Programm der Novembertage vorgestellt

19.10.2016, 18:00 Uhr


Das Programm der Novembertage wurde heute offiziell vorgestellt und befindet sich nun auch online unter "Veranstaltungen" und auf Facebook. 

 

Erinnern und Gedenken in Zwickau. Insgesamt 21 Veranstaltungen beschäftigen sich mit geschichtsträchtigen Ereignissen Deutscher und Zwickauer Historie. Die Friedliche Revolution, der Nationalsozialistische Untergrund und die Novemberpogrome stellen dabei vom 27.10. bis zum 26.11. die zentralen Inhalte der Veranstaltungsreihe dar.

 

Oder anders ausgedrückt: Wie lief ein Leben in Zwickau als unangepasster Jugendlicher im Konflikt mit der Stasi ab? Wie erging es DDR-Fußballer bei ihren Fluchtversuchen bei Spielen im Ausland? Braucht Zwickau ein ständiges Mahnen und Gedenken für die Opfer des NSU außerhalb solcher Veranstaltungsreihen? Wie gestaltete sich das Leben von Anne Frank im Untergrund während der NS-Zeit? Das klassische Gedenken an die Opfer der Pogrome vom 09.11.1938 am Georgenplatz samt anschließender Putzaktion der Stolpersteine in Zwickau darf auch nicht fehlen. Wer kennt diese Orte überhaupt noch?

 

Moderne Formen des Gedenkens vermischen sich mit klassischen. So wollen wir ähnlich der Demokratietage eine breite Zielgruppe ansprechen. Kino, Theater, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Ausstellungen, Gedenken. Das alles in verschiedensten Einrichtungen. Mit Veranstaltungen u.a. in der Moccabar, im Fanprojekt, im Filmpalast Astoria, im Theater, im Alten Gasometer und in der Hochschulbibliothek werden kulturelle Fixpunkte der Stadt eingebunden und Menschen verschiedenster Geschmäcker bedient.

 

Schwerpunkt wird fünf Jahre nach dem Auffliegen des NSU der Umgang mit selbigem sein. Dabei soll vor allem die Debatte um die Art des Umgangs mit den Taten des NSU angeschoben und gerne auch kontrovers diskutiert werden, wie in Zwickau in Zukunft daran gedacht werden soll. Das Theatertreffen „Unentdeckte Nachbarn“ als ein Bestandteil der Novembertage greift diese Fragen auf und beschäftigt sich darüber hinaus auch mit der oft vernachlässigten Opferperspektive.

 

Online Flyer:


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