahlen. Einerseits akzeptieren unsere Fördermittelgeber Tilgungen nicht als zuwendungsfähige Ausgaben, anderseits können wir nach der Corona-Krise nicht einfach mehr produzieren – wir können nicht doppelt so viel Veranstaltungen durchführen, nicht doppelt so viel Getränke verkaufen und die Zahl der möglichen Konzerte in der Zwickauer Region ist sowohl auch dadurch begrenzt, dass die Gästezahl begrenzt ist und sich nicht beliebig steigern lässt.

Allzulange werden gemeinnützige Kultureinrichtungen und andere Kulturanbieter ohne echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen nicht aushalten können. Gleichzeitig verhängte nun die Stadt Zwickau eine Haushaltssperre. Benötigte Städtische Zuwendungen sind nun zusätzlich ungewiss.

Wir appellieren – und dies mit zunehmender Enttäuschung – daher nochmals an Politik und Verwaltung. Wenn der Staat, aus zwar nachvollziehbaren Gründen uns die Tätigkeit untersagt, dann muss der Staat aber auch seiner Fürsorge nachkommen, um aus diesem geschaffenen Vakuum zu entkommen. Daher sagen wir 6 Wochen nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit nochmal: Wir benötigen echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen sowie Aussage über Zeitschienen zur Wiederaufnahme der Arbeit sowie wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

Euer Engagement für Soziokultur in der Zwickauer Region

Dienstag
21 Apr
2020

Soziokultur lebt vom Kontakt mit Menschen vor Ort. Dies macht es in der Corona-Pandemie sehr schwer für den Verein Alter Gasometer, denn es können keine Projekte und Veranstaltungen stattfinden. Der Verein entwickelte in den letzten Wochen zwar eine Vielzahl von Hilfsangeboten und interaktiven Onlineangeboten, aber dennoch fehlt uns auch ein erheblicher Teil unserer Einnahmen. Das ist, wenn es über eine längere Zeit geht, leider existenzbedrohend.

Gegenwärtig bleibt für den Verein die Zukunft offen. Nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit seit dem 13. März fehlen noch immer konkrete finanzielle Unterstützungen für Einnahmeausfälle durch den Wegfall von Veranstaltungen. Zudem stellt die Stadt Zwickau ab sofort ihre Zahlungen an den Verein wegen der städtischen Haushaltssperre ein. Ob, Wann und in welcher Höhe Gelder in 2020 gezahlt werden können ist zudem ungewiss, teilt die Stadt mit.

Auch wenn wir wissen, dass sich die meisten unserer befreundeten Einrichtungen des Vereins ebenfalls in prekären Lagen befinden, hoffen wir, dass wir auf Euren Support zählen können.

Für den Alter Gasometer e.V. zu spenden ist deshalb ein Weg, dabei zu helfen, dass es nach der Krise noch eine vielfältige Soziokultur in der Zwickauer Region gibt.

Möglichkeiten gibt es in unserem Bereich Spenden.

Alter Gasometer dunkel
Spenden, damit es nicht finster wird für den Alten Gasometer.

2020 – Jubiläum vs. Corona

Das Jahr 2020 sollte ein ganz besonderes Jahr für unseren Verein werden, denn es stehen gleich mehrere Jubiläen an. Das Gebäude Alter Gasometer wurde vor 145 Jahre als Gaslager fertiggestellt und zählt heute zu den bedeutenden Industriedenkmalen Zwickaus. Vor 20 Jahren, am 23. August 2000 konnte nach rund 15 Monaten Sanierungszeit, der Alte Gasometer, nunmehr durch den Verein Alter Gasometer wiedereröffnet werden. Unser Verein ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 begann. Der erste öffentliche Aktionstag fand vor 30 Jahre, am 1. September 1990 in der Inneren Plausche Straße statt.

Ausführliche Informationen zu unseren Jubiläen finden sie hier.

Nun hat der Corona Virus das öffentliche und private Leben seit Anfang März fest im Griff. Die Folgen für Mensch und Wirtschaft sind nicht absehbar. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Familienangehörigen und Freunden steht dabei an erster Stelle. Aber auch existenzielle Sorgen kommen schnell dazu. Mit der behördlichen Schließung all unserer Angebote im Alten Gasometer als auch an externen Stellen seit dem 13. März und auf unbestimmte Zeit nimmt auch der wirtschaftliche Druck für den Verein Alter Gasometer täglich zu.

Hohe Einnahmeverluste – kaum staatliche Hilfen bisher

Seit rund 5 Wochen (Stand 20.04) bleiben Einnahmen, insbesondere in unserem Kulturbereich aus. Rund 25.000€ sind dies monatlich. Und noch ist ein Ende der durch die Behörden festgelegten Schließzeit nicht abzusehen. Am 30. April entscheidet die Bund-Länder-Kommission über weitere Lockerungen. Folgend immer im 14-tägigen Zyklus. Sollte insbesondere der Kulturbetrieb nicht zeitnah anlaufen können, summieren sich Einnahmeverluste schnell in einen sechsstelligen Bereich.

Natürlich haben wir im Rahmen unserer und der gesetzlichen Möglichkeiten Kosten reduziert oder verschoben. So stunden wir Sozialabgaben, GEMA und KSK-Kosten und arbeiten an Steuerentlastungen. Personalkosten reduzieren sich über erste Kurzarbeitsmodelle. Unabhängig von ersten Reduzierungen lassen sich aber nicht alle (vertraglichen) Kosten ohne weiteres minimieren. Auch nicht mit dem Blick, bei Möglichkeit, den Betrieb wieder zügig anlaufen zu lassen. Die Vorbereitungen dafür laufen stetig. In den letzten Wochen galt es Künstlerauftritte, Kinoveranstaltungen, Einmietungen abzusagen, zu verschieben oder umzubuchen. Daran wird nichts verdient, man macht Zusatzarbeit und verursacht zusätzliche vorzufinanzierende Kosten, ohne Einnahmen zu generieren.

Uns ist bewusst: Kultur wurde mit als Erstes abgesagt und Kultur wird mit die letzte sein, die nach Ende des Corona-Lockdowns wieder möglich sein wird. Insofern betrifft der Lockdown uns ganz besonders hart, wie nur wenige andere Branchen. Monate komplett ohne Einnahmen, bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten! Und dies betrifft nicht nur uns – an jeder durch uns initiierten oder begleiteten Kulturveranstaltung hängen eine Vielzahl von Partnern: Servicekräfte, Techniker, Security, Fotografen, Caterer, Hotels, Blumenläden und mehr.

Als gemeinnütziger Verein mit mehr wie 10 Mitarbeiter*innen stehen uns aktuell kein Hilfsfonds seitens des Bundes, des Landes Sachsen, dem Landkreis oder der Stadt Zwickau zur Verfügung. Seit rund 4 Wochen stehen wir hier intensivste im Austausch mit Bundes- und Landespolitikern und Verwaltungen. Bisher konnte uns (und vielen anderen vergleichbaren Kultureinrichtungen) nicht geholfen werden.

In der aktuellen Situation gibt es keine einfachen wirtschaftlichen Lösungen. Kredite helfen uns nicht weiter. Darlehen im sechsstelligen Bereich zur Absicherung von Liquiditätsengpässen können wir nicht ohne weiteres zurückzahlen. Einerseits akzeptieren unsere Fördermittelgeber Tilgungen nicht als zuwendungsfähige Ausgaben, anderseits können wir nach der Corona-Krise nicht einfach mehr produzieren – wir können nicht doppelt so viel Veranstaltungen durchführen, nicht doppelt so viel Getränke verkaufen und die Zahl der möglichen Konzerte in der Zwickauer Region ist auch dadurch begrenzt, dass die Gästezahl begrenzt ist und sich nicht beliebig steigern lässt.

Es droht die Zahlungsunfähigkeit noch im Sommer. In dieser Situation benötigen wir Euch und Sie.

Aber nicht nur auf diese Unterstützung sind wir angewiesen. Vor allem benötigen wir und alle vergleichbaren Kultureinrichtungen staatliche Hilfen. Benötigt wird ein großzügig ausgestalteter Nothilfefonds, der die besonderen Bedingungen der Kulturszene berücksichtigt, also die ganze bunte Vielfalt all der Menschen, die das Land mit dem Grundnahrungsmittel „Kultur“ versorgen. Es braucht außerdem einen unkomplizierten Zugang für gemeinnützige Träger zu Wirtschaftshilfen und die Übernahme von Garantien für freie Träger durch den Staat.

Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht:

Der Kulturbereich spürt die verheerenden Wirkungen der Seuche gleich dreifach. Wie alle Menschen sind wir von gesundheitlichen Risiken der Pandemie betroffen, zusätzlich können viele Kulturschaffende ihrer Arbeit, die sehr oft viel mehr als nur Broterwerb ist, nicht mehr nachgehen und die wegbrechenden Einnahmen bringen viele Kulturunternehmen und Solokünstler in existenzielle Not.

Das Soforthilfepaket der Bundesregierung und des Freistaates ist ein erster Schritt, die besonderen Bedingungen der Kulturbetriebe und Soziokulturellen Zentren sind darin allerdings nicht berücksichtigt und die Lösungsvorschläge sind noch oberflächlich, unverbindlich und eher wenig überzeugend.

Fördermittel in Gefahr

Reduzierte Eigenmittelerwirtschaftungen kommen den Verein in zweifacher Hinsicht teuer zu stehen. Einerseits schmälern sie bedrohlich die Liquidität, andererseits gefährden sie zusätzlich die Verwendung bewilligter Fördermittel. Ein Großteil der Fördermittelbescheide werden anteilig am Projekthaushalt bewilligt. Ein sinkender Haushalt bedeutet zusätzlich Mindereinnahmen durch Fördermittel. Anderseits müssen bei allen Fördermitteln Eigenmittel ausgewiesen werden. Sind diese aber nicht mehr zu erwirtschaften, besteht die Gefahr, dass Fördermittel nicht mehr umfänglich ausgezahlt werden. Ein Teufelskreislauf den momentan nur wenige Fördermittelgeber im Rahmen ihres Ermessens kulant zu Gunsten der Betroffene interpretieren.

Was passiert mit den Spenden?

Das Geld wird benötigt, um Einnahmeverluste durch ausbleibende Ticketverkäufe und Vermietungen sowie geschlossener Gastronomie zu kompensieren. So können wichtige Anteile zur Co-Finanzierung von Fördermitteln aufgebracht und laufende Betriebskosten weiterhin gezahlt werden. Somit wird in erster Linie der Fortbestand des Vereins Alter Gasometer gesichert.

Geschlossen, und nun? Kein Stillstand bei uns!

Bis vorerst zum 3. Mai ist unser öffentlicher Betrieb untersagt. Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt herumsitzen und Däumchen drehen. Aber was steht an, wenn wir keine Veranstaltungen und Projekte durchführen? Die Antworten auf diese Frage sind überraschend vielfältig. In unserem Blogbeitrag „Kein Stillstand im Alten Gasometer“ kann man nachlesen, was wir momentan machen.

Fördermittel müssen abgerechnet werden, neue Konzepte sind zu entwickeln und Veranstaltungen umzubuchen. Technik wird gewartet, Reinigungen und Desinfizierungen erfolgen, begonnene Renovierungen von Räumen und angefangene Umrüstungen von Haustechnik muss zum Abschluss gebracht werden.

Doch damit gibt sich der Verein Alter Gasometer nicht zufrieden.

Der Bereich Kulturarbeit ist neben dem Verschieben von Veranstaltungen bereits dabei, das Programm ab Herbst mit vielen interessanten Künstlern zu füllen. Die Planungen gehen hierbei schon weit in das Jahr 2021 hinein. Für das Kino Casablanca wurde eine „video on demand“-Möglichkeit geschaffen, damit man auch Zuhause Filmperlen genießen kann und das Kino dabei auch noch finanziell unterstützt wird.

Die Jugendarbeit liegt ebenso wenig brach, denn wenn man die Jugendlichen nicht vor Ort oder – im Falle des Streetworkteams – auf der Straße trifft, dann gibt es noch andere Wege. Neben der Beratung per Telefon oder E-Mail haben wurde ein virtueller Jugendtreff über die Plattform „Discord“ entwickelt. So können sich die Jugendlichen, statt in den realen Jugendtreffs, nun vorerst hier treffen. Die Sozial- und Kulturpädagogen des Vereins sind natürlich als Moderatoren mit dabei und bei Problemen gibt es auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen. Außerdem gibt es im neuen virtuellen Jugendtreff kleine Videopodcasts aus dem Historischen Dorf, Lern- und Quizbereiche sowie eine virtuelle Minecraft Welt unter dem Thema „Zwickau 2020 – mitgestalten“.

Im Historischen Dorf wird weiter gebaut. Es entsteht ein Biotop und Tierställe für das Projekt „Grünes Klassenzimmer“.

Auch die Demokratiearbeit ruht nicht, denn es werden verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. So schaut man zum Beispiel schon in den Herbst – es gilt das 2. Zwickauer Bürgerfest am 3. Oktober und die Novembertage vorzubereiten. Des Weiteren sind ein Podcast mit interessanten Themen und Interviewpartnern sowie eine Online-Variante des beliebten Kneipenquiz in Vorbereitung. Ganz nebenbei organisiert das Team auch noch eine Nachbarschaftshilfe, damit Menschen in Quarantäne zum Beispiel mit Einkäufen geholfen werden kann.

Natürlich ist das nicht alles, denn zusätzlich werden fleißig Mund-Nase-Masken genäht. Die Masken werden natürlich für unsere Mitarbeiter produziert aber u.a. auch für das Heinrich-Braun-Klinikum, die Einrichtungen der Diakonie Stadtmission Zwickau e.V. und weitere unserer Partner und Nachbarn.

Eine Social-Media-Kampagne mit Tipps und Informativem zur Corona Krise läuft im 3-tägigen Wechsel.

Uns wird also nicht langweilig, denn Soziokultur findet immer Wege, sich in die Gesellschaft einzubringen: Selbst, wenn man nicht nach draußen kann!

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

Kein Stillstand im Alten Gasometer

Donnerstag
02 Apr
2020

Die aktuelle Corona-Krise hat auch auf den Verein Alter Gasometer starke Auswirkungen. So mussten wir im März alle Veranstaltungen und öffentlichen Angebote bis vorerst Ende April absagen oder verschieben. Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt herumsitzen und Däumchen drehen.

Aber was steht an, wenn wir keine Veranstaltungen und Projekte durchführen? Die Antworten auf diese Frage sind überraschend vielfältig. Natürlich werden auch naheliegende Dinge erledigt. So kommt man mal zu Dingen, für die sonst nicht so viel Zeit da ist, kann organisatorisches abarbeiten oder auch Überstunden absetzen.

Doch damit geben wir uns nicht zufrieden.

Unser Bereich Kulturarbeit ist neben dem Verschieben von Veranstaltungen bereits dabei das Programm ab Herbst mit vielen interessanten Künstlern zu füllen. Die Planungen gehen hierbei schon weit in das Jahr 2021 hinein. Für das Kino Casablanca sind wir momentan dabei ein „video on demand“-Möglichkeit zu schaffen, damit man auch Zuhause Filmperlen genießen kann. Außerdem stehen Überlegungen für neue Konzepte auf dem Plan, man darf also gespannt sein!

Die Jugendarbeit liegt ebenso wenig brach, denn wenn man die Jugendlichen nicht vor Ort oder – im Falle des Streetworkteams – auf der Straße trifft, dann gibt es noch andere Wege. Neben der Beratung per Telefon oder E-Mail wurde ein virtueller Jugendtreff über die Plattform „Discord“ entwickelt. So können sich die Jugendlichen statt in unseren realen Jugendtreffs nun vorerst im Voice-Chat treffen. Unsere Sozial- und Kulturpädagogen sind natürlich als Moderatoren mit dabei und bei Problemen gibt es auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen. Außerdem arbeitet der Jugendbereich an weiteren Online-Angeboten, die von Video-Tutorials bis hin zu einem Quiz mit Lerneffekt reichen.

Im Historischen Dorf wird weiter gebaut, denn es soll unter anderem ein Teich entstehen und die Palisade soll fertiggestellt werden. Natürlich würden wir dies viel lieber mit Kindern- und Jugendlichen machen, was ja leider zurzeit nicht geht. Deshalb bietet das Historische Dorf wöchentlich ein Video an, bei dem man beim Zuschauen etwas lernt.

Auch die Demokratiearbeit ruht nicht, denn es werden schon verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. So schaut man zum Beispiel schon in den Herbst, denn die nächsten Novembertage kommen bestimmt und zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober ist das 2. Zwickauer Bürgerfest geplant. Hier sind viele Akteure und Ideen zu koordinieren, damit das Fest zu etwas Besonderem wird. Außerdem sind ein Podcast mit interessanten Themen und ein Online-Kneipenquiz geplant. Ganz nebenbei organisiert das Team auch noch eine Nachbarschaftshilfe, damit Menschen in Quarantäne zum Beispiel mit Einkäufen geholfen werden kann.

Natürlich ist das nicht alles, denn außerdem werden fleißig Mund-Nase-Masken genäht und eine Social-Media-Kampagne mit Tipps und Informativem zur Krise läuft. Die Masken produzieren wir natürlich für unsere Mitarbeiter aber u.a. auch für das Heinrich Braun Klinikum und die Einrichtungen der Diakonie Stadtmission Zwickau e.V..

Zusätzlich renovieren wir einige Ecken im Haus und das Desinfizieren sowie die erhöhten Hygienemaßnahmen halten unseren Gebäudereiniger und Hausmeister ziemlich auf Trab.

Uns wird also nicht langweilig, denn Soziokultur findet immer Wege, sich in die Gesellschaft einzubringen: Selbst, wenn man nicht nach draußen kann!

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam