Bildungsfahrt unserer Geschichtswerkstatt nach Berlin

Montag
24 Aug
2020

Unter dem Motto: „30 Jahre deutsche Einheit, Spuren der Diktatur…“ fuhren die Jugendlichen der Geschichtswerkstatt zu einer Bildungsfahrt in die Gedenkstätte Berlin –Hohenschönhausen. Auf dem Programm standen ein Projekttag im ehemaligen Stasiuntersuchungsgefängnis mit Zeitzeugen, eine virtuelle Mauertour in das Berlin der 80er via TimeRide, ein Besuch in der Gedenkstätte Plötzensee sowie ein Abstecher ins sogenannte Spionagemuseum und der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße. Ziel war es eine umfassende Einführung in das Überwachungs- und Repressionssystem der SED Diktatur zu erhalten. Allein die 5 Stunden in Hohenschönhausen haben einen nachhaltigen Eindruck bei allen Teilnehmer*innen hinterlassen. Die kommenden Arbeiten der Geschichtswerkstatt beinhalten die Recherche und Darstellung des Stasi-Systems in Zwickau, z.B. die Darstellung aller bekannten Stasiobjekte oder Immobilien in der Stadt. (das sind schon allein über 60…)
Ausstellung inklusive.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Dieses Projekt wurde gefördert von der Sächsische Jugendstiftung und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Das Labyrinth des NSU – Die Geschichtswerkstatt

Donnerstag
24 Okt
2019

Wer glaubt, der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ist nur eine von den Medien großgeredete Bedrohung der demokratischen Gesellschaft, der scheint die stetig wachsende rechtsradikale Szene nicht ernst nehmen zu wollen. Es ist Zeit Vergangenes aufzuarbeiten und Zukünftiges zu verbessern. Dafür wurde das Projekt „Geschichtswerkstatt“ ins Leben gerufen. Am 24.10.2019 fand eine Ausfahrt nach Nürnberg statt, bei der an die Opfer der durch die NSU ausgeübten Mordanschläge gedacht und die Ausstellung „Im Labyrinth der NSU-Morde“ besucht wurde. Gemeinsam mit vielen engagierten Jugendlichen erarbeiteten wir erneut diesen grausamen Abschnitt unserer Geschichte.  Dabei ging es auch um die soziokulturelle Stadtteilarbeit mit der Scharrerschule, die Schauplatz des Mordes an İsmail Yaşar wurde. Ein Treffen mit den Schülern der Scharrerschule, welche sich in besonderer Weise um das Gedenken an das Opfer in der Scharrerstraße kümmern, war der Beginn einer künftigen Schulkooperation Zwickau – Nürnberg.  Es sind mit der Nürnberger Grund- und Hauptschule weitere Kooperationsprojekte geplant.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Vernetzungstreffen der Geschichtswerkstätten

Freitag
05 Apr
2019

Am 5. April fuhren die Teilnehmer der Zwickauer Geschichtswerkstatt, anlässlich einer Veranstaltungsreihe zum Todestag des NSU-Opfers Halit Yozgat, nach Kassel. Das Novum dieses Treffens war das Vernetzungstreffen der Geschichtswerkstätten dem Osten – Zwickau, Chemnitz und Jena – mit den Organisationen und Initiativen im Westen Deutschlands, welche sich für Gedenken und Aufklärung der Morde in ihren Städten einsetzen. Mit im Gepäck: die Transparente des Münsteraner Künstlers Thomas Ufer, die schon einmal im Rahmen einer Gedenkveranstaltung in Zwickau, anlässlich der Urteilsverkündung im NSU-Prozess 2018, gezeigt wurden. Diese großformatigen Plakate, welche die Opfer des rechten Terrors in den Mittelpunkt stellen, haben besonders viel Interesse erweckt. Es wurden im Kulturzentrum „Schlachthof“ allerdings auch die Ausstellungen der Zwickauer und Chemnitzer Geschichtswerkstätten gezeigt. Die Resonanz auf die Ergebnisse der Geschichtswerkstätten, sowie die Reden der Zwickauer Schülerinnen waren bemerkenswert. Eine weitere bundesweite enge Zusammenarbeit wurde in Kassel beschlossen.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. und Kulturbüro Sachsen e.V.

NSU Geschichtswerkstatt beim “If the Kids are united against racism” – Festival

Samstag
03 Nov
2018

“Zwickau… irgendwas mit NSU” lautete das Motto der
Veranstaltung in diesem Jahr, sodass spannende Workshops und Diskussionen über
die Arbeit der Untersuchungssauschüsse und den zurückliegenden Prozess
stattfanden. Zu Gast waren u.a. Anwälte der Hinterbliebenen der Opfer und die
Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau. Die Geschichtswerkstätten aus Chemnitz,
Jena und Zwickau trafen sich im Rahmen dieses Tages und besichtigten gemeinsam
mit der Oberbürgermeisterin Frau Pia Findeiß und Petra Pau die Frühlingsstraße.
Alle sprachen sich für einen festen Bildungsort zu diesem Thema in Zwickau aus.
Zudem wurden die Ausstellungen aller Werkstätten im Rahmen des Festivals
gezeigt.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Novembertage 2018.

Veranstalter: Roter
Baum Zwickau e.V., DGB, Westsächsische Hochschule Zwickau