Etwa 3.000 Bürgerinnen und Bürger folgten dem „Zwickauer Appell“ für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus und setzen damit am Freitagabend ein beeindruckendes Zeichen – UNSERE STADT HAT NAZIS SATT!

25.11.2011, 20:00 Uhr


Etwa 3.000 Bürgerinnen und Bürger folgten dem „Zwickauer Appell“ für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus und setzen damit am Freitagabend ein beeindruckendes Zeichen – UNSERE STADT HAT NAZIS SATT!

 

Mit einer Kundgebung  auf dem geschichtsträchtigen Zwickauer Georgenplatz  gedachten sie der Opfer des Neonazi-Trios, das jahrelang unentdeckt in Zwickau gelebt hatte und für insgesamt zehn Morde an Migranten und einer Polizistin verantwortlich gemacht wird. Viele Menschen hatten Kerzen entzündet. Sie folgten einem Aufruf der Stadt Zwickau, des DGB und  des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region.

Es solle deutlich gemacht werden, "unsere Stadt ist nicht braun", sagte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Viele Menschen in Zwickau seien "zutiefst bestürzt", dass das Neonazi-Trio jahrelang in der Stadt untertauchen konnte.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) betonte auf der Kundgebung, dass Zwickau "nicht die Keimzelle des Rechtsterrorismus" sei. Es werde alles daran gesetzt, die Umstände der Neonazi-Mordserie so schnell wie möglich aufzuklären. Dabei müsse auch geklärt werden, wo die zuständigen Behörden versagt hätten. Die Kundgebung für Demokratie und Toleranz wurde von Kirchen, Parteien, Unternehmen und Sportv-, Kultur- und Jugendvereinen unterstützt.

 

Video: http://youtu.be/J7D84ma3Dmc

 


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