Zwickauer Geschichtswerkstatt

Zwickauer Geschichtswerkstatt

Die Zwickauer Geschichtswerkstatt gründete sich im Frühjahr 2018. Gemeinsam mit Zwickauer Jugendlichen möchten wir Zwickauer Stadtgeschichte recherchieren, aufarbeiten, dokumentieren und präsentieren und dies immer aus dem Blick von Jugendlichen.

Begonnen haben wir 2018 mit der Aufarbeitung und Dokumentation des NSU-Komplexes und seiner Bedeutung für Zwickau, als Ort an dem die Selbstenttarnung stattfand.

2019 ging es im Projekt „Stadt ohne…“ um die Schicksale der jüdischen Mitbürger Zwickaus ab 1936. In einer Dokumentation und Ausstellung wurde umfangreiches Material als Bildungsprojekt erstellt.

Auch im Jahr 2020 wird die Geschichtswerkstatt fortgeführt. Zum Ausklang des Festzyklus „30 Jahre Friedliche Revolution – 30 Jahre Deutsche Einheit“ werden wir uns mit der Geschichte des SED-Regimes und seiner Machtstrukturen beschäftigen. Insbesondere möchten wir die Orte der ehemaligen Staatssicherheit in Zwickau beleuchten. Die Auftaktfahrt geht zu unserem Projektpartner nach Berlin, in die Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasigefängniss. Den Teilnehmern steht eine „virtuelle“ Reise in das Berlin der 80er-Jahre bevor. Das erarbeitete Ergebnis wird im Rahmen der Novembertage und den Jugendgeschichtstagen der Sächsischen Jugendstiftung in Dresden zu sehen sein.

Dabei ist dies nur ein Teilstück des Weges: Die Geschichtswerkstatt Zwickau wird all ihre Ergebnisse in das digitale Gedächtnis der Stadt einpflegen. Alle Beiträge und Arbeitsergebnisse werden neben den physischen Dokumentationen auch in digitaler Form, im Rahmen eines Zukunftsprojektes ab 2021, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die offene Redaktion trifft sich jeden Donnerstag ab 15.00 Uhr im Jugendtreff des Alten Gasometers.