Pressegespräch: Sommerprogramm trotz schwieriger Lage

Donnerstag
28 Mai
2020

Der Verein Alter Gasometer belebt die Soziokultur in Zwickau wieder.

Am Donnerstag den 28.05.2020 informierte der Verein Alter Gasometer in einem Pressegespräch an der neuen Sommerbühne im Garten über die aktuelle Lage des Vereins, über die Bewältigung der Krise und die Pläne für die Zukunft.

Im Zentrum standen hierbei die Wirtschaftliche Situation mit einem dringenden Appell an die Politik und die konkreten Auswirkungen für die Arbeit des Vereins. Geschäftsführer Mario Zenner erklärte ausführlich die Problemlage und ging auch konkret auf Zahlen ein, denn die Corona-Krise reißt riesige Löcher in den Haushalt. Er betonte allerdings ebenso, dass die Mitarbeiter des Vereins keinen Stillstand zuließen und dass es immer Wege gibt, Soziokultur zu leben.

Durch die behördliche Untersagung der Angebote seit gut 11 Wochen nimmt der wirtschaftliche Druck zu. Bisher rechnet der Verein mit rund 80.000€ Mindereinnahmen. Durch die Haushaltssperre der Stadt Zwickau folgen weitere Probleme. Seit Ende April erhält der Verein keine städtischen Gelder für seine Jugend- und Kulturarbeit. Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung soll der Verein in 2020 rund 108.000 weniger Förderung wie ursprünglich beantragt erhalten. Mit rund 180.000€ weniger müsste der Verein nun auskommen. Unverschuldet und Mitten im Jahr. Ein Schlag ins Gesicht für den Verein, welcher regional und überregional immer wieder für seine Arbeit gelobt und geschätzt wird. Der Verein appelliert daher an den Stadtrat dieser Verwaltungsvorlage nicht zustimmen und mindestens die Gelder der Vorjahresförderung zur Verfügung zu stellen.

Auch in den letzten Wochen stand die Arbeit nicht still. Eine Vielzahl wurde in die Wege geleitet. Von Koordinierung von Nachbarschaftshilfe, der Produktion von Mengen von Mund-Nase-Masken für soziale Einrichtungen bis hin zu digitalen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Das Team steckt seinen Kopf trotz allem noch nicht in den Sand. Heute präsentierten die Arbeitsbereiche ein „Corona-Sommerprogramm“ mit rund 35 Angeboten für Kinder, für Jugendliche, generations-übergreifend, für Familien und Senioren.

Weiterhin kam Dirk Haubold, Kulturmanager im Verein, zu Wort und stellte das in kürzester Zeit erarbeitete Sommerprogramm vor, verwies jedoch ebenfalls darauf, dass rentable Veranstaltungen momentan noch illusionär sind. Sozialpädagoge Jörg Banitz aus dem Jugendbereich konnte viel gutes Berichten, denn alle Bereiche der Jugendarbeit – Jugendtreff, Streetwork und das Historische Dorf – können wieder arbeiten. Natürlich nur unter den gegebenen Einschränkungen. Außerdem ging er auf das Ferienprogramm ein.

Matthias Bley, Koordinator im Bereich Demokratiearbeit, umriss die wichtige Arbeit des Bereichs und gab Ausblicke auf kommende Veranstaltungen, wie dem Bürgerfest im Herbst.
Zum Abschluss dankte Ben Ulke allen Bürgern, die in dieser schwierigen Zeit den Alten Gasometer mit Spenden unterstützt haben und fasste zusammen, dass zwar wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, die Krise aber noch nicht überstanden ist.

Ausführliche Informationen zum Pressegespräch gibt es in unseren Pressebereich.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Leere Stühle – Kultur ohne Publikum

Freitag
08 Mai
2020

Die Aktion LEERE STÜHLE geht in die nächste Runde! Am 24. April fand die erste Aktion statt, wir hatten in unserem Blog berichtet. Knapp 300 Stühle und eine leere Bühne zeigten hier in stiller Eindrücklichkeit das traurige Bilder der momentanen Lage.

Diesmal war es weniger still. Inmitten einen riesigen Herzens aus Stühlen stand eine Tafel, an der ein vom Verein Alter Gasometer herangeholter Poetry Slammer saß. Nachdem Organisator Andy Saller vom Gasthaus 1470 nochmal die Inhalte der Aktion umriss, hatte nun der Slammer Simon Stursberg das Wort. Er berührte mit einem nachdenklichen und tiefgründigen Text die Anwesenden und sprach vielen aus dem Herzen.

Im Anschluss spielten von einem Fenster aus Musiker und es hallte über den wenig gefüllten Hauptmarkt, der von Veranstaltungen, wie der Newcomer Night, ganz andere Menschenmassen gewöhnt ist. Die Klänge kamen von den beiden jungen Musikern des Konservatoriums Lilli-Chiara Köppe (Gesang) und Jakob Maas (Klavier). Sie spielten “Fels in der Brandung” von Torsten Karow vom obersten Fenster eines Hauses aus und verdeutlichten dadurch noch einmal die Distanz zum Publikum.

Wir appellieren – und dies mit zunehmender Enttäuschung – daher nochmals an Politik und Verwaltung. Wenn der Staat, aus zwar nachvollziehbaren Gründen uns die Tätigkeit untersagt, dann muss der Staat aber auch seiner Fürsorge nachkommen, um aus diesem geschaffenen Vakuum zu entkommen. Daher sagen wir 8 Wochen nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit nochmal: Wir benötigen echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen sowie Aussage über Zeitschienen zur Wiederaufnahme der Arbeit sowie wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

LEERE STÜHLE. LEERE BÜHNEN. auch in Zwickau.

Freitag
24 Apr
2020

Die unabhängig Aktion LEERE STÜHLE, die letzte Woche in Dresden ihren Anfang nahm, wurde heute nun in vielen anderen Städten umgesetzt – auch in Zwickau. Viele Zwickauer Gastronomiebetriebe, Hotels und Veranstalter haben mitgemacht und natürlich ist der Verein Alter Gasometer auch dabei.

Wir begrüßen die Kampagne LEERE STÜHLE, welche für folgende Forderungen der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter an Bund und Länder steht.

  1. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90% ab Beginn
  2. dauerhafte Einführung von 7% Mehrwertsteuer
  3. Erweiterung des Bundeszuschusses „Soforthilfe“ für Unternehmen auch mit mehr als 10 Mitarbeitern
  4. Klarstellung zum Soforthilfe-Zuschuss
  5. Klare Exit-Strategie

Daher war es für unseren Verein auch selbstverständlich sich mit einer leeren Bühne auf dem ein verwaistes Mikrofon thronte und leeren Stühlen an der Kunstaktion am 24. April, 11 Uhr auf dem Hauptmarkt Zwickau zu beteiligen und die private Initiative von Zwickauer Gastronomen organisatorisch zu unterstützen. Besonderen Dank gilt Andi Saller und dem Team der Gaststätte „1470“. Über 300 Stühle von 35 Teilnehmende Firmen und Vereine standen letztendlich auf dem Platz und ergaben ein eindrucksvolles Bild. Zuschauer gab es allerdings keine, da die Aktion nicht dazu gedacht war, dass vor Ort demonstriert wird. Eine Menschenansammlung wäre schon aufgrund des Infektionsschutzes schwer gewesen. Und so wirkten die Stühle umso verlassener, denn das sind sie auch.

Der Corona Virus hat das öffentliche und private Leben seit Anfang März fest im Griff. Die Folgen für Mensch und Wirtschaft sind nicht absehbar. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Familienangehörigen und Freunden steht dabei auch für uns an erster Stelle. Aber auch existenzielle Sorgen kommen schnell dazu. Mit der behördlichen Untersagung all unserer Angebote im Alten Gasometer als auch an externen Stellen seit dem 13. März und auf unbestimmte Zeit nimmt auch der wirtschaftliche Druck für den Verein Alter Gasometer täglich zu.

Die rasante Ausbreitung des Virus zog niemals erwartete Regelungen für das öffentliche Leben nach sich. Spätestens die erste Anordnung, zahlreiche folgende Erlasse und die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes machten die Ernsthaftigkeit deutlich.

Bei allem Respekt vor den notwendigen Schutzmaßnahmen, braucht es jetzt aber auch dringend Signale, wie für die Kultur und damit auch für unser Soziokulturelles Zentrum die Wiederaufnahme der Arbeit aussehen kann. Auch wenn das noch einen Monat oder länger dauert, für die Planung von Veranstaltung, Maßnahmen der kulturellen, sozialen und politischen Bildung, Jugendkulturprojekten, etc. ist eine klare Aussage über Zeitschienen genauso wichtig wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

Mit Achtung verfolgen wir eine Vielzahl notwendiger politischer Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene und begrüßen die beispiellose Menge an finanziellen Unterstützungen für Familien, Einzelunternehmer und Wirtschaft.

Auch unser Verein partizipiert von einer Menge getroffener Entscheidungen auf Bundesebene, wie die veränderten Bedingungen für Kurzarbeitergeld, die Stundungen von Sozialabgaben, die Mehrwertsteuersenkung, die Auflage von zusätzlichen Projekttöpfen etc.

In der aktuellen Situation gibt es aber keine einfachen wirtschaftlichen Lösungen. Kredite helfen uns nicht weiter. Darlehen im fünfstelligen Bereich zur Absicherung von Liquiditätsengpässen können wir nicht ohne weiteres zurückzahlen. Einerseits akzeptieren unsere Fördermittelgeber Tilgungen nicht als zuwendungsfähige Ausgaben, anderseits können wir nach der Corona-Krise nicht einfach mehr produzieren – wir können nicht doppelt so viel Veranstaltungen durchführen, nicht doppelt so viel Getränke verkaufen und die Zahl der möglichen Konzerte in der Zwickauer Region ist sowohl auch dadurch begrenzt, dass die Gästezahl begrenzt ist und sich nicht beliebig steigern lässt.

Allzulange werden gemeinnützige Kultureinrichtungen und andere Kulturanbieter ohne echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen nicht aushalten können. Gleichzeitig verhängte nun die Stadt Zwickau eine Haushaltssperre. Benötigte Städtische Zuwendungen sind nun zusätzlich ungewiss.

Wir appellieren – und dies mit zunehmender Enttäuschung – daher nochmals an Politik und Verwaltung. Wenn der Staat, aus zwar nachvollziehbaren Gründen uns die Tätigkeit untersagt, dann muss der Staat aber auch seiner Fürsorge nachkommen, um aus diesem geschaffenen Vakuum zu entkommen. Daher sagen wir 6 Wochen nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit nochmal: Wir benötigen echte Kompensationsprogramme für entfallene Einnahmen sowie Aussage über Zeitschienen zur Wiederaufnahme der Arbeit sowie wie über die Form von möglichen Veranstaltungen.

Euer Engagement für Soziokultur in der Zwickauer Region

Dienstag
21 Apr
2020

Soziokultur lebt vom Kontakt mit Menschen vor Ort. Dies macht es in der Corona-Pandemie sehr schwer für den Verein Alter Gasometer, denn es können keine Projekte und Veranstaltungen stattfinden. Der Verein entwickelte in den letzten Wochen zwar eine Vielzahl von Hilfsangeboten und interaktiven Onlineangeboten, aber dennoch fehlt uns auch ein erheblicher Teil unserer Einnahmen. Das ist, wenn es über eine längere Zeit geht, leider existenzbedrohend.

Gegenwärtig bleibt für den Verein die Zukunft offen. Nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit seit dem 13. März fehlen noch immer konkrete finanzielle Unterstützungen für Einnahmeausfälle durch den Wegfall von Veranstaltungen. Zudem stellt die Stadt Zwickau ab sofort ihre Zahlungen an den Verein wegen der städtischen Haushaltssperre ein. Ob, Wann und in welcher Höhe Gelder in 2020 gezahlt werden können ist zudem ungewiss, teilt die Stadt mit.

Auch wenn wir wissen, dass sich die meisten unserer befreundeten Einrichtungen des Vereins ebenfalls in prekären Lagen befinden, hoffen wir, dass wir auf Euren Support zählen können.

Für den Alter Gasometer e.V. zu spenden ist deshalb ein Weg, dabei zu helfen, dass es nach der Krise noch eine vielfältige Soziokultur in der Zwickauer Region gibt.

Möglichkeiten gibt es in unserem Bereich Spenden.

Alter Gasometer dunkel
Spenden, damit es nicht finster wird für den Alten Gasometer.

2020 – Jubiläum vs. Corona

Das Jahr 2020 sollte ein ganz besonderes Jahr für unseren Verein werden, denn es stehen gleich mehrere Jubiläen an. Das Gebäude Alter Gasometer wurde vor 145 Jahre als Gaslager fertiggestellt und zählt heute zu den bedeutenden Industriedenkmalen Zwickaus. Vor 20 Jahren, am 23. August 2000 konnte nach rund 15 Monaten Sanierungszeit, der Alte Gasometer, nunmehr durch den Verein Alter Gasometer wiedereröffnet werden. Unser Verein ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 begann. Der erste öffentliche Aktionstag fand vor 30 Jahre, am 1. September 1990 in der Inneren Plausche Straße statt.

Ausführliche Informationen zu unseren Jubiläen finden sie hier.

Nun hat der Corona Virus das öffentliche und private Leben seit Anfang März fest im Griff. Die Folgen für Mensch und Wirtschaft sind nicht absehbar. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Familienangehörigen und Freunden steht dabei an erster Stelle. Aber auch existenzielle Sorgen kommen schnell dazu. Mit der behördlichen Schließung all unserer Angebote im Alten Gasometer als auch an externen Stellen seit dem 13. März und auf unbestimmte Zeit nimmt auch der wirtschaftliche Druck für den Verein Alter Gasometer täglich zu.

Hohe Einnahmeverluste – kaum staatliche Hilfen bisher

Seit rund 5 Wochen (Stand 20.04) bleiben Einnahmen, insbesondere in unserem Kulturbereich aus. Rund 25.000€ sind dies monatlich. Und noch ist ein Ende der durch die Behörden festgelegten Schließzeit nicht abzusehen. Am 30. April entscheidet die Bund-Länder-Kommission über weitere Lockerungen. Folgend immer im 14-tägigen Zyklus. Sollte insbesondere der Kulturbetrieb nicht zeitnah anlaufen können, summieren sich Einnahmeverluste schnell in einen sechsstelligen Bereich.

Natürlich haben wir im Rahmen unserer und der gesetzlichen Möglichkeiten Kosten reduziert oder verschoben. So stunden wir Sozialabgaben, GEMA und KSK-Kosten und arbeiten an Steuerentlastungen. Personalkosten reduzieren sich über erste Kurzarbeitsmodelle. Unabhängig von ersten Reduzierungen lassen sich aber nicht alle (vertraglichen) Kosten ohne weiteres minimieren. Auch nicht mit dem Blick, bei Möglichkeit, den Betrieb wieder zügig anlaufen zu lassen. Die Vorbereitungen dafür laufen stetig. In den letzten Wochen galt es Künstlerauftritte, Kinoveranstaltungen, Einmietungen abzusagen, zu verschieben oder umzubuchen. Daran wird nichts verdient, man macht Zusatzarbeit und verursacht zusätzliche vorzufinanzierende Kosten, ohne Einnahmen zu generieren.

Uns ist bewusst: Kultur wurde mit als Erstes abgesagt und Kultur wird mit die letzte sein, die nach Ende des Corona-Lockdowns wieder möglich sein wird. Insofern betrifft der Lockdown uns ganz besonders hart, wie nur wenige andere Branchen. Monate komplett ohne Einnahmen, bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten! Und dies betrifft nicht nur uns – an jeder durch uns initiierten oder begleiteten Kulturveranstaltung hängen eine Vielzahl von Partnern: Servicekräfte, Techniker, Security, Fotografen, Caterer, Hotels, Blumenläden und mehr.

Als gemeinnütziger Verein mit mehr wie 10 Mitarbeiter*innen stehen uns aktuell kein Hilfsfonds seitens des Bundes, des Landes Sachsen, dem Landkreis oder der Stadt Zwickau zur Verfügung. Seit rund 4 Wochen stehen wir hier intensivste im Austausch mit Bundes- und Landespolitikern und Verwaltungen. Bisher konnte uns (und vielen anderen vergleichbaren Kultureinrichtungen) nicht geholfen werden.

In der aktuellen Situation gibt es keine einfachen wirtschaftlichen Lösungen. Kredite helfen uns nicht weiter. Darlehen im sechsstelligen Bereich zur Absicherung von Liquiditätsengpässen können wir nicht ohne weiteres zurückzahlen. Einerseits akzeptieren unsere Fördermittelgeber Tilgungen nicht als zuwendungsfähige Ausgaben, anderseits können wir nach der Corona-Krise nicht einfach mehr produzieren – wir können nicht doppelt so viel Veranstaltungen durchführen, nicht doppelt so viel Getränke verkaufen und die Zahl der möglichen Konzerte in der Zwickauer Region ist auch dadurch begrenzt, dass die Gästezahl begrenzt ist und sich nicht beliebig steigern lässt.

Es droht die Zahlungsunfähigkeit noch im Sommer. In dieser Situation benötigen wir Euch und Sie.

Aber nicht nur auf diese Unterstützung sind wir angewiesen. Vor allem benötigen wir und alle vergleichbaren Kultureinrichtungen staatliche Hilfen. Benötigt wird ein großzügig ausgestalteter Nothilfefonds, der die besonderen Bedingungen der Kulturszene berücksichtigt, also die ganze bunte Vielfalt all der Menschen, die das Land mit dem Grundnahrungsmittel „Kultur“ versorgen. Es braucht außerdem einen unkomplizierten Zugang für gemeinnützige Träger zu Wirtschaftshilfen und die Übernahme von Garantien für freie Träger durch den Staat.

Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht:

Der Kulturbereich spürt die verheerenden Wirkungen der Seuche gleich dreifach. Wie alle Menschen sind wir von gesundheitlichen Risiken der Pandemie betroffen, zusätzlich können viele Kulturschaffende ihrer Arbeit, die sehr oft viel mehr als nur Broterwerb ist, nicht mehr nachgehen und die wegbrechenden Einnahmen bringen viele Kulturunternehmen und Solokünstler in existenzielle Not.

Das Soforthilfepaket der Bundesregierung und des Freistaates ist ein erster Schritt, die besonderen Bedingungen der Kulturbetriebe und Soziokulturellen Zentren sind darin allerdings nicht berücksichtigt und die Lösungsvorschläge sind noch oberflächlich, unverbindlich und eher wenig überzeugend.

Fördermittel in Gefahr

Reduzierte Eigenmittelerwirtschaftungen kommen den Verein in zweifacher Hinsicht teuer zu stehen. Einerseits schmälern sie bedrohlich die Liquidität, andererseits gefährden sie zusätzlich die Verwendung bewilligter Fördermittel. Ein Großteil der Fördermittelbescheide werden anteilig am Projekthaushalt bewilligt. Ein sinkender Haushalt bedeutet zusätzlich Mindereinnahmen durch Fördermittel. Anderseits müssen bei allen Fördermitteln Eigenmittel ausgewiesen werden. Sind diese aber nicht mehr zu erwirtschaften, besteht die Gefahr, dass Fördermittel nicht mehr umfänglich ausgezahlt werden. Ein Teufelskreislauf den momentan nur wenige Fördermittelgeber im Rahmen ihres Ermessens kulant zu Gunsten der Betroffene interpretieren.

Was passiert mit den Spenden?

Das Geld wird benötigt, um Einnahmeverluste durch ausbleibende Ticketverkäufe und Vermietungen sowie geschlossener Gastronomie zu kompensieren. So können wichtige Anteile zur Co-Finanzierung von Fördermitteln aufgebracht und laufende Betriebskosten weiterhin gezahlt werden. Somit wird in erster Linie der Fortbestand des Vereins Alter Gasometer gesichert.

Geschlossen, und nun? Kein Stillstand bei uns!

Bis vorerst zum 3. Mai ist unser öffentlicher Betrieb untersagt. Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt herumsitzen und Däumchen drehen. Aber was steht an, wenn wir keine Veranstaltungen und Projekte durchführen? Die Antworten auf diese Frage sind überraschend vielfältig. In unserem Blogbeitrag „Kein Stillstand im Alten Gasometer“ kann man nachlesen, was wir momentan machen.

Fördermittel müssen abgerechnet werden, neue Konzepte sind zu entwickeln und Veranstaltungen umzubuchen. Technik wird gewartet, Reinigungen und Desinfizierungen erfolgen, begonnene Renovierungen von Räumen und angefangene Umrüstungen von Haustechnik muss zum Abschluss gebracht werden.

Doch damit gibt sich der Verein Alter Gasometer nicht zufrieden.

Der Bereich Kulturarbeit ist neben dem Verschieben von Veranstaltungen bereits dabei, das Programm ab Herbst mit vielen interessanten Künstlern zu füllen. Die Planungen gehen hierbei schon weit in das Jahr 2021 hinein. Für das Kino Casablanca wurde eine „video on demand“-Möglichkeit geschaffen, damit man auch Zuhause Filmperlen genießen kann und das Kino dabei auch noch finanziell unterstützt wird.

Die Jugendarbeit liegt ebenso wenig brach, denn wenn man die Jugendlichen nicht vor Ort oder – im Falle des Streetworkteams – auf der Straße trifft, dann gibt es noch andere Wege. Neben der Beratung per Telefon oder E-Mail haben wurde ein virtueller Jugendtreff über die Plattform „Discord“ entwickelt. So können sich die Jugendlichen, statt in den realen Jugendtreffs, nun vorerst hier treffen. Die Sozial- und Kulturpädagogen des Vereins sind natürlich als Moderatoren mit dabei und bei Problemen gibt es auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen. Außerdem gibt es im neuen virtuellen Jugendtreff kleine Videopodcasts aus dem Historischen Dorf, Lern- und Quizbereiche sowie eine virtuelle Minecraft Welt unter dem Thema „Zwickau 2020 – mitgestalten“.

Im Historischen Dorf wird weiter gebaut. Es entsteht ein Biotop und Tierställe für das Projekt „Grünes Klassenzimmer“.

Auch die Demokratiearbeit ruht nicht, denn es werden verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. So schaut man zum Beispiel schon in den Herbst – es gilt das 2. Zwickauer Bürgerfest am 3. Oktober und die Novembertage vorzubereiten. Des Weiteren sind ein Podcast mit interessanten Themen und Interviewpartnern sowie eine Online-Variante des beliebten Kneipenquiz in Vorbereitung. Ganz nebenbei organisiert das Team auch noch eine Nachbarschaftshilfe, damit Menschen in Quarantäne zum Beispiel mit Einkäufen geholfen werden kann.

Natürlich ist das nicht alles, denn zusätzlich werden fleißig Mund-Nase-Masken genäht. Die Masken werden natürlich für unsere Mitarbeiter produziert aber u.a. auch für das Heinrich-Braun-Klinikum, die Einrichtungen der Diakonie Stadtmission Zwickau e.V. und weitere unserer Partner und Nachbarn.

Eine Social-Media-Kampagne mit Tipps und Informativem zur Corona Krise läuft im 3-tägigen Wechsel.

Uns wird also nicht langweilig, denn Soziokultur findet immer Wege, sich in die Gesellschaft einzubringen: Selbst, wenn man nicht nach draußen kann!

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

Kein Stillstand im Alten Gasometer

Donnerstag
02 Apr
2020

Die aktuelle Corona-Krise hat auch auf den Verein Alter Gasometer starke Auswirkungen. So mussten wir im März alle Veranstaltungen und öffentlichen Angebote bis vorerst Ende April absagen oder verschieben. Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt herumsitzen und Däumchen drehen.

Aber was steht an, wenn wir keine Veranstaltungen und Projekte durchführen? Die Antworten auf diese Frage sind überraschend vielfältig. Natürlich werden auch naheliegende Dinge erledigt. So kommt man mal zu Dingen, für die sonst nicht so viel Zeit da ist, kann organisatorisches abarbeiten oder auch Überstunden absetzen.

Doch damit geben wir uns nicht zufrieden.

Unser Bereich Kulturarbeit ist neben dem Verschieben von Veranstaltungen bereits dabei das Programm ab Herbst mit vielen interessanten Künstlern zu füllen. Die Planungen gehen hierbei schon weit in das Jahr 2021 hinein. Für das Kino Casablanca sind wir momentan dabei ein „video on demand“-Möglichkeit zu schaffen, damit man auch Zuhause Filmperlen genießen kann. Außerdem stehen Überlegungen für neue Konzepte auf dem Plan, man darf also gespannt sein!

Die Jugendarbeit liegt ebenso wenig brach, denn wenn man die Jugendlichen nicht vor Ort oder – im Falle des Streetworkteams – auf der Straße trifft, dann gibt es noch andere Wege. Neben der Beratung per Telefon oder E-Mail wurde ein virtueller Jugendtreff über die Plattform „Discord“ entwickelt. So können sich die Jugendlichen statt in unseren realen Jugendtreffs nun vorerst im Voice-Chat treffen. Unsere Sozial- und Kulturpädagogen sind natürlich als Moderatoren mit dabei und bei Problemen gibt es auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen. Außerdem arbeitet der Jugendbereich an weiteren Online-Angeboten, die von Video-Tutorials bis hin zu einem Quiz mit Lerneffekt reichen.

Im Historischen Dorf wird weiter gebaut, denn es soll unter anderem ein Teich entstehen und die Palisade soll fertiggestellt werden. Natürlich würden wir dies viel lieber mit Kindern- und Jugendlichen machen, was ja leider zurzeit nicht geht. Deshalb bietet das Historische Dorf wöchentlich ein Video an, bei dem man beim Zuschauen etwas lernt.

Auch die Demokratiearbeit ruht nicht, denn es werden schon verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. So schaut man zum Beispiel schon in den Herbst, denn die nächsten Novembertage kommen bestimmt und zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober ist das 2. Zwickauer Bürgerfest geplant. Hier sind viele Akteure und Ideen zu koordinieren, damit das Fest zu etwas Besonderem wird. Außerdem sind ein Podcast mit interessanten Themen und ein Online-Kneipenquiz geplant. Ganz nebenbei organisiert das Team auch noch eine Nachbarschaftshilfe, damit Menschen in Quarantäne zum Beispiel mit Einkäufen geholfen werden kann.

Natürlich ist das nicht alles, denn außerdem werden fleißig Mund-Nase-Masken genäht und eine Social-Media-Kampagne mit Tipps und Informativem zur Krise läuft. Die Masken produzieren wir natürlich für unsere Mitarbeiter aber u.a. auch für das Heinrich Braun Klinikum und die Einrichtungen der Diakonie Stadtmission Zwickau e.V..

Zusätzlich renovieren wir einige Ecken im Haus und das Desinfizieren sowie die erhöhten Hygienemaßnahmen halten unseren Gebäudereiniger und Hausmeister ziemlich auf Trab.

Uns wird also nicht langweilig, denn Soziokultur findet immer Wege, sich in die Gesellschaft einzubringen: Selbst, wenn man nicht nach draußen kann!

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

Mit Herz und Verstand – WIR.GEMEINSAM.

Mittwoch
18 Mrz
2020

Das Covid-19-Virus bestimmt das gesellschaftliche und persönliche Leben von uns allen. Einigen geht es dabei besser – anderen schlechter. Genau darum geht es jetzt: Sich nicht verschließen und achtsam sein, denn oftmals sind es kleine Dinge, mit denen man in seinem Umfeld etwas tun kann.

Für alle Menschen ist das Covid-19-Virus eine Bedrohung ihres gewohnten Lebens. Viele Menschen stehen plötzlich vor Herausforderungen, die teilweise bis an die Grenzen der Existenz gehen. Deshalb geht es jetzt um Solidarität miteinander. Das heißt konkret, sich für all die Menschen zu vernetzen, deren Existenz im Moment massiv bedroht ist – oder wer einfach nur Hilfe beim Einkauf braucht.

Deshalb hat sich der Verein Alter Gasometer zum Ziel gesetzt, hier direkt und indirekt tätig zu werden. Natürlich immer im Rahmen dessen, was die offiziellen Empfehlungen sagen (keine Hände schütteln, keine Umarmungen, Nies- und Hustetikette einhalten etc.).

Zuallererst appellieren wir aber an alle, den behördlichen Auflagen Folge zu leisten und soziale Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Nur, wenn wir uns alle aktiv gegen die Verbreitung des Corona-Virus stämmen, kann die Eindämmung gelingen.

Der Verein startet hiermit den Aufruf, Abstand zu halten und trotzdem auf die Menschen zuzugehen. In einer Social Media Kampagne gibt der Verein konkrete Tipps und bietet der unmittelbaren Nachbarschaft an, auch persönlich Hilfe zu Leisten.

Damit dies aber nicht nur rund um den Alten Gasometer passiert, wurde ein Vordruck erstellt, den jeder Bürger in seinem eigenen Hausflur aushängen kann. Es ist letztlich eine klassische Suche-Biete-Liste, welche hilft, Menschen miteinander zu verbinden. Wird Hilfe beim Einkaufen gebraucht, weil jemand nicht selbst gehen soll, da er z.B. zur Risikogruppe zählt? Muss der Hund Gassi aber Frauchen oder Herrchen können wegen der Quarantäne nicht raus? Oder leiht man einfach mal jemandem ein Ohr, damit er nicht so einsam ist. Dies geht dann natürlich auch telefonisch oder von Balkon zu Balkon. Die Möglichkeiten sind vielfältig und man kann hier gerne kreativ sein, wenn man den Eigenschutz nicht vergisst.

Schlussendlich bedeutet die aktuelle Situation auch eine tiefe Verunsicherung des Einzelnen und der Gesellschaft im Ganzen. Ein Gebot der Zeit ist, bei all der Verunsicherung die Solidarität in den Mittelpunkt zu stellen.

Gemeinsam ist es möglich, die Härten dieser auf uns zu kommenden Welle abzufedern. Gemeinsam können Menschen sich ergänzen: mit Fähigkeiten, mit Wissen und mit Ressourcen. Gemeinsam kann man sich Mut machen. Gemeinsam können wir alle gestärkt aus der Krise hervor gehen.

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

Den Vordruck für den Hausflur finden Sie hier: Aushang Nachbarschaftshilfe

Mitgliederversammlung und Jahresfeier

Montag
10 Feb
2020

Wie in jedem Jahr, stellten die Arbeitsbereiche des Alter Gasometer e.V. den Vereinsmitgliedern, dem Vorstand und den Kollegen ihre Arbeit vor. Die Kulturarbeit, die Jugendarbeit und die Demokratiearbeit sowie die Geschäftsstelle berichteten von ihrem Schaffen im Jahr 2019 und zeigten ihre Pläne für 2020. Dabei wurden auch die neuen Arbeitsfelder „Streetwork“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vorgestellt. Außerdem berichtete Geschäftsführer Mario Zenner von der positiven Entwicklung des Vereins, welche sich nicht nur Zahlen, sondern auch in der Bandbreite des Angebote ausdrückt. Ein guter Start in das Jubiläumsjahr 2020. Denn dieses Jahr ist ein ganz besonderes für unseren Verein, da gleich mehrere Jubiläen anstehen. Das Gebäude Alter Gasometer wurde vor 145 Jahren als Gaslager fertiggestellt und zählt heute zu den bedeutenden Industriedenkmälern Zwickaus. Vor 20 Jahren, am 23. August 2000 konnte nach rund 15 Monaten Sanierungszeit, der Alte Gasometer, nunmehr durch den Verein Alter Gasometer wiedereröffnet werden und der Verein Alter Gasometer ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 begann. Der erste öffentliche Aktionstag fand vor 30 Jahre, am 1. September 1990 in der Inneren Plauschen Straße statt. Ausführliche Informationen zu unseren Jubiläen finden sie hier.

Bei der anschließenden Jahresfeier konnten sich Mitglieder, Mitarbeiter und Partner des Vereins austauschen und einen angenehmen Abend verbringen. Wird danken hierbei natürlich dem Caterer VPS für das ausgezeichnete Buffet – diesmal mit dem Thema „Spanien“.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Team Event: Von Waldenburg nach Wolkenburg

Montag
23 Sep
2019

Manchmal ist es wichtig, dass man sich auch außerhalb der täglichen Arbeit austauscht, kennenlernt und gemeinsam etwas erlebt. Das bringt das Team zusammen und dient einer guten Arbeitsatmosphäre. Aus diesem Grund gab es für die Mitarbeiter des Alten Gasometer e.V. ein Team Event in Form eines tollen Ausflugs im Zeitsprungland. Die erste Station war das Schloss Waldenburg, in dem das Team eine ganz individuelle Führung erleben durften. Es durfte dabei sogar auf das Dach geschaut werden und neben vielen interessanten Geschichtlichen Informationen gab es auch einige Geheimnisse zu Entdecken. Ein großes Dankeschön geht dabei an Herr Hinke, welcher die Führung souverän durchführte. Im Anschluss begab sich das Gaso-Team auf die Mulde und paddelte in Zweier-Kajaks von Waldenburg nach Wolkenburg. Die Besetzung der Boote wurde zuvor ausgelost, wodurch der Zufall bestimmte, mit welchem Kollegen man sich der Herausforderung stellte. Auf dem Weg waren einige Hürden zu nehmen, denn der Fluss führte Niedrigwasser und so gab es einige Sandbanken und tückische Stromschnellen zu überwinden. Zum Glück war das Wetter ausgezeichnet und so war es auch zu verschmerzen, dass der ein oder andere nicht ganz trocken ans Ziel kam. In Wolkenburg erwartete die erschöpften und hungrigen Paddler ein leckeres Buffet, welches einen perfekten Ausklang für den schönen Tag bildete.

Wir danken dem Schloss Waldenburg für eine sehr interessante und kurzweilige Führung. Ebenso sagen wir Danke dem Kajak-Service-Waldenburg für die erlebnisreiche Paddeltour. Und Danke auch unserem Caterer, der Firma VPS Schwarz für die leckere Stärkung am Ende des Tages.

Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Donnerstag
14 Feb
2019

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung des Alter Gasometer e.V. waren viele Themen zu finden. Die Bereiche Kulturarbeit, Jugendarbeit und Demokratiearbeit sowie die Geschäftsstelle berichteten den Vereinsmitgliedern von ihrer Arbeit im Jahr 2018 und zeigten ihre Pläne für 2019.

Außerdem wurden zwei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen, darunter der AVIZ.EV, der Afrikaverein in Zwickau.

Einer der wichtigsten Punkte des Abends war allerdings die Wahl eines neuen Vorstandes. Dass es eine Veränderung geben würde, war schon am Anfang klar, da Friedrich Hähner-Springmühl nicht wieder für der Vorstand kandidierte. Stattdessen trat Christian Dzierzon, seit 2005 Mitglied im Verein, an und wurde sogleich in den Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand besteht somit weiterhin aus dem Vorsitzenden Sebastian Dietzsch, dem Stellvertreter Dr. Martin Böttger, der Schatzmeisterin Kathrin Köhler sowie – neu als Beisitzer –  Christian Dzierzon. Bei der anschließenden Jahresfeier konnten sich Mitglieder, Mitarbeiter und Partner des Vereins austauschen und einen angenehmen Abend verbringen. Wird danken hierbei natürlich dem Caterer VPS für das ausgezeichnete Buffet.

Neues Logo, Neues Design, Alter Gasometer!

Freitag
11 Jan
2019

Wir starten in das Jahr 2019 mit einem neuen Äußeren, bleiben aber der Alte Gasometer, wie man ihn kennt.

Nach fast 20 Jahren haben wir uns entschlossen, dem Design eine Erneuerung zu gönnen. Unter Beteiligung aller Mitarbeiter ist etwas Modernes und Authentisches entstanden. Ein großer Sprung für uns. Entdecken Sie unsere neue Website und freuen Sie sich über mehr Übersicht, technische Kniffe, schönere Bilder und ein neues Logo.

Ein neues Design: Was steckt dahinter?

Im Laufe des letzten Jahres wurde in Zusammenarbeit mit der Leipziger PR-Agentur AGENDA 17 und dem Leipziger Entwicklungsstudio für Software und Design pingpool ein neues Corporate Design entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein Hauptgrund war, dass das alte Design bereits viele Jahre alt und damit nicht mehr zeitgemäß war. Wir wollen besonders junge Menschen erreichen und müssen deshalb am Puls der Zeit bleiben. Weitere Gründe sind die Weiterentwicklung des Vereins, welche auch nach außen sichtbar sein soll. Die Investition war also notwendig, um weiterhin ein breites Publikum zu erreichen. Das neue Design ist außerdem auch vorausschauend, denn der Alter Gasometer e.V. feiert 2020 sein 30-jähriges Jubiläum. Es ist also auch so etwas wie ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk.

Das neue Corporate Design soll unsere inneren Werte nach außen tragen: Aufgeschlossenheit, Modernität, Engagement und Vielfalt. Außerdem soll die Dachmarke Alter Gasometer e.V. und unsere Bereiche Kulturarbeit, Jugendarbeit und Demokratiearbeit deutlich hervortreten.

Bei der Zusammenarbeit mit AGENDA 17 und pingpool gab es vorausgehend eine ausführliche Analyse des Ist-Zustandes und der angestrebten Ziele. Es sollte professionell, aber nichts „Übergestülptes“ werden. Deshalb stand gelebte Demokratie auf der Agenda und das Team wurde über Workshops in den gesamten Prozess integriert. Die Identität sollte gestärkt und nicht verwässert werden. Wichtig war und ist: Authentisch bleiben!

Was ist neu? Das neue Corporate Design ist umfassend und beinhaltet sowohl alle Printprodukte, wie Plakate, Flyer und natürlich das Programmheft, als auch den Onlinebereich mit Website und Social Media Profilen. Start für das neue Design ist Januar 2019. Aus Kostengründen werden einige Dinge aber erst Stück für Stück umgesetzt. Das umfasst besonders Beschriftungen am Haus und Werbemittel.

Wir fühlen uns wohl mit unserem neuen Äußeren und hoffen, dass es unseren Gästen, Teilnehmern und Partnern ebenso ergeht.

neues Corporate Design