SOZIOKULTUR ERWACHT MIT SOMMERPROGRAMM AUS CORONA-ZWANGSPAUSE

Donnerstag
28 Mai
2020

Der Verein Alter Gasometer belebt die Soziokultur in Zwickau wieder.

Am Donnerstag den 28.05.2020 informierte der Verein Alter Gasometer in einem Pressegespräch an der neuen Sommerbühne im Garten über die aktuelle Lage des Vereins, über die Bewältigung der Krise und die Pläne für die Zukunft.

Durch die behördliche Untersagung der Angebote seit gut 11 Wochen nimmt der wirtschaftliche Druck zu. Bisher rechnet der Verein mit rund 80.000€ Mindereinnahmen. Durch die Haushaltssperre der Stadt Zwickau folgen weitere Probleme. Seit Ende April erhält der Verein keine städtischen Gelder für seine Jugend- und Kulturarbeit. Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung soll der Verein in 2020 rund 108.000 weniger Förderung wie ursprünglich beantragt erhalten. Mit rund 180.000€ weniger müsste der Verein nun auskommen. Unverschuldet und Mitten im Jahr. Ein Schlag ins Gesicht für den Verein, welcher regional und überregional immer wieder für seine Arbeit gelobt und geschätzt wird. Der Verein appelliert daher an den Stadtrat dieser Verwaltungsvorlage nicht zustimmen und mindestens die Gelder der Vorjahresförderung zur Verfügung zu stellen.

Auch in den letzten Wochen stand die Arbeit nicht still. Eine Vielzahl wurde in die Wege geleitet. Von Koordinierung von Nachbarschaftshilfe, der Produktion von Mengen von Mund-Nase-Masken für soziale Einrichtungen bis hin zu digitalen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Das Team steckt seinen Kopf trotz allem noch nicht in den Sand. Heute präsentierten die Arbeitsbereiche ein „Corona-Sommerprogramm“ mit rund 35 Angeboten für Kinder, für Jugendliche, generations-übergreifend, für Familien und Senioren.

Ausführliche Informationen und das Sommerprogramm finden Sie unten stehend im PDF zum Download.

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Engagement für Soziokultur in der Zwickauer Region

Dienstag
21 Apr
2020

Aufruf: Spendenkampagne für den Verein Alter Gasometer

Soziokultur lebt vom Kontakt mit Menschen vor Ort. Dies macht es in der Corona-Pandemie sehr schwer für den Verein Alter Gasometer, denn es können keine Projekte und Veranstaltungen stattfinden. Der Verein entwickelte in den letzten Wochen zwar eine Vielzahl von Hilfsangeboten und interaktiven Onlineangeboten, aber dennoch fehlt uns auch ein erheblicher Teil unserer Einnahmen. Das ist, wenn es über eine längere Zeit geht, leider existenzbedrohend.

Gegenwärtig bleibt für den Verein die Zukunft offen. Nach der behördlichen Untersagung unserer Arbeit seit dem 13. März fehlen noch immer konkrete finanzielle Unterstützungen für Einnahmeausfälle durch den Wegfall von Veranstaltungen.

Auch wenn wir wissen, dass sich die meisten unserer befreundeten Einrichtungen des Vereins ebenfalls in prekären Lagen befinden, hoffen wir, dass wir auf Euren Support zählen können.

Für den Alter Gasometer e.V. zu spenden ist deshalb ein Weg, dabei zu helfen, dass es nach der Krise noch eine vielfältige Soziokultur in der Zwickauer Region gibt.

Möglichkeiten gibt es hier:

2020 – Jubiläum vs. Corona

Das Jahr 2020 sollte ein ganz besonderes Jahr für den Verein werden, denn es stehen gleich mehrere Jubiläen an.

Das Gebäude Alter Gasometer wurde vor 145 Jahre als Gaslager fertiggestellt und zählt heute zu den bedeutenden Industriedenkmalen Zwickaus.

Vor 20 Jahren, am 23. August 2000 konnte nach rund 15 Monaten Sanierungszeit, der Alte Gasometer, nunmehr durch den Verein Alter Gasometer, wiedereröffnet werden. Der Verein ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte, die im Herbst 1989 begann.

Der erste öffentliche Aktionstag fand vor 30 Jahre, am 1. September 1990 in der Inneren Plausche Straße statt.

Ausführliche Informationen zu den Vereinsjubiläen finden sie hier: https://www.alter-gasometer.de/service/jubilaeen/

Nun hat der Corona Virus das öffentliche und private Leben seit Anfang März fest im Griff. Die Folgen für Mensch und Wirtschaft sind nicht absehbar. Die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Familienangehörigen und Freunden steht dabei an erster Stelle. Aber auch existenzielle Sorgen kommen schnell dazu. Mit der behördlichen Schließung aller Angebote im Alten Gasometer als auch an externen Stellen seit dem 13. März und auf unbestimmte Zeit, nimmt auch der wirtschaftliche Druck für den Verein Alter Gasometer täglich zu.

Hohe Einnahmeverluste – kaum staatliche Hilfen bisher

„Seit rund 5 Wochen (Stand 20.04.) bleiben Einnahmen, insbesondere in unserem Kulturbereich aus. Rund 25.000€ sind dies monatlich. Und noch ist ein Ende der durch die Behörden festgelegten Schließzeit nicht abzusehen.“ (Zitat: Mario Zenner, Geschäftsführer Alter Gasometer e.V.)

Am 30. April entscheidet die Bund-Länder-Kommission über weitere Lockerungen. Folgend immer im 14-tägigen Zyklus.

„Sollte insbesondere der Kulturbetrieb nicht zeitnah anlaufen können, summieren sich Einnahmeverluste schnell in einen sechsstelligen Bereich. Natürlich haben wir im Rahmen unserer und der gesetzlichen Möglichkeiten Kosten reduziert oder verschoben. So stunden wir Sozialabgaben, GEMA und KSK-Kosten und arbeiten an Steuerentlastungen. Personalkosten reduzieren sich über erste Kurzarbeitsmodelle. Unabhängig von ersten Reduzierungen lassen sich aber nicht alle (vertraglichen) Kosten ohne weiteres minimieren. Auch nicht mit dem Blick, bei Möglichkeit, den Betrieb wieder zügig anlaufen zu lassen. Die Vorbereitungen dafür laufen stetig. Die letzten Wochen galt es Künstlerauftritte, Kinoveranstaltungen, Einmietungen abzusagen, zu verschieben, umzubuchen. Daran wird nichts verdient, man macht Zusatzarbeit und verursacht zusätzliche vorzufinanzierende Kosten, ohne Einnahmen zu generieren.“
(Zitat: Mario Zenner, Geschäftsführer Alter Gasometer e.V.)

Dem Verein ist bewusst: Die Kultur wurde mit als erstes abgesagt – und Kultur wird mit die letzte sein, die nach Ende des Corona-Lockdowns wieder möglich sein wird. Insofern betrifft der Lockdown die Kulturschaffenden ganz besonders hart, wie nur wenige andere Branchen. Monate komplett ohne Einnahmen, bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten! Und dies betrifft nicht nur den Verein Alter Gasometer – an jeder durch den Verein initiierten oder begleiteten Kulturveranstaltung hängen eine Vielzahl von Partnern: Servicekräfte, Techniker, Security, Fotografen, Caterer, Hotels, Blumenläden.

„Als gemeinnütziger Verein mit mehr als 10 Mitarbeiter*innen stehen uns aktuell kein Hilfsfonds seitens des Bund, des Land Sachsen, dem Landkreis oder der Stadt Zwickau zur Verfügung. Seit rund 4 Wochen stehen wir hier intensivste im Austausch mit Bundes- und Landespolitikern und Verwaltungen. Bisher konnte uns (und vielen anderen vergleichbaren Kultureinrichtungen) nicht geholfen werden.“ (Zitat: Mario Zenner, Geschäftsführer Alter Gasometer e.V.)

In der aktuellen Situation gibt es keine einfachen wirtschaftlichen Lösungen. Kredite helfen nicht weiter. Darlehen im sechsstelligen Bereich zur Absicherung von Liquiditätsengpässen kann ein gemeinnütziger Verein nicht ohne weiteres zurückzahlen. Einerseits akzeptieren die Fördermittelgeber Tilgungen nicht als zuwendungsfähige Ausgaben, anderseits kann nach der Corona-Krise nicht einfach mehr produziert werden – es können nicht doppelt so viele Veranstaltungen durchgeführt und nicht doppelt so viel Getränke verkauft werden. Außerdem ist die Zahl der möglichen Konzerte in der Zwickauer Region sowohl dadurch begrenzt, dass die Gästezahl begrenzt ist, als auch durch den Fakt, dass diese sich nicht beliebig steigern lässt.

„Es droht die Zahlungsunfähigkeit noch im Sommer. In dieser Situation benötigen wir Euch und Sie. Aber nicht nur auf diese Unterstützung sind wir angewiesen. Vor allem benötigen wir und alle vergleichbaren Kultureinrichtungen staatliche Hilfen. Benötigt wird ein großzügig ausgestalteter Nothilfefonds, der die besonderen Bedingungen der Kulturszene berücksichtigt, also die ganze bunte Vielfalt all der Menschen, die das Land mit dem Grundnahrungsmittel „Kultur“ versorgen. Es braucht außerdem einen unkomplizierten Zugang für gemeinnützige Träger zu Wirtschaftshilfen und die Übernahme von Garantien für freie Träger durch den Staat.“ (Zitat: Mario Zenner, Geschäftsführer Alter Gasometer e.V.)

 

Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht:

„Der Kulturbereich spürt die verheerenden Wirkungen der Seuche gleich dreifach. Wie alle Menschen sind wir von gesundheitlichen Risiken der Pandemie betroffen, zusätzlich können viele Kulturschaffende ihrer Arbeit, die sehr oft viel mehr als nur Broterwerb ist, nicht mehr nachgehen und die wegbrechenden Einnahmen bringen viele Kulturunternehmen und Solokünstler in existenzielle Not.“ (Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates)

Das Soforthilfepaket der Bundesregierung und des Freistaates ist ein erster Schritt, die besonderen Bedingungen der Kulturbetriebe und Soziokulturellen Zentren sind darin allerdings nicht berücksichtigt und die Lösungsvorschläge sind noch oberflächlich, unverbindlich und eher wenig überzeugend.

Fördermittel in Gefahr

Reduzierte Eigenmittelerwirtschaftungen kommen den Verein in zweifacher Hinsicht teuer zu stehen. Einerseits schmälern sie bedrohlich die Liquidität, andererseits gefährden sie zusätzlich die Verwendung bewilligter Fördermittel. Ein Großteil der Fördermittelbescheide werden anteilig am Projekthaushalt bewilligt. Ein sinkender Haushalt bedeutet zusätzlich Mindereinnahmen durch Fördermittel. Anderseits müssen bei allen Fördermitteln Eigenmittel ausgewiesen werden. Sind diese aber nicht mehr zu erwirtschaften, besteht die Gefahr, dass Fördermittel nicht mehr umfänglich ausgezahlt werden. Ein Teufelskreislauf den momentan nur wenige Fördermittelgeber im Rahmen ihres Ermessens kulant zu Gunsten der Betroffene interpretieren.

  

Was passiert mit den Spenden?

Das Geld wird benötigt, um Einnahmeverluste durch ausbleibende Ticketverkäufe und Vermietungen sowie geschlossener Gastronomie zu kompensieren. So können wichtige Anteile zur Co-Finanzierung von Fördermitteln aufgebracht und laufende Betriebskosten weiterhin gezahlt werden. Somit wird in erster Linie der Fortbestand des Vereins Alter Gasometer gesichert.

Geschlossen, und nun? Kein Stillstand im Alten Gasometer!

Bis vorerst zum 3. Mai ist der öffentliche Betrieb untersagt.  Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt herumsitzen und Däumchen drehen. Aber was steht an, wenn wir keine Veranstaltungen und Projekte durchführen? Die Antworten auf diese Frage sind überraschend vielfältig.

Fördermittel müssen abgerechnet werden, neue Konzepte sind zu entwickeln und Veranstaltungen umzubuchen. Technik wird gewartet, Reinigungen und Desinfizierungen erfolgen, begonnene Renovierungen von Räumen und angefangene Umrüstungen von Haustechnik muss zum Abschluss gebracht werden.

Doch damit gibt sich der Verein Alter Gasometer nicht zufrieden.

Der Bereich Kulturarbeit ist neben dem Verschieben von Veranstaltungen bereits dabei, das Programm ab Herbst mit vielen interessanten Künstlern zu füllen. Die Planungen gehen hierbei schon weit in das Jahr 2021 hinein. Für das Kino Casablanca wurde eine „video on demand“-Möglichkeit geschaffen, damit man auch Zuhause Filmperlen genießen kann und das Kino dabei auch noch finanziell unterstützt wird.

Die Jugendarbeit liegt ebenso wenig brach, denn wenn man die Jugendlichen nicht vor Ort oder – im Falle des Streetworkteams – auf der Straße trifft, dann gibt es noch andere Wege. Neben der Beratung per Telefon oder E-Mail haben wurde ein virtueller Jugendtreff über die Plattform „Discord“ entwickelt. So können sich die Jugendlichen, statt in den realen Jugendtreffs, nun vorerst hier treffen. Die Sozial- und Kulturpädagogen des Vereins sind natürlich als Moderatoren mit dabei und bei Problemen gibt es auch die Möglichkeit zu privaten Gesprächen. Außerdem gibt es im neuen virtuellen Jugendtreff kleine Videopodcasts aus dem Historischen Dorf, Lern- und Quizbereiche sowie eine virtuelle Minecraft Welt unter dem Thema „Zwickau 2020 – mitgestalten“.

Im Historischen Dorf wird weiter gebaut. Es entsteht ein Biotop und Tierställe für das Projekt „Grünes Klassenzimmer“.

Auch die Demokratiearbeit ruht nicht, denn es werden verschiedene Veranstaltungen vorbereitet. So schaut man zum Beispiel schon in den Herbst – es gilt das 2. Zwickauer Bürgerfest am 3. Oktober und die Novembertage vorzubereiten. Des Weiteren sind ein Podcast mit interessanten Themen und Interviewpartnern sowie eine Online-Variante des beliebten Kneipenquiz in Vorbereitung. Ganz nebenbei organisiert das Team auch noch eine Nachbarschaftshilfe, damit Menschen in Quarantäne zum Beispiel mit Einkäufen geholfen werden kann.

Natürlich ist das nicht alles, denn zusätzlich werden fleißig Mund-Nase-Masken genäht. Die Masken werden natürlich für unsere Mitarbeiter produziert aber u.a. auch für das Heinrich-Braun-Klinikum, die Einrichtungen der Diakonie Stadtmission Zwickau e.V. und weitere unserer Partner und Nachbarn.

Eine Social-Media-Kampagne mit Tipps und Informativem zur Corona Krise läuft im 3-tägigen Wechsel.

Es wird also nicht langweilig im Verein Alter Gasometer, denn Soziokultur findet immer Wege, sich in die Gesellschaft einzubringen: Selbst, wenn man nicht nach draußen kann!

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

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Mit Herz und Verstand – WIR.GEMEINSAM.

Mittwoch
18 Mrz
2020

Das Covid-19-Virus bestimmt das gesellschaftliche und persönliche Leben von uns allen. Einigen geht es dabei besser – anderen schlechter. Genau darum geht es jetzt: Sich nicht verschließen und achtsam sein, denn oftmals sind es kleine Dinge, mit denen man in seinem Umfeld etwas tun kann.

Für alle Menschen ist das Covid-19-Virus eine Bedrohung ihres gewohnten Lebens. Viele Menschen stehen plötzlich vor Herausforderungen, die teilweise bis an die Grenzen der Existenz gehen. Deshalb geht es jetzt um Solidarität miteinander. Das heißt konkret, sich für all die Menschen zu vernetzen, deren Existenz im Moment massiv bedroht ist – oder wer einfach nur Hilfe beim Einkauf braucht.

Deshalb hat sich der Verein Alter Gasometer zum Ziel gesetzt, hier direkt und indirekt tätig zu werden. Natürlich immer im Rahmen dessen, was die offiziellen Empfehlungen sagen (keine Hände schütteln, keine Umarmungen, Nies- und Hustetikette einhalten etc.).

Zuallererst appellieren wir aber an alle, den behördlichen Auflagen Folge zu leisten und soziale Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Nur, wenn wir uns alle aktiv gegen die Verbreitung des Corona-Virus stämmen, kann die Eindämmung gelingen.

Der Verein startet hiermit den Aufruf, Abstand zu halten und trotzdem auf die Menschen zuzugehen. In einer Social Media Kampagne gibt der Verein konkrete Tipps und bietet der unmittelbaren Nachbarschaft an, auch persönlich Hilfe zu Leisten.

Damit dies aber nicht nur rund um den Alten Gasometer passiert, wurde ein Vordruck erstellt, den jeder Bürger in seinem eigenen Hausflur aushängen kann. Es ist letztlich eine klassische Suche-Biete-Liste, welche hilft, Menschen miteinander zu verbinden. Wird Hilfe beim Einkaufen gebraucht, weil jemand nicht selbst gehen soll, da er z.B. zur Risikogruppe zählt? Muss der Hund Gassi aber Frauchen oder Herrchen können wegen der Quarantäne nicht raus? Oder leiht man einfach mal jemandem ein Ohr, damit er nicht so einsam ist. Dies geht dann natürlich auch telefonisch oder von Balkon zu Balkon. Die Möglichkeiten sind vielfältig und man kann hier gerne kreativ sein, wenn man den Eigenschutz nicht vergisst.

Schlussendlich bedeutet die aktuelle Situation auch eine tiefe Verunsicherung des Einzelnen und der Gesellschaft im Ganzen. Ein Gebot der Zeit ist, bei all der Verunsicherung die Solidarität in den Mittelpunkt zu stellen.

Gemeinsam ist es möglich, die Härten dieser auf uns zu kommenden Welle abzufedern. Gemeinsam können Menschen sich ergänzen: mit Fähigkeiten, mit Wissen und mit Ressourcen. Gemeinsam kann man sich Mut machen. Gemeinsam können wir alle gestärkt aus der Krise hervor gehen.

Mit Herz und Verstand – #wirgemeinsam

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Verein Alter Gasometer stellt öffentlichen Betrieb ein!

Freitag
13 Mrz
2020

Reaktionen auf die aktuelle Corona-Pandemie

Als Verein Alter Gasometer werden wir den behördlichen Empfehlungen folgen und ab sofort und bis auf Weiteres (vorerst 30.04.2020) alle öffentlichen Angebote des Vereins im Alten Gasometer als auch extern ruhen lassen. Dazu zählen alle Angebote unserer Arbeitsbereiche Kulturarbeit, Jugendarbeit und Demokratiearbeit, so z.B. das Kino Casablanca, der Offene Jugendtreff, das Historische Dorf Zwickau, unsere Streetwork-Angebote, Netzwerktreffen, Seminare, Konferenzen etc.

Insbesondere im Bereich der sozialen Arbeit stehen bei Bedarf Kindern und Jugendlichen unsere Mitarbeiter im Jugendbereich telefonisch unter 0375 / 277 21 21 oder unser Streetwork-Team unter 0175 / 827 67 94 zur Verfügung.

Für Rückfragen bezüglich ausfallender oder verschobener Veranstaltungen, Ticketregress, Einmietungen etc. können Sie unsere Mitarbeiter im Kulturbereich unter 0375 / 277 21 22 bzw. per E-Mail erreichen.

Bei Fragen zu Seminaren, Projekttagen und Veranstaltungen des Demokratiebereiches nutzen sie bitte folgende Telefonnummer 0375 / 277 21 17 oder die jeweiligen E-Mail-Adressen.
Der interne Betrieb des Vereins wird vorerst Aufrechterhalten. Dazu zählt auch der Ticketshop zur Rückerstattung abgesagter Veranstaltungen. Alle Mitarbeiter sind über die entsprechenden Kontakte ansprechbar. Diese finden Sie auf unserer Webseite.

Wir unterstützen ausdrücklich die Intentionen, durch Schließung von öffentlichen Einrichtungen und eine allgemeine Kontaktminimierung, die Corona-Pandemie einzudämmen.
Der Verein sieht mit Sorge in die Zukunft, denn die wirtschaftliche Belastung durch die Einschränkungen ist erheblich. Es brechen durch die Schließung u.a. des Veranstaltungsbetriebes Mittel in existenzbedrohenden Größenordnungen weg. Deshalb appellieren wir gleichzeitig schon jetzt an Politik und Verwaltung, über einen „Kulturrettungsschirm“ für die Kultur- und Kreativwirtschaft nachzudenken.

Unabhängig der wirtschaftlichen Sorgen des Vereins wünschen wir allen eine rasche Bewältigung der Krise und hoffen, dass alle diese schwierige Zeit so gesund wie möglich überstehen.
Wir danken für Ihr Verständnis und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im Alten Gasometer.

Aktuelle Informationen finden Sie hier auf unserer Homepage.

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Coronavirus – Hinweise und Maßnahmen

Mittwoch
11 Mrz
2020

Reaktion auf die aktuelle Lage und die Allgemeine Verfügung des Landkreises Zwickau zu Großveranstaltungen

Die Coronavirus-Epidemie geht auch am Verein Alter Gasometer nicht folgenlos vorüber. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter steht auch bei diesem Thema an erster Stelle. Deshalb hält sich das Team immer auf dem aktuellen Informationsstand und reagiert entsprechend. Es besteht auch ein intensiver Austausch mit den jeweiligen Behörden. Außerdem erfolgen verschärfte Hygienemaßnahmen im gesamten Gebäude und Verhaltensregeln für die Mitarbeiter.

Selbstverständlich orientieren wir uns an den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Institutes und der zuständigen Behörden.

Der Landkreis Zwickau hat Veranstaltungen über 1000 Personen ab dem 13.03.2020 untersagt und Veranstaltungen ab 200 Personen genehmigungspflichtig erklärt.

Auch für eine Vielzahl von Veranstaltungen des Vereins Alter Gasometer, am Standort Alter Gasometer und weiteren Veranstaltungsorten, trifft dies zu. Wir informieren deshalb unsere Gäste auf der Startseite unserer Homepage tagesaktuell über alle relevanten Informationen, ob Veranstaltungen stattfinden oder nicht. Ab dem 12.03.2020 befinden sich einige Veranstaltungen noch im behördlichen Anmeldeverfahren. Wir informieren in einer Liste über den aktuellen Stand.

Die Lage ist jedoch sehr dynamisch und wir reagieren gegebenenfalls auf Änderungen und Auflagen. Aktuell gelten diese Regelungen bis zum 30.04.2020.

Die Behörden empfehlen Menschen, die sich krank fühlen, an Vorerkrankungen leiden oder aus anderen Gründen anfällig für Infektionen sind, zum eigenen Wohlergehen und der Sicherheit anderer, Veranstaltungen zu meiden. Wir bitten unsere Gäste, sich an die Husten- und Niesetikette zu halten und die ausgehängten Hygienehinweise zu beachten.

Aktuelle Informationen vom Landkreis Zwickau finden Sie hier: www.landkreis-zwickau.de

Aktuelle Informationen zur Corona-Epidemie finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html

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Veranstaltungsreihe „Novembertage 2019“

Donnerstag
10 Okt
2019

Erinnern, Gedenken und Zusammenkommen in Zwickau

Rund um den schicksalshaften und geschichtsträchtigen Monat November blicken wir zurück in die Historie unseres Landes und der Stadt Zwickau. Reichspogromnacht, Friedliche Revolution und der National-sozialistische Untergrund (NSU) sind Themen, mit den wir uns auseinandersetzen wollen und müssen. Oder anders gesagt: Nationalsozialismus und Menschenfeindlichkeit damals und heute, DDR-Unrechtsstaat aber auch der Mut der Menschen, sich dagegen aufzulehnen für Werte, die für nachfolgende Generationen inzwischen selbstverständlich sind. Wir wollen daher nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern auch das Leben in Gegenwart und Zukunft gestalten. Dies tun wir in diesem Jahr mit den verschiedensten Formaten. Mal ernst. Mal locker. Bei Theater und Kabarett, bei Kneipenquiz und Lesungen, bei Stadtrundgängen und Diskussionsrunden. Bei Konzerten und Kino. Auch das „klassische“ Gedenken an geschichtsträchtigen Orten der Stadt Zwickau wird nicht fehlen. Hauptthema wird diesmal die Friedliche Revolution sein, welche sich zum 30. Mal jährt. Mit dieser Bandbreite an Veranstaltungen und Formaten möchten wir einen lebhaften und modernen Rahmen für alle Generationen und Geschmäcker bieten.

Mit der freundlichen Unterstützung des Landkreises, der Stadt Zwickau, des Landesprogramms Weltoffenes Sachsen, des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und vieler weiterer Partner soll uns dies gelingen!

Mehr Informationen finden Sie in unserer Pressemappe und im Falblatt zur Veranstaltungsreihe.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Matthias Bley
Telefon: 0375 / 277 21 17
E-Mail: matthias.bley@alter-gasometer.de

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Nach der Schändung des Enver-Simsek-Gedenkbaumes – Zwickauer Zivilgesellschaft wehrt sich

Montag
07 Okt
2019

120 Schülerinnen zu einer Gedenkminute

Zwickau, 07.10.2019 – Der Aufruf durch viele engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region füllt das – mittlerweile zweimal – geschändete Denk- und Mahnmal um Enver Simsek mit bunten Farben, Blumen und Menschen. So auch am Montag geschehen, als sich zur Mittagszeit etwa 120 Schülerinnen und Schüler des Peter-Breuer-Gymnasiums Zwickau einfanden, um eine Gedenkminute für die Opfer des NSU abzuhalten.

AG Gedenken tagt erstmals

Im Hintergrund wird derweil weiter an einem gebündelten Vorgehen gearbeitet. So trifft sich am Mittwoch, wie schon lange geplant, erstmals die „AG Gedenken an die Opfer des NSU“, bestehend aus Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft, um sich über ein weiteres strukturelles Vorgehen auszutauschen. „Die aktuellen Geschehnisse sind hierfür zusätzlicher Auftrag und Motivation!“, so Matthias Bley aus dem Alten Gasometer.

Offizielle Gedenkveranstaltung diesen Freitag 18 Uhr

Am Freitag rufen Privatpersonen, Vereine und Institutionen rund um das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region um 18 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung mit Blumen und Kerzen am Mahnmal auf.

Bürgerversammlung am 21.10. geplant

Geplant ist für den 21.10. zudem eine abendliche Bürgerversammlung, organisiert durch den Verein Alter Gasometer, bei der sich interessierte Menschen aus Zwickau zum Thema Opfer-Gedenken austauschen und einbringen können. Weitere Informationen dazu folgen.

Provisorisches Dokumentationszentrum eröffnet im Rahmen der Novembertage

Im Rahmen der vor der Tür stehenden Novembertage öffnet dann am 03.11. ein provisorisches Dokumentationszentrum der Geschichtswerkstätten aus Zwickau und Chemnitz für eine Woche seine Pforten. Weitere Informationen dazu folgen bzw. erfahren sie beim Pressegespräch der Novembertage.

Pressegespräch zu den Novembertagen

Am 10.10.2019 findet 14 Uhr im Vereinshaus des Alter Gasometer e.V. (Mehrzweckraum) das Pressegespräch zu den diesjährigen Novembertagen statt. Auch hier wird neben anderen Themen das Opfer-Gedenken rund um den NSU ein Thema sein.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Matthias Bley
Telefon: 0375-277 21 17
E-Mail: matthias.bley@alter-gasometer.de

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Einladung zum Pressegespräch „Novembertage 2019“

Dienstag
01 Okt
2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie sehr herzlich zum Pressegespräch ein. Am Donnerstag den 10.10.2019 um 14 Uhr findet im Alten Gasometer in Zwickau (Vereinshaus, Erdgeschoss, Mehrzweckraum) ein Pressegespräch statt. Sie sind herzlich eingeladen mit uns einen Blick auf die bevorstehenden umfangreichen „Novembertage 2019“ zu werfen.
Auf dem Podium dürfen wir begrüßen:

  • Matthias Bley (Koordinator Demokratiearbeit, Alter Gasometer e.V.)
  • Jörg Banitz (Sozialpädagoge, Jugendarbeit, Alter Gasometer e.V. | Zwickauer Geschichtswerkstatt)
  • Ben Ulke (Moderation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Alter Gasometer e.V.)

Selbstverständlich bekommen Sie eine Pressemappe mit umfassenden Informationen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie ein kurzes Feedback geben könnten, ob Sie zum Pressegespräch kommen können. Eine spontane Teilnahme ist aber natürlich ebenso möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Ben Ulke
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Ben Ulke Telefon: 0375-277 21 27
E-Mail: ben.ulke@alter-gasometer.de

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Demokratieförderprogramm läuft nach fünf Jahren aus – Stadtrat entscheidet heute über eine Verlängerung

Donnerstag
26 Sep
2019

Stadt Zwickau und der Verein Alter Gasometer ziehen positive Bilanz

Die fünfjährige Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben“ ist um. Die Stadt Zwickau partizipierte in Kooperation mit dem Verein Alter Gasometer das erste Mal überhaupt an solch einem Bundesprogramm. Deutschlandweit taten dies über 220 Städte, Kommunen und Gebietskörperschaften. Zur gestrigen Demokratiekonferenz zogen der Verein Alter Gasometer und die Stadt Zwickau, im Beisein von Vertretern des Bundesministeriums, Stadträten und vielen engagierten Zwickauern, Bilanz und blickten auf die nächste Förderperiode. Ob es diese geben wird, hängt maßgeblich vom heutigen Stadtratsbeschluss ab.

„Seit Juli 2015 konnten insgesamt knapp 300 Projekte und Veranstaltungen mit etwa 90.000 Gästen im Volumen von etwa 200.000 € durchgeführt werden. Davon wurden über 160 Projekte von Privatpersonen, Vereinen und Initiativen außerhalb des Alten Gasometers durchgeführt. Das sind schon Wahnsinns-Zahlen.“, so Projektkoordinator Matthias Bley aus dem Alten Gasometer.

Viele Vereine, Personen und Initiativen haben sich in den letzten fünf Jahren an der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie beteiligt. Sie haben Fördergelder beantragt und Projekte für ein besseres Miteinander in der Stadt Zwickau umgesetzt. Straßenfeste, Schulungen, Bildungsfahrten, Veranstaltungen, Lesungen und vieles mehr. All das hat Zwickau in den letzten Jahren mit Leben gefüllt und war ein neues Angebot an die Stadtbevölkerung, aber auch an subkulturelle Gruppen, die sonst kaum angesprochen oder erreicht worden sind.

Schon jetzt wird im Hintergrund an den nächsten fünf Jahren gearbeitet. Ein neues Projekt wurde im Rahmen der Demokratiekonferenz am Mittwoch in Fanprojekt Zwickau vorgestellt. „Der Zwickau Ticker“ soll ab 2020 als Bürgerbefragungs-Tool entwickelt und in Zwickau etabliert werden. Er soll anlassbezogen ein Meinungsbild der Zwickauer über bevorstehende und in Planung stehende kommunale Entscheidung durch wissenschaftliche Umfragen generieren und auch verschiedene Stadtteilbefragungen durchführen. „Dieses neue Instrument der Bürgerbeteiligung soll auch eine Art Bindeglied zwischen Stadtrat und Zivilgesellschaft sein und auf verschiedene Zielgruppen angewandt werden, die in ihren Bereichen Experten sind. Beginnen wollen wir mit einer Umfrage unter den Zwickau Studenten. Weitere Zielgruppen könnten zum Beispiel Sozialarbeiter, Lehrkräfte, Schüler oder Rentner sein.“, erklärt Matthias Bley. Das Projekt wird der derzeit von einem wissenschaftlichen Gremium erarbeitet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Matthias Bley
Telefon: 0375-277 21 17′
E-Mail: matthias.bley@alter-gasometer.de

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Veranstaltungsreihe „30 Jahre Friedliche Revolution – 30 Jahre Deutsche Einheit“

Donnerstag
12 Sep
2019

Anlässlich 30 Jahre Friedliche Revolution findet eine umfangreiche Veranstaltungsreihe mit zahlreichen Akteuren aus Zwickau und Umgebung statt. Wichtige Orte der friedlichen Revolution, wie der Zwickauer Dom St. Marien, werden eine Rolle spielen und zum Ge- und Nachdenken einladen. Zeitzeugen und Historiker werden zu Wort kommen und sich nicht nur mit den Menschen austauschen, welche die Zeit erlebt haben, sondern auch einer Generation, die teilweise erst nach der Wende geboren wurde, einen Eindruck davon geben, was es bedeutet, für die Demokratie einzustehen.

In den Jahren 2019 und 2020 werden die Jubiläen von 30 Jahren Friedlicher Revolution, Mauerfall und Deutscher Einheit gefeiert. Diese großen Momente der deutschen Demokratiegeschichte sind für immer im Gedächtnis verankert. Dazu gehören die Würdigung wichtiger Meilensteine im Jubiläumsjahr wie den Mauerfall am 9. November 2019 und die Deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 2020. Veranstaltungen und Feiern im Jubiläumsjahr sollen den Weg von der Friedlichen Revolution über den Mauerfall bis zur Deutschen Einheit nachzeichnen. Wenn vom Fall der Mauer gesprochen wird, haben die meisten Menschen ein Bild von der Öffnung der Berliner Mauer vor Augen. Jedoch steht dieses Bild für mehr. Es war die einzige friedliche „Ablösung“ einer Diktatur in der deutschen Geschichte durch den Protest der Bürger der gesamten ehemaligen DDR. Wir möchten an diese Ereignisse erinnern: mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Zeitzeug*innengesprächen, Lesungen, Gedenken und Gottesdiensten, und zum Zuhören und Mitreden einladen.

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