Liebe Medienmacher!

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Texte, Fotos und Logos für die Verwendung in Offline- und Online-Medien zur Verfügung. Sollten Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsleitung.

Durch die Nutzung der auf dieser Seite angebotenen Daten (insbesondere dem Download von Dateien) versichern Sie, eine missbräuchliche Verwendung auszuschließen.

Pressetexte

Angebote des Vereins Alter Gasometer e.V. - Soziokulturelles Zentrum Zwickau
Als Industriedenkmal stellt der Alte Gasometer nicht allein eine Sehenswürdigkeit inmitten Zwickaus dar, sondern verleiht verschiedensten Formen von Veranstaltungen ein unverwechselbares Gesicht. Durch die außergewöhnliche Architektur erhalten Konzerte, Theateraufführungen, Feste und Feiern, Tagungen und Messen, Lesungen oder Programmkino einen unvergesslichen Rahmen.
Neben dem Veranstaltungshaus Alter Gasometer stellt das Soziokulturelle Zentrum als barrierefreier Begegnungs- und Kommunikationsort eine Plattform für verschiedene Angebote dar. Die 1700 qm nutz- und etwa 900 qm Freifläche bietet Platz für Vereine, Institutionen, Gruppen und Projekte. So befinden sich im Vereinshaus nebenan das Jugendcafé BuZe, ein Bandproberaum, der Weltladen mit fair gehandelten Produkten, das koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer regionsowie der Cabana e.V.
Dem Trägerverein gehören derzeit 7 juristische Mitglieder (Vereine & Firmen), 20 Einzelpersonen und 3 Fördermitglieder an. Die laufende Finanzierung konnte in der Vergangenheit durch öffentliche Zuschüsse der Stadt Zwickau, des Kulturraumes Vogtland Zwickau, des Landes Sachsen, des Bundes, durch Eigenerwirtschaftungen sowie durch private Zuwendungen gesichert werden.
Der Verein ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und arbeitet aktiv im Jugendring Westsachsen e.V. und dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. mit.

Anspruch des Vereins
Die Beschreibung als Soziokulturelles Zentrum will verdeutlichen, dass es um einen Ansatz geht, der Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Lebens- und Glaubensauffassungen einen Freiraum bietet. Unterschiede sollen nicht als trennend, sondern als anregend und herausfordernd erkannt werden. Kulturelle, soziale, bildende, u.a. Inhalte belegen eine ganzheitliche Orientierung.
Entgegen dem zunehmenden Konsumverhalten wollen soziokulturelle Zentren ein hohes Maß an Mitbestimmung und Mitgestaltung ermöglichen. Die Angebote entstehen aus den Bedürfnissen der Nutzenden, sie verarbeiten gesellschaftlichen Alltag, bieten Rahmen für Erprobung und Experiment und wirken zurück auf das Gemeinwesen.
Diese inhaltliche Orientierung bedeutet auch, dass das erreichte nicht die Endform darstellt, sondern einem stetigen Wandel unterliegt.

Baugeschichte
Der Gasometer, wie wir ihn heute sehen, stand damals noch nicht.
Er war als Gasometer C der dritte und größte Gasometer auf dem Gasanstaltsgelände. Der Bau begann 1874. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgte 1875. Das Fassungsvermögen betrug 3000m3. Er wurde nach dem Glockenprinzip gebaut, d.h. in dem gemauerten Rundbau war eine nach unten offene Glocke geführt, die bei voller Füllung bis oben ausgefahren war. Zwischen Mauer und Gasglocke gab es einen 75 cm breiten Zwischenraum, der mit Wasser (in den Wintermonaten zusätzlich mit Alkohol) aufgefüllt wurde. Das Gas wurde aus Steinkohle erzeugt und als Nebenprodukte wurden Koks, Teer und Ammoniakwasser vermarktet.
Bis zum 9. November 1900 wurde an diesem Standort in Zwickau Gas erzeugt. Nach der Stillegung diente der Gasometer lediglich als Lagerraum.
Seit 1994 entwickelten die Stadt Zwickau, die Architekten Andreas Kottusch und Michael Lotzmann sowie Vereine der Stadt Konzepte für den Erhalt dieses Baudenkmals und eine künftige Nutzung als Bürgerzentrum bzw. soziokulturelles Zentrum. Am 29. Oktober 1998 erfolgte der Beschluss des Zwickauer Stadtrates zum Ausbau des Objektes.
Nach 15 Monaten Bauzeit konnte das Gebäude am 23. August 2000 an den Betreiber
„Alter Gasometer e.V. – Soziokulturelles Zentrum“ übergeben werden.
Die Sanierung und Ausstattung des Objektes wurde aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds (URBAN) sowie aus Mitteln des Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz durch die Bundesrepublik Deutschland, das Land Sachsen und die Stadt Zwickau ermöglicht.