Abschied von Happy

Mittwoch
06 Jan
2021

Leider haben wir noch eine traurige Nachricht. Unsere stete Begleiterin im Gaso „Happy“ hat es leider nicht in das neue Jahr geschafft. Happy war allen Mitarbeitern und auch vielen Besuchern des Alten Gasometers sehr ans Herz gewachsen. Die weiße Hündin unserer Kollegin Karina Wild aus dem Demokratiebereich, eroberte mit ihrem freundlichen Blick und ihrem sanften Wesen jedes Herz im Sturm. Happy lockerte den Arbeitsalltag auf und half beim Bewältigen so mancher stressiger Situation, denn ihre Anwesenheit tat einfach gut. Auch wenn sie manchmal einfach nur schlafend in den unmöglichsten Körperstellungen flauschig herumlag.

Leider müssen wir uns nun nach vielen Jahren, in denen sie treu an unserer Seite war, von ihr verabschieden. Sie erreichte ein stolzes Hundealter von 12 Jahren und wir wissen, dass sie bei ihrem Frauchen ein erfülltes Leben hatte.

In diesem Sinne: Leb wohl Happy, sagt das gesamte Team des Alten Gasometers.

Team Event 2020: Mit Boom. durchs Horch-Museum

Dienstag
05 Jan
2021

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, einmal im Jahr mit dem gesamten Team einen Ausflug zu machen. Dies bietet die Möglichkeit, dass man sich auch außerhalb der täglichen Arbeit austauscht, kennenlernt und gemeinsam etwas erlebt. Es bringt das Team zusammen und sorgt für eine gute Arbeitsatmosphäre. Wir nutzten die Zeit der Lockerungen zwischen den beiden Lockdowns 2020 und legten den Fokus dieses mal sehr auf die Industriekultur – sehr passend, denn 2020 war das Jahr der Industriekultur.

Aus diesem Grund gab es für die Mitarbeiter und Vorstände des Alten Gasometer e.V. ein Team Event in Form eines Besuches der 4. Sächsische Landesausstellung Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen und des August Horch Museums in Zwickau. Hier konnten die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Entwicklung der Region erfahren und viele faszinierende historische Exponate sehen. Da der Alte Gasometer ebenso Teil der regionalen Industriegeschichte und damit der Industriekultur ist, war das Ganze natürlich von besonderem Interesse. Zumal wir uns 2020 in einem Jubiläumsjahr befanden. Das Industriedenkmal Alter Gasometer wurde 145 Jahre, die Soziokultur in Zwickau 30 Jahre und das Soziokulturelle Zentrum Alter Gasometer 20 Jahre alt. Das I-Tüpfelchen war nach einem leckeren Mittagessen im August Horch Restaurant das August Horch Museum. Hier gab es viele wunderschöne Oldtimer zu sehen und es wurden auch Erinnerungen an die Zeit vor der Wende wach, wenn man z.B. den Trabi mit Campinganhänger „Klappfix“ begutachtete.

Wir danken der 4. Sächsische Landesausstellung Boom. und dem August Horch Museum für sehr interessante und kurzweilige Führungen. Ebenso sagen wir Danke an das August Horch Restaurant für die ausgezeichnete Stärkung zwischendurch.

Jahresrückblick in Bildern 2020 – Ein ganz spezielles Jahr…

Sonntag
27 Dez
2020

Das Jahr 2020 stellte den Verein Alter Gasometer vor ganz spezielle Herausvorderungen. Und nicht nur uns ist es so ergangen, eine ganze Gesellschaft musste neu denken und ihren Weg finden. Dennoch war es für uns ein Jahr mit viel Soziokultur, denn wir haben uns nicht beirren lassen und nach einem guten Start mit einer Vollbremsung im März nicht aufgegeben. Mit der Sommerbühne haben wir ein ganz neues Format geschaffen und auch unter den gegebenen Einschränkungen ein großes Kulturprogramm angeboten. Aber auch die Jugend- und Demokratiearbeit blieben dran und organisierten so einiges: Ferienprogramme, Streetwork, digitale Angebote oder auch ein großes Wahlforum zur Oberbürgermeiste*innenwahl in Zwickau. Viel los war auch im Historischen Dorf, welches Programme und Workshops so lange angeboten hat, wie es erlaubt war.

Genießt unseren fotografischen Jahresrückblick und schöpft Hoffnung, dass es auch unter Einschränkungen Soziokultur geben kann.

Wir danken allen, die uns in dieser Zeit unterstützt haben und weiter unterstützen. Das Team des Alten Gasometer e.V. engagiert sich weiter und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Bleibt gesund und rutscht gut rein in ein – hoffentlich besseres – Jahr 2021.

Euer Team des Alter Gasometer e.V.

Projekttage bei VW

Freitag
13 Nov
2020

Mit einer Gruppe von 18 Auszubildenden der VW Sachsen GmbH, im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, setzten wir uns, im Saal des Alten Gasometers im Rahmen der betrieblichen Ausbildung bei Volkswagen Sachsen, mit den Themen Heimat, weltweite Ressourcenverteilung, Flucht, Asyl und Mediennutzung auseinander.

Mit Hilfe verschiedener Methoden, wie dem „Resource Chair“ und dem Lebendigen Buch; ein Geflüchteter erzählte seine Geschichte und beantwortete die Fragen der Anwesenden; wurde den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben die Themenfelder auf andere Art und Weise zu bearbeiten und neue Perspektiven zu erfahren. Außerdem setzten sich die Teilnehmer mit dem Thema Kommunalpolitik auseinander und konnten sich mit Themen beschäftigen, die sie für wichtig erachten. Im Anschluss daran  beschäftigten sie sich mit diesen Themen und ersannen Ideen, wie man diese Probleme lösen kann und somit Veränderungen erreichen kann.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Gedenken an die Pogromnacht

Montag
09 Nov
2020

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten deutschlandweit Synagogen, die jüdische Bevölkerung war Verfolgung, Demütigungen und Gewalt ausgesetzt, auch bei uns in Zwickau. Der Betsaal der Jüdischen Gemeinde wurde in Brand gesteckt, der jüdische Friedhof geschändet und Geschäfte verwüstet. Etwa 100 Zwickauer Juden wurden verhaftet und schließlich in das KZ Buchenwald verschleppt.
Die an dem Gebäude am Georgenplatz angebrachte Tafel zeigt den Davidsstern, in hebräischer sowie deutscher Sprache den Satz „DIE ERINNERUNG AN EUCH IST UNS KOSTBAR“ sowie den Text „Von hier aus wurden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft unschuldige Menschen, vor allem jüdische Bürgerinnen und Bürger, deportiert, in Konzentrationslager verschleppt, ermordet. In diesem Gebäude befand sich von 1935 bis 1950 das Polizeipräsidium.“
Das Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat am Georgenplatz und am jüdischen Friedhof Blumen niedergelegt.

Gedenken an die Opfer des NSU zum 9. Jahrestag der Selbstenttarnung

Mittwoch
04 Nov
2020

Am 4.11.2011 gab es einen lauten Knall in der Frühlingsstraße in Zwickau. Danach kam ans Licht, was der Nationalsozialistische Untergrund angerichtet hatte. Zehn Menschen verloren ihr Leben und noch viele mehr litten und leiden noch heute darunter. Zum 5. Jahrestag des Bekanntwerdens dieses Verbrechens gestalteten die Sternendekorateure, eine Künstlergruppe, Gedenkbänke und tragen seither zum Erinnern und Gedenken bei.

Zwischen 14 und 17 Uhr standen die Gedenkbänke für die Opfer des NSU am Schumannplatz. Etwa 250 Menschen kamen in den drei Stunden vorbei, legten Blumen nieder, hielten inne und zündeten Kerzen an. Gedenken in Zeiten von Corona.

Fehlen durften natürlich auch nicht die üblichen „Und wann gedenkt ihr den Deutschen?“ Sprüche. Wer ist denn Ihr? Für Gedenken ist jede/r einzelne verantwortlich. Dafür gibt es keine Dienstleistende. Genau wie Gedenken nicht in Herkunft der Opfer unterschieden wird.

Am Abend standen die Bänke dann ab 17.00 Uhr im Stadion des FSV Zwickau zum Heimspiel des FSV Zwickau gegen Türkgücü München in der GGZ Arena mit der Botschaft:

Unvergessen seid Ihr … Ihr, die ihr ein sinnloses, menschenunwürdiges Lebensende fandet. Ihr wart Menschen, die unsere Gesellschaft bereichert haben. Geschändet für eine Ideologie, die von tiefstem Hass auf Andersdenkende, Anderslebende, Andersaussehende, Andersliebende, Andersgläubige geprägt war und ist. Ihr wurdet unschuldig geboren und wurdet unschuldig getötet, beschuldigt und freigesprochen. Einige der wahren Schuldigen aber leben noch unter uns und verschwenden keine Gedanken an Euch. Gelegentlich suchen sie sich neue Opfer – in Halle und Hanau, aber auch in Paris, Nizza und jetzt Wien.

In unserer Verantwortung liegt, dass der Prozess der Aufarbeitung weiter geht. Heute erinnern wir an Eure Geschichte und denken an Euch und Eure Angehörigen. Ihr wart Menschen wie wir!

Ole´s Filmquiz

Donnerstag
29 Okt
2020

Noch einmal Kultur im Alten Gasometer. Und dann gleich in geballter Form. Die zweite Auflage von Ole´s Filmquiz bot eine echte Filmrosine der 90er Jahre, die damals wie heute nicht aktueller sein könnte. Thema: Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen und der perfide Wahlkampf! Das alles für Liebhaber*innen des Films als Original mit Untertitel. In der anschließenden Quizrunde kämpften 6 Teams um den Tagessieg, den das erfahrene Lehrerinnenteam mit einem Start-Ziel-Sieg einfuhr. Die Fragen gab es in drei Kategorien: aktueller US-Wahlkampf, Fragen zum Film, Fragen zur amerikanischen Politik.

Zum Film:

„Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1997. Die frei erfundene Satire basiert auf dem Roman American Hero von Larry Beinhart.

Als dem US-amerikanischen Präsidenten zwei Wochen vor der Wiederwahl vorgeworfen wird, eine minderjährige Schülerin sexuell belästigt zu haben, engagiert sein Wahlkampfteam Conrad „Mr. Fix-It“ Brean, um die Wahl zu retten.

Brean sieht die einzige Möglichkeit darin, die Aufmerksamkeit der Medien auf einen (fiktiven) Krieg zu lenken, den er mit Hilfe des Filmproduzenten Motss in Szene setzt. Die Wahl fällt auf Albanien als Gegner, weil die Öffentlichkeit über dieses Land nichts weiß. Im Studio werden angebliche Augenzeugenberichte produziert, woraufhin in den Nachrichten die Meldung verbreitet wird, die USA zögen gegen Albanien in den Krieg, nachdem albanische Terroristen eine Atombombe in einem Koffer versteckt in die USA schmuggeln wollten. Das alles mit Erfolg!

Ironischerweise beginnt im echten Leben ein Jahr später das Impeachment-Verfahren gegen US-Präsident Clinton wegen der Vorwürfe der sexuellen Belästigung  seiner Praktikantin Monica Lewinsky. In dieser Zeit bombardierte Clinton vier Staaten!

Danke an alle helfenden vom Filmclub und die tollen Gäste!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Neu geschaffener Kommunaler Präventionsrat der Stadt Zwickau vorgestellt

Montag
26 Okt
2020

Am 26.10. wurde im Rathaus der neu geschaffene Kommunale Präventionsrat der Stadt Zwickau samt Lenkungsgremium vorgestellt. Auch unser Arbeitsbereich Demokratiearbeit  hat einen Sitz.

Das Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region begrüßt dieses Gremium ausdrücklich. Bereits 2017 hatten wir ein ähnliches Gremium in Gesprächen mit dem damaligen Polizeipräsidenten der Stadt Zwickau und der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau angeregt. Allerdings noch ohne Erfolg. Durch eine Initiative des Landespräventionsrates und des Sächsischen Innenministeriums ist die Stadt Zwickau aber nun im Boot! Wir freuen uns!

Hier mehr dazu:

https://www.zwickau.de/…/pressemitteilu…/2020/10/429.php

Bewusstseinskabarett in der Fucikschule mit Fatih Çevikkollu

Mittwoch
14 Okt
2020

Es ist dem Alten Gasometer gelungen den Bewussteinskabarettisten Fatih Çevikkollu für ein kleines Gastspiel in der Fucikschule zu gewinnen. Im gemeinsamen Gespräch ging es auf Entdeckungsreise, zu den eigenen Vorurteilen und der damit verbundenen Ausgrenzung.  Fatih Çevikkollu sensibilisierte die Schüler und Schülerinnen in ihrem Alltag achtsam zu sein. Das kleine Gastspiel knüpfte thematisch an den Lehrplan des Gemeinschaftskundeunterricht an. Die Schüler und Schülerinnen besprachen mit Fatih Çevikkollu Werte und Regeln des menschlichen Zusammenlebens und im Klassenverband. So gab es auch für die anwesenden Lehrer die ein oder andere Überraschung zu hören.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Sind zehn Bäume genug?! Zwickau diskutierte über NSU-Aufarbeitung und Gedenken

Dienstag
13 Okt
2020

Mit dem Kölner Kabarettist Fatih Çevikkollu

Ist der Gedenkhain für die zehn Opfer des rechten Terrortrios NSU am Schwanenteich das finale Statement der Stadt oder kann und muss Zwickau noch mehr tun? Meint Gedenken und Aufarbeiten überhaupt dasselbe? Diese Fragen wurden am Dienstagabend, 13.10.2020,  mitunter hitzig diskutiert.

Im Podium schilderte der Kölner Kabarettist Fatih Çevikkollu, dass auch das Gedenken an das Nagelbombenattentat der Rechtsterroristen vor einem Friseurgeschäft in der Keupstraße ein zähes Ringen ist. Stadtrat Christian Siegel (CDU/FDP-Fraktion) und Ulrike Lehmann, Zwickaus Integrations- und Ausländerbeauftragte, plädierten dafür, dass jede Form des Gedenkens die Bürger*innen der Stadt mitnehmen müsste.

Jakob Springfeld – für seine Engagement gegen rechts eben erst mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet – setzt sich hingegen für ein deutlicheres Zeichen ein: Zwickau brauche endlich ein Dokumentations- und Bildungszentrum. Auf einem „Gast-Stuhl“ konnte sich zudem das Publikum in die Diskussion einbringen. Auch hier wurde deutlich: Zehn Bäume sind ein guter Anfang, aber um antidemokratischen Tendenzen entgegen zu wirken, braucht es vor allem mehr Aufklärung zu rechten Strukturen.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.