Demokratiebündnis mit bedeutendster bundesweiten Anerkennung gewürdigt

23.05.2012, 16:30 Uhr


Bei einem Festakt zur Feier des Grundgesetzes wurden am 23. Mai im Berliner Friedrichstattpalast vor 900 Vertreter der Zivilgesellschaft insgesamt fünf Persönlichkeiten und Initiativen geehrt.

Die Parlamentarischen Staatssekretäre der beiden Verfassungsministerien Justiz und Inneres, Dr. Christoph Bergner und Dr. Max Stadler, würdigten mit der persönlichen Ehrung dieses Engagement: ”In Deutschland sind über 20 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv und leisten einen persönlichen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir wollen dieses Engagement mit der Verleihung des Botschafterpreises öffentlich würdigen und damit gleichzeitig allen zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in Deutschland danken!”

 

Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" ist für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Das von der Bundesregierung gegründete "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" würdigte die Zwickauer Initiative als "Botschafter für Demokratie und Toleranz". Der Preis ist eine der bedeutendsten, bundesweiten Anerkennungen für zivilgesellschaftliches Engagement und ist mit jeweils 5000,- € dotiert.

 

Für die Auszeichnung lagen dem Beirat des "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt"  120 Vorschläge vor. 5 Initiativen bzw. Privatpersonen wurden für die Preisverleihung durch die Jury ausgewählt. Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region" wurde durch die Sächsische Staatskanzlei vorgeschlagen.

 

Die Jury würdigte damit die seit 1995 existierende kontinuierliche und nachhaltige Arbeit des "Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region". Beispielhaft zählen dazu die Ausrichtung der „Tage der Demokratie und Toleranz“, die Durchführung verschiedener Gedenkveranstaltungen, Projekte mit Jugendlichen, Netzwerkarbeit und Multiplikatoren­fort­bildungen.

Außerdem betrieb das Bündnis einen „offenen Diskurs um die extremistischen Gewaltverbrechen" nach der Aufdeckung der Mordserie des National-Sozialistischen-Untergrund, so die Jury in Ihrer Begründung weiter. Dazu zählten u.a. der „Zwickauer Appell“ und die dazugehörigen Gedenkveranstaltungen, der „1. Zwickauer Demokratie-Dialog“, die Forcierung von neuen Netzwerk und Arbeitsgruppen und thematische Veranstaltungen wie die Fachtagung „Rechtsextremismus 2.0 12“ mit national renommierten Gesprächspartnern bzw. Referenten.

 

Stellvertretend für das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region nahmen die Beiratsmitglieder Rainer Eichhorn, Alt Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Zwickau, Mario Zenner, Geschäftsführer des Rechtsträgervereins Alter Gasometer sowie Sabine Hietzke, Koordination des Bündnis die Auszeichnung entgegen.

 

Unter den Gästen weilten auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau Frau Dr. Pia Findeiß, der Zwickauer Polizeipräsident Jürgen Georgi, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Zwickauer Stadtrat Thomas Koutzky, der Vorstandsvorsitzende des Vereins Alter Gasometer Gert Szcepansky sowie die Geschäftsführer der Mauritius Brauerei Herr Weinschenk und Herr Gabler.

 

Das Zwickauer Demokratie-Bündnis ging aus dem 1995 gegründeten "Bündnis gegen Rechts" hervor. Die 40 Mitglieder und Kooperationspartner sind Parteien, gesellschaftliche Organisationen, gemeinnützige Vereine und Vertreter von Kommunen. Die inhaltlichen Aufgabenschwerpunkte liegen im Werben für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde in der Zwickauer Region. Das Bündnis möchte demokratische Grundprinzipien stärken und Mut machen, sich für gesellschaftliches Engagement einzusetzen.

Großes inhaltliches Hauptaugenmerk liegt dabei in der Aufarbeitung der NS-Zeit und damit verbunden im gemeinschaftlichen Handeln gegen Rechtsextremismus. Die Arbeit des „Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region“ richtet sich an zwei wesentliche Zielgruppen. Zum einen vernetzt es die die Bündnismitglieder untereinander und koordiniert das Bündnis. Zum anderen ist es zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber in allen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung und offeriert somit seine Angebote an jeden Menschen, so unter anderem an Jugendliche, Schüler/innen und Lehrer/innen.

 

 

 


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