Wahlforum zur sächsischen Landtagswahl

Donnerstag
27 Jun
2019

Das Wahlforum zur Landtagswahl, organisiert von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, lockte bei bestem Bade- und Biergartenwetter 100 Gäste in den Saal des Alten Gasometer. Die fünf Direktkandidaten und Kandidatinnen von Bündnis90/Die Grünen, CDU, Die Linke, SPD und CDU stellten sich vor allem den Fragen in den Bereichen Umwelt, Klima, Verkehr, Infrastruktur sowie Bildung, Wissenschaft und Kultur, denn diese Themenbereiche erhielten noch vor Beginn der Veranstaltung die meisten Punkte von den Gästen. Im Gegensatz zum Wahlforum zur Kommunalwahl vor einem Monat, war diesmal schon etwas mehr „Pfeffer drin“ und die Gegensätze zwischen den Parteien in Grundsatzfragen etwas deutlicher zu erkennen, als das bei sachpolitischen Fragen auf kommunaler Ebene der Fall war. Konkret ging es dann um Fragen des ÖPNV: „Kostenlos oder nicht? Ein sächsischer Verbundraum oder nicht? Neue Straßen bauen oder eher alte erhalten? Oder den Verschleiß der Straßen durch Alternativen, wie gute Radwege und guten ÖPNV, vermindern? Im zweiten Teil waren es vor allem das Thema Schulen, Bedingungen für Lehrkräfte und die Frage, wie man diese in den ländlichen Raum locken kann. Gegen Ende des Abends mussten sich die Kandidaten in einer Ja/Nein-Fragerunde nochmals positionieren. In Erinnerung bleibt, dass sich Gerald Otto (CDU) als einziger als nächstes Auto ein Elektroauto kaufen will. Ob dem so ist? Facebook wird es uns verraten! Zu guter Letzt positionierten sich die Kandidaten zu möglichen Koalitionen, wobei die einhellige Meinung war, mit allen demokratischen Parteien zu reden. „Nicht jede demokratisch gewählte Partei ist allerdings eine demokratische Partei“, so der Hinweis von Franziska Laube (Grüne). Gespräche mit der AFD schlossen somit alle Anwesenden aus. FDP Kandidat Kolev tat dies seinerseits ebenfalls mit der Linken, „aus historisch gewachsenen Gründen als Bulgare“. Ob die Vorurteile, wie von René Hahn (Die Linke) vorgeschlagen „am Tresen danach noch ausgebaut… ähh abgebaut“ wurden, bleibt offen. Dieser freudsche Versprecher sorgte noch einmal für einen humorvollen Abschluss des Abends. Der Direktkandidat der AFD sagte seine Teilnahme kurzfristig ab.

Vielen Dank an alle Gäste, die Kandidaten und Kandidatinnen, an die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und dem souveränen und gut aufgelegten Moderatorenduo der Freien Presse.

Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung mit freundlicher Unterstützung Alter Gasometer e.V.

Podiumsdiskussion: Antigenderismus und Rechtspopulismus

Montag
06 Mai
2019

Ein Gesprächsabend in der BarTerre des Alten Gasometer mit der Aidshilfe Westsachsen und dem Queeren Netzwerk Sachsen. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Inter-Personen sowie queere Menschen gehören zur Lebensrealität in Sachsen, sind jedoch oft noch immer nicht selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Trotz des Rückgangs offen feindlicher Einstellungen und Handlungen sind unterschwellige Formen der Ablehnung nach wie vor präsent. Vertreter aus Landtag und Landesregierung, Vereinen und der Öffentlichkeit diskutierten angeregt über Ursachen dieser Entwicklungen sowie Chancen und Möglichkeiten eines gerechten und gleichberechtigten Miteinanders für alle. Mit dabei waren auf dem Podium Sarah Buddeberg (MdL, Die Linke), Katja Meier (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Vera Ohlendorf (Bildungsreferentin bei LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V.), Dr. Pia Findeiß (Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau) und Silvia Rentzsch (Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V.). Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß erläuterte dabei die Sicht der Stadt Zwickau auf das Thema. Es gab viele Fragen aus dem Publikum und die ca. 20 Gäste diskutierten heftig und auch emotional zum Thema. Sowohl von Ausgrenzung Betroffene als auch interessierte Besucher kamen am Ende zum dem Fazit: Es gibt zwar eine positive Entwicklung aber auch noch viel zu tun.

Veranstalter: Queeres Netzwerk Sachsen