Prozess Inklusion! Abschlusstreffen 2022 – Für mehr Teilhabe im Kulturbereich!

Thursday
26 Jan
2023

Kultureinrichtungen werden immer inklusiver, um Teilhabe und Chancengerechtigkeit für Menschen mit Behinderung zu verbessern. Bei diesem Prozess erhalten sie seit 2019 von der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich Unterstützung. Im Rahmen eines zwölfmonatigen, intensiven Beratungsformats werden alle Bereiche der Kultureinrichtung in den Blick genommen. Neben der baulichen Barrierefreiheit geht es auch um Programmgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Personal.
Im Jahr 2022 nahmen wieder drei Kultureinrichtungen an der Prozessbegleitung der Servicestelle teil: der Alte Gasometer e.V. Soziokulturelles Zentrum Zwickau, die Erzgebirgische Theater und Orchester GmbH (Annaberg-Buchholz) und der Kulturhafen Dresden. Das feierliche Abschlusstreffen fand am 26. Januar 2023 im Kulturhafen Dresden statt. Dabei wurden die Erfolge präsentiert und über umgesetzte sowie zukünftige Projekte berichtet.

„Die Ziele einer Prozessbegleitung können nur gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen der Kulturbetriebe erarbeitet und umgesetzt werden, zumal jede Kultureinrichtung in Sachsen je nach Sparte, Ort und Größe des Hauses sehr individuell zugeschnitten ist. Die Servicestelle steht den Kultureinrichtungen als Beraterin zur Seite. Die eigentliche Umsetzung leistet die Kultureinrichtung.“ Johanna von der Waydbrink, Leiterin der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich

Kurzinformationen zu den Kultureinrichtungen

Alter Gasometer e.V. Soziokulturelles Zentrum Zwickau

Der Alte Gasometer e.V. bietet mit den Arbeitsbereichen Kulturarbeit, Jugendarbeit und Demokratiearbeit sowie als Veranstaltungsort für Konzerte, Theateraufführungen, Feste und Feiern, Tagungen und Konferenzen, Lesungen oder Programmkino ein vielfältiges Programm, zu dessen zentralem Baustein Teilhabe gehört. Aus diesem Grund haben sich die Mitarbeiter:innen des Vereins auf den Weg der Prozessbegleitung gemacht. Themen waren die digitale Barrierefreiheit für die Öffentlichkeitsarbeit, Anpassungen des denkmalgeschützten Gebäudes, Finanzierungsmöglichkeiten und die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung. Dabei war von Anfang an klar: Es ist ein Weg, der wahrscheinlich nie enden wird, denn das Thema bleibt immer aktuell. (Alter Gasometer e.V. Soziokulturelles Zentrum Zwickau)

Erzgebirgische Theater und Orchester GmbH

Die letzte Spielzeit der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH  stand unter dem Motto „Werden wir menschlich gewesen sein?“ Diese Frage wurde auch unter dem Gesichtspunkt der Inklusion gestellt. Wie zugänglich sind die Vorstellungen und das Programm für Menschen mit Behinderungen? Wie offen treten wir Mitarbeitenden mit Behinderungen gegenüber? Welche Bedürfnisse hat unser Publikum? In gemeinsamen Beratungen und Weiterbildungen wurden mit der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich passende Lösungsansätze erarbeitet. (Erzgebirgische Theater und Orchester GmbH)

Kulturhafen Dresden

Yes-oder-Nie! ist eine Improvisationstheater-Gruppe aus Dresden, die 2020 auf der Suche nach einem Ort für Proben, Auftritte und Workshops die Räumlichkeiten der ehemaligen Tanzschule Graf entdeckt und angemietet hat. Innerhalb der folgenden zwei Jahren entstand der Kulturhafen – ein kleines Theater mit einem bunten Programm: Es gibt Improtheater, Konzerte, außergewöhnliche Veranstaltungen verschiedener Genres, Puppentheater und mehr. Durch die Prozessbegleitung hat das Kulturhafen-Team Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht und berücksichtigt. Auch in Zukunft sollen Hürden abgebaut und Inklusion vor und auf der Bühne umgesetzt werden – mit dem Ziel ein offener Hafen, ein Theater für alle zu sein. (Kulturhafen Dresden und Improvisationstheatergruppe Yes-oder-Nie!)

Text & Fotos: Servicestelle Inklusion im Kulturbereich

Die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, in Trägerschaft des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Vereinsklausur WEITER.DENKEN.2030. im Bethlehem Stift Hohenstein-Ernstthal

Tuesday
17 Jan
2023

Das Team und Teile des Vorstands des Vereins Alter Gasometer traffen sich im Bethlehem Stift Hohenstein-Ernstthal zur Vereinsklausur. Gemeinsam entwickelte die 16-köpfige Gruppe die Trägerkonzeption des Vereins um den Jahreswechsel weiter.

Der Verein geht seit Mitte der 90er-Jahre regelmäßig in eine mehrtägige Klausur. Dabei wird die Alltagsarbeit des Vereins evaluiert und fortgeschrieben, Konzepte entwickelt und geprüft, neue Ideen diskutiert, Visionen gesponnen.

Das Coaching übernahmen dabei wieder der langjährige Weggefährte Ricardo Glaser von der Beratungsgesellschaft SOFUB [Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung] aus Leipzig. Er kennt den Verein und die Stadt Zwickau insbesondere seit 2015 durch die fachliche Begleitung der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie. Er gehört zum Autorenteam „unseres“ Zwickau Tickers und begleitete unsere letzten beiden Vereinsklausuren.

Professionelle Arbeit ist auch immer konzeptionelle Arbeit. Die Trägerkonzeption des Vereins Alter Gasometer bildet die Grundlage der mittelfristigen Arbeit des Soziokulturellen Zentrums. Die aktuelle Fortschreibung steht unter der Überschrift WEITER.DENKEN.2030. 

Viele Themen bewegen uns und die Gesellschaft. Viele Themen müssen uns bewegen. Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Corona-Pandemie, Klimakrise, Krieg. Die globalen Krisen beeinflussen auch den Kultursektor und fordern diesen zugleich dazu auf, an Lösungen im Sinne einer Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik mitzuwirken. Dazu kommen sozialen Spaltungen und kulturelle Risse in der Gesellschaft, die uns nicht unberührt lassen. In wenigen Jahren wird unsere Gesellschaft älter sowie transkultureller und unser Alltag digitalisierter sein. Zuwanderung, Generationswechsel, Regionalentwicklung sind zusätzliche Themen.

Wie wird das Zusammenleben in Städten und auf dem Land funktionieren? Wie können Bürgerinnen und Bürger diese Zukunft mitgestalten? Und welchen Beitrag kann die Soziokultur leisten? Mit welchen neuen Formaten der Bürgerbeteiligung, mit welchen künstlerischen Impulsen im Stadtteil, mit welchen Methoden können wir eigene Geschichte, Fragen von Integration und Inklusion u.v.m. bearbeiten und uns somit gemeinsam für eine offene Gesellschaft und lebenswerte Zukunft einsetzen?

Während des Evaluierungs- und Fortschreibungsprozesses galt es auch den Blick auf die Erhöhung der Resilienz bezüglich möglicher weiterer pandemiebedingter Einschränkungen zu lenken. Menschen und Organisationen benötigen mehr denn je die Kunst, nicht den Kopf zu verlieren. Weder Angst noch übertriebener Optimismus sind in unsicheren Zeiten gute Berater. Doch was braucht es, damit Mitarbeiter*innen schwierige Herausforderungen mutig anpacken und der Verein auch zukünftig Krisen gut bewältigen kann. Daher galt es neben inhaltlichen, konzeptionellen Herausforderungen auch interne, strukturelle Abläufe zu analysieren.

Die Klausur war ein erster Aufschlag für die Fortschreibung der Trägerkonzeption des Vereins, bei dem viele neue Ideen entstanden sind und über viele herausfordernden Themen debattiert wurde. Die Ergebnisse werden nun in die Tagesklausuren der Arbeitsbereiche einfließen. Die aktualisierte Trägerkonzeption soll im Sommer 2023 fertig sein.

Der Veranstaltungsort:

Bethlehem Stift der Diakonie Westsachsen in Hohenstein-Ernstthal

Hohenstein Ernstthal liegt nur rund 30 Minuten Autofahrt vom Alten Gasometer entfernt. Schon seit 1891 ist das Bethlehemstift eine gute Adresse christlicher Gastlichkeit: Damals für erholungsbedürftige Kinder und Frauen, heute für Einzel- und Gruppenreisende, Kinder, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Die Gesamtanlage aus drei historischen Gebäuden mit ihrer besonderen Atmosphäre ist heute noch weitgehend in ihrem historischen Stil erhalten. Dementsprechend sind die Gästezimmer und Familien-Apartments individuell auf Grundlage der alten Gebäudeumrisse und zum Teil mit historischen Details gestaltet. Die drei Häuser verfügen über eine Kapazität von 82 Betten, die durch Aufbettungen erweitert werden kann. Vielen Dank dem Team für die gute Betreuung.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. mit freundlicher Unterstützung durch Fördermittel aus dem sächsischen Programm „KulturErhalt“ und dem Kulturraum Vogtland Zwickau.

2022 in Bildern – Eine Achterbahnfahrt!

Tuesday
27 Dec
2022

Das Jahr geht dem Ende entgegen und leider ist es wiederum keines ohne Sorgen. Auf die eine Krise folgt die nächste. Wie so viele andere auch, musste und muss sich der Verein Alter Gasometer auf die Lage einstellen. Doch es gab auch viele Lichtblicke 2022, denn viele Highlights konnten wieder stattfinden und so einige waren auch richtig gut besucht.

Alle Höhepunkte des Jahres zu nennen würde hier den Rahmen sprengen, aber es gab zum Beispiel die zweite Fête de la Musique, Ferienprogramme mit vielen Ausfahrten und Workshops, zwei Dorffeste im Historischen Dorf, den zweiten CSD Zwickau, die Sommerbühne, Tanzt in den Mai, endlich wieder das Warmup zum Stadtfest, das erste Funkloch Open Air, die Novembertage, den Gaso Hardcore Bash und so einiges mehr. Alles genau nachzulesen in unserem Blog.

Wir freuen uns, dass – besonders gegen Ende des Jahres – auch wieder viele Gäste den Weg zu unseren Kulturveranstaltungen gefunden haben, die es in der ersten Jahreshälfte durch noch bestehende Corona-Beschränkungen sehr schwer hatten.

Genießt unseren fotografischen Jahresrückblick und freut Euch auf ein fulminantes Jahr 2023, denn auch hier wird es wieder viele tolle Veranstaltungen und Aktionen geben.

Wir danken allen, die uns in dieser Zeit unterstützt haben und weiter unterstützen. Der Alten Gasometer e.V. engagiert sich weiter und bleibt am Ball.

Euer Team des Alter Gasometer e.V.

Offener Brief zum Kundgebungsgeschehen am 02.12.

Tuesday
29 Nov
2022

Mit Bekanntwerden des Auftritts des Faschisten Björn Höcke am Freitag in Zwickau erreichten uns in den letzten Tagen viele empörte Anrufe und Nachrichten sowohl aus dem Bündnis heraus, als auch von außerhalb. Das Zwickauer Demokratiebündnis hat dies zum Anlass genommen, die Quintessenz dieser Meldungen in einen offenen Brief zu formulieren, um den Anliegen vieler Menschen Ausdruck zu verleihen. Dieser offenen Brief wurde sowohl dem Landrat, als auch der Oberbürgermeisterin Zwickaus übermittelt, sind es doch die Personen, die ebenfalls besorgt um das Image der der Region sein sollten und die Verwaltungsspitze darstellen.

Die Rügen-Möwe Ralf berichtet

Saturday
13 Aug
2022

Hallo Leute ich bin Ralf die Möwe! Aber alle meine Freunde nennen mich Ralle. Ich komm aus Rügen und hab noch nie einen Menschen gesehen. Deshalb möchte ich euch alle gern kennenlernen!

Am besten ich mach Urlaub bei einem Campingplatz. Da kann man sicherlich viele Leute treffen.

Diese Jugendlichen da sind ja ziemlich laut! Rufen die etwa nach mir? Die wissen sogar meinen Namen! Wie cool! Das wird sicherlich lustig.

1. Tag
Am ersten Tag waren wir nur im Camp und am Strand. Das Wetter war super schön, aber nachts war es ziemlich kalt. Ob meine neuen Freunde in ihren Zelten gefroren haben?

2. Tag
Gleich mit den ersten Sonnenstrahlen war ich wach, aber die anderen irgendwie nicht. Ich hab gewartet und gewartet bis sie endlich aufgestanden sind. Merke, junge Menschen schlafen sehr lang! Heute heißt es noch entspannen. Das ist nur irgendwie ziemlich schwer an einem steinigen Strand. Also müssen wir zum Sandstrand. Ich konnte schnell fliegen, aber die Gruppe musste schon eine Weile laufen. Trotzdem war es voll schön endlich richtig Schwimmen zu gehen.

Ich war schon ziemlich fertig am Abend, doch ich musste einfach den schönen Gitarrenliedern zuhören, die beim Camp gespielt wurden.

3. Tag

Na nu, die können doch früh aufstehen. Ich seh ja gar nicht so viele heute am Strand.  Das liegt sicher am Fahrradausflug nach Wiek, den sie gestern besprochen haben. Ich hoffe es gefällt ihnen dort. Die Stadt soll einen schönen Hafen haben. Oh mein Gott, oha! Am Nachmittag waren sie wieder zurück und haben so gut gemalt.

4. Tag

Also wenn Ausflüge anstehen sind alle immer pünktlich. Was wohl dieses U-Bootmuseum in Sassnitz ist? In der Stadt wohnt mein Bruder. Er hat mir erzählt, er hat da letztes Jahr einer Besucherin eine Bratwurst weggeschnappt. Ich fand das total gemein. Ich schau mir die Stadt am besten selber an.

Als Möwe war ich noch nie in einem U-Boot und hab mir deshalb alles genau angeschaut. Es war eng und dunkel, aber trotzdem sehr interessant. Ich war dann noch die Stadt erkunden und hab mir auch ein paar Souvenirs geholt. Genauso wie die jungen Leute.

5. Tag
Oh nein das ist der letzte Tag. Ich glaub, ich wein gleich. Ich werde meine neuen Freunde vermissen. Am Tag waren wir im Camp und am Wasser. Am Abend haben wir aber nochmal richtig gefeiert mit Spielen und Live-Musik in einer großen Gruppe! Natürlich durften Abschiedsfotos auch nicht fehlen.

Vom Meer schau ich Ihnen am Tag der Abreise beim Packen zu. Es ist schon erstaunlich was in diese Autos alles reinpasst. Das Camp haben sie geräumt und sind dann weggefahren. Ich werde sie vermissen.

Jetzt wird es auch Zeit für mich abzureisen. Mein Urlaub war echt schön und ich habe viele nette Menschen kennengelernt. Ein voller Erfolg!

Ich hoffe ihr kommt bald wieder!

Mehr zum Projekt:

Die Möwe Ralf entstand bei der Rügen-Ausfahrt des alten Gasometers Zwickau e. V. und des Lutherkellers. Seinen Namen bekam er von Leonie, einer Teilnehmerin, am ersten Tag verliehen, als diese eine Möwe “Ralf” taufte. Seither war er ein ständiger Begleiter der Reise und wurde nach und nach zum Maskottchen der Reise.

“Ralle” steht für das Urlaubsgefühl und dass man immer neues kennenlernen kann.

In Zukunft wird hoffentlich noch mehr von ihm kommen.

Ferienfreizeit Rügen

Friday
12 Aug
2022

Fast eine Woche Zelten, Sandstrand und Meeresluft liegen hinter uns. Vom 07. August bis zum 12. August ging es mit zehn Jugendlichen zum Feriencamp “Am Mövenort” zusammen mit dem Lutherkeller. Der Zielort bot eine einzigartige Kombination aus waldbedeckten Zeltplätzen, Dünen und einem feinen Sandstrand in Meeresnähe.

Natürlich wurde das schöne Wetter genossen, doch es wurde nicht nur am Strand gelegen. Ausfahrten und kreative Workshops sorgten immer für Action.

Das sonnige Wetter bot die Möglichkeit jeden Tag auch bis zum späten Abend am Strand zu verbringen. Dabei wurden wir immer von Live-Musik auf der Gitarre begleitet.

Trotz der schwülen Hitze haben wir an diesem Tag so einiges erlebt und schöne Erinnerungen gesammelt.

Mehr zum Projekt:‎
“Ralf, die Möwe” entstand bei der Rügen-Ausfahrt des alten Gasometers Zwickau e. V. und des Lutherkellers (im August 2022). Seinen Namen bekam er von Leonie am ersten Tag verliehen, als diese eine Möwe “Ralf” taufte. Seither war er ein ständiger Begleiter der Reise und wurde nach und nach zum Maskottchen der Reise.
Ralle steht für das Urlaubsgefühl und dass man immer neues kennenlernen kann. Mehr dazu …
In Zukunft wird hoffentlich noch mehr von ihm kommen.

Veranstalter: Lutherkeller | Diakonie Stadtmission Zwickau e.V. in Zusammenarbeit mit dem Alter Gasometer e.V. | Jugendbereich

Fotos: Diana Freydank

Maskenbau

Wednesday
03 Aug
2022

Auch im Sommer sind wir kreativ unterwegs. Unter der Leitung der Künstlerin Erika Harbort fand vom 01.08. bis zum 03.08. ein Maskenbauworkshop statt. Unter dem Motto “Verstecken und Entdecken” entstanden verschiedene kreative und künstlerische Masken. Trotz der Hitze haben die Teilnehmenden konzentriert gearbeitet. Dabei haben sich die kleinen Künstlerinnen und Künstler malerisch und gestalterisch ausgetobt. Da das Angebot so gut angenommen wurde, steht eine Wiederholung des Projekts im Raum.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Künstlerin: Erika Harbort

Gefördert von:

Eine Stadt mit und für Kinder

Friday
29 Jul
2022

Eine Lebensweltsimulation für 7- bis 14jährige in der ersten und zweiten Sommerferienwoche:

Aufgrund von Installationsmaßnahmen in der Pestalozzischule fand die Kinderspielstadt in diesem Jahr auf dem Gelände der Nicolaischule Zwickau statt. Trotzdem 200 Kinder hier für zwei Wochen ihre ganz eigene Stadt gestalten.

Die Idee von Mini-Zwickau ist das Leben der Erwachsenen möglichst realitätsnah für Kinder darzustellen. So könne  sie sich eigene Berufe suchen, in Betrieben ihr eigenes Geld verdienen, Meisterprüfungen ablegen und sogar selbst eigene Betriebe gründen. Ihr verdientes Geld legen sie dann entweder in der Mini8-Sparkasse an oder geben es in einem der zahlreichen Kaufläden in Mini-Zwickau aus. Die Möglichkeiten dafür sind fast unbegrenzt, da es sowohl Bäckerei, als auch einen Freizeitpark und viele Verkaufsstände der Betriebe gibt.

In Mini-Zwickau richtet sich alles nach den Kindern daher ist die Bürgerversammlung jeden Tag auch besonders wichtig. Dort werden nicht nur Meister ausgezeichnet, sondern auch Events angekündigt und demokratische Wahlen abgehalten. Damit sollen die Kinder schon mit unseren demokratischen Prinzipien in Kontakt kommen.

In der ersten Woche sollten sich die Kinder erst einmal mit dem Prinzip der Kinderstadt vertraut machen. Schon am ersten Tag war der Ansturm auf Einwohnermeldeamt und Arbeitsamt enorm. Besonders beliebte Arbeitsplätze im Tattoo-Studio, in der Bäckerei Knusper, im Freizeitpark und in der Sparkasse waren jeden Tag als erstes vergeben. Nach demokratischen Prinzip wurde auch über jede wichtige Entscheidungen von den Bürgern Mini-Zwickaus abgestimmt, wie beispielsweise ihr eigenes Grundgesetz. Dieses beinhaltete Regeln zum respektvollen und gewaltfreien Miteinander, aber diente auch als Schutz vor Diebstahl und Betrug. Natürlich darf ein Bürgermeister nicht fehlen nach einem ausgiebigen Wahlkampf wurde dieser am Mittwoch dem 20.07. in allgemeiner, freier, gleicher und geheimer Wahl bestimmt.

Trotz hoher Temperaturen war in Mini-Zwickau immer viel los. Es kamen zahlreiche Besucher u. a. die Freiwillige Feuerwehr Mitte am Dienstagnachmittag, die Sponsoren der Spielstadt am Donnerstag und eine Rettungshunde-Staffel am Freitagnachmittag. Zur Abkühlung gab es dann auch immer verschiedene Wasserspiele z.B. die Wasserolympiade am Donnerstag.

Am Freitag zogen die Bürger Mini-Zwickaus in einer Demonstration auf den Hauptmarkt. Dabei hielten sie selbstgemachte Protestschildert und zeigten den Erwachsenen, das sie Mini-Zwickau sind.

Die zweite Woche startete für den Mini-Zwickauer Bürgermeister und einige Kinder von Mini-Media mit einem Besuch im Rathaus bei Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Nach einer Fragerunde und einer Führung durch das Rathaus ging es schon wieder nach Mini-Zwickau zurück. Doch das war noch nicht das war es noch nicht an Terminen für diese Woche. Am Dienstagmorgen kam das Fernsehteam vom MDR vorbei, um über die Kinderstadt zu berichten. Am Nachmittag konnte dann durch Rätsellösen ein Schatz gefunden werden. Am Mittwoch startete dann das ersehnte Fußballturnier. In verschiedenen Teams traten die Wettstreiter gegeneinander an um herauszufinden, wer Mini-Zwickau-Fußballmeister wird. Neben den herausragenden sportlichen Leistungen, sorgten auch zwei Moderatoren für Stimmung wie im Stadion. Sportlich ging es mit dem Kampfkunstwettbewerb am Donnerstag weiter.

Am letzten Tag wurden die Bürger Mini-Zwickaus in ihrer Letzten Bürgerversammlung feierlich verabschiedet. Ab 14 Uhr stand das Gelände dann auch den Erwachsenen offen. So konnten Elter sehen, was ihre Kinder alles geleistet hatten.

Das Projekt, welches nun seit 15 Jahren läuft, wurde auch dieses Jahr sehr gut angenommen. Durchschnittlich waren täglich zwischen 150 und 160 Kinder anwesend, trotz der heißen Temperaturen.

Auch wenn bisher noch kein genauer Standort festgelegt ist, steht fest, dass Mini-Zwickau auch 2023 stattfinden soll.

Unterstützer

  • Sparkasse Zwickau
  • Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau mbH
  • enviaM
  • Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft eG
  • Westsächsische Wohn- und Baugenossenschaft eG Zwickau
  • Globus Handelshof GmbH & Co KG
  • Media Markt Zwickau
  • BFZ Service gGmbH
  • Tischlein Deck Dich GmbH
  • WEBALU Snackeria
  • Elektrotechnik Hartmann
  • Gärtnerei Ziegengeist Zwickau
  • Mauritius Privatbrauerei Zwickau
  • American Living History Club “Wild East” Zwickau e.V.
  • Verkehrswacht Zwickau
  • Freiwillige Feuerwehr Zwickau
  • hooballons Reinsdorf
  • Hühnermobil Mülsen
  • Elke und Andreas Schmitz-Nabulsi
  • OBI Markt Zwickau
  • Wasserwerke Zwickau GmbH
  • Ev.-Luth. Kirchspiel Zwickau Nord

Kommunale Jugendarbeit der Stadt Zwickau:

  • Freizeitzentrum Marienthal
  • Kinder- und Jugendcafe Atlantis
  • Spielmobil Ferdi
  • Jugendcafé City Point / Spielhaus
  • Jugendclub Airport
  • Kommunale Schulsozialarbeit

Freie Träger der Jugendhilfe:

  • Lernwerkstatt Zwickau e. V.
  • AWO Schulsozialarbeit
  • KiB Zwickau
  • SOS Kinderdorf/Spinnwebe
  • Alter Gasometer e.V.
  • Fanprojekt Zwickau e.V.
  • Verein für Medienbildung Sachsen e.V.
  • Kinderschutzbund KV Zwickau

Unternehmen und Institutionen

  • Stadtverwaltung Zwickau, Amt für Schule, Soziales und Sport
  • Stadtverwaltung Zwickau, Pressebüro
  • Landkreis Zwickau, Jugendamt – SG Prävention
  • Landkreis Zwickau, Amt für Abfallwirtschaft
  • Beschäftigungsförderungsgesellschaft gGmbH Zwickau
  • Euro-Schule Zwickau
  • MeKoSax gGmbH
  • Stadtmission Zwickau e.V.

Fotoausstellung: “Liebenswertes Zwickau – eine bunte Stadt in schwarz-weiß”

Thursday
07 Jul
2022

Das Zwickauer First Inn Hotel feierte sein 25-jähriges Bestehen und sorgte gemeinsam mit dem Kunst- und Kulturförderverein Fraureuth e.V. für eine ganz besondere Kunstaktion. 25 Zwickauer Orte der Kultur wurden fotografisch verewigt und mit dem ganz speziellen Blick der Fotografin Katharina John in Szene gesetzt. Unter den hochwertigen Schwarzweißfotografien befanden sich neben dem Theater, dem Dom, dem Johannisbad und vielen anderen auch zwei Bilder des Alten Gasometers. Die Laudatio der Vernissage hat der Lebenspartner der Fotografin, der bekannte Schauspieler Ulrich Tukur gehalten und sparte dabei nicht an Humor und Lob für die Stadt Zwickau. Organisiert hat die Veranstaltung Galeristin Renate Lang vom Kunst- und Kulturförderverein Fraureuth e.V., welche mit viel Enthusiasmus sowohl bei den Fotosessions als auch bei der Vernissage dabei war.

Die Ausstellung wird noch bis Ende September im First Inn Hotel zu sehen sein.

Veranstalter: Kunst- und Kulturförderverein Fraureuth e.V.

10. Zukunftstag sächsischer Frauen*- und Gleichstellungsprojekte

Wednesday
22 Jun
2022

Am 22. Juni versammelten sich rund 50 Engagierte aus Frauen* und Gleichstellungsprojekten, politischer und kultureller Bildung, Beauftragte für Chancengleichheit und Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Sachsen zum 10. “Zukunftstag sächsischer Frauen*- und Gleichstellungsprojekte” auf Einladung des Genderkompetenzzentrum Sachsen.
Dieses Jahr fanden Austausch und Vernetzung unter dem Leitmotto: “Ein gutes Leben für ALLE – warum es eine nachhaltige Gleichstellungsstrategie für Sachsen braucht” unter aktiver Beteiligung des sächsischen Staatsministeriums der Justiz, für Demokratie, Europa und Gleichstellung, vertreten u.a. durch Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens statt.

Krisen wie die Pandemie haben gezeigt, dass sich die Auswirkungen ungleicher Machtverhältnisse in Krisensituationen umso deutlicher zeigen und Ungleichheiten manifestieren. Dabei zeigt sich gerade in Krisen, wie wichtig eine langfristige und nachhaltige intersektionale Gleichstellungspolitik ist und dass es Alternativen zur neoliberalen kapitalistischen Marktwirtschaft braucht, um Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden für ALLE Menschen – unabhängig von Geschlechtsidentität, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Einkommen, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung– zu gewährleisten.

Die Teilnehmenden konnten sich in unterschiedlichen Formaten kennenlernen und austauschen über feministische Ökonomien, über Utopien und solidarische Praxen der Selbstorganisation sowie über Wege zu einer langfristigen Gleichstellungsstrategie für Sachsen. Mit dabei als Referentinnen waren u.a. das Konzeptwerk neue Ökonomie, die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Zwickau und des Landkkreis Zwickau und Drin Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra und Kooperationsökonomin. Auch der Demokratiebereich des Alten Gasometer steuerte einen Workshop – zu feministischen Wegbereiterinnen* und “Fortschritt aus Tradition” – bei.

Veranstalter, Text: Genderkompetenzzentrum Sachsen

Fotos: Genderkompetenzzentrum Sachsen, Alter Gasometer e.V.