Zwickauer Partnerschaft für Demokratie nimmt Arbeit auf

30.06.2015, 08:00 Uhr


Auf Einladung der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Pia Findeiß nahmen  Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Kirchgruppen, Gewerkschaften und der Stadtverwaltung am 26. Juni im Alten Gasometer an der konstituierenden Sitzung des Begleitausschuss der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie teil.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden im Rahmen einer Demokratiekonferenz, zu welcher zusätzlich die Mitglieder des Bündnis für Demokratie und Toleranz eingeladen waren, zunächst das Bundesprogramm „Demokratie leben“ vorgestellt. Im Anschluss arbeitete die Arbeitsgruppe Problemlagen heraus und entwickelte mögliche Handlungsstrategien sowie Zielstellungen für die Projektarbeit in den Jahren 2015 und 2016.

 

Die Stadt Zwickau ist eine von 220 kommunalen Gebietskörperschaften die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ bis 2019 im Rahmen so genannter „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert wird.

Ziel des Programms ist die Entwicklung einer auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmten Strategie zur Förderung der Demokratie. Allen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit soll aktiv entgegen gewirkt werden.

Der Stadtrat der Stadt Zwickau hat in seiner Sitzung im Februar 2015  beschlossen sich für dieses Programm zu bewerben. So hat unmittelbar das Amt für Schule, Soziales und Sport der Stadt Zwickau gemeinsam mit dem Verein Alter Gasometer - welcher u.a. Rechtsträger des Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region ist - das Bewerbungs- bzw. Antragsverfahren vorgenommen.

Der Stadt Zwickau ist es gelungen, sich erfolgreich um eine „Partnerschaft für Demokratie“ zu bewerben. Dies ist eine Anerkennung für bereits geleistete Arbeit, aber auch ein Zeichen für weiteren Handlungsbedarf in der Region. In den kommenden Jahren können sich Vereine, Verbände und Bündnisse um eine Förderung ihrer Vorhaben und Ideen bewerben.

 

Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet der Begleitausschuss. Er fungiert als strategisch handelndes, zentrales Gremium bei der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“. Er entscheidet auch über die Verteilung der Fördermittel des sogenannten Aktionsfonds. In den ersten beiden Jahren stehen dafür je 30.000€ zur Verfügung.

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen und zur Steuerung der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ richtet die Stadt Zwickau eine Koordinierungs- und Fachstelle ein. Diese wird im Soziokulturellen Zentrum Alter Gasometer, konkret im Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region angesiedelt sein. Das Büro nimmt zum 1. Juli 2015 die Arbeit auf und unmittelbar ausführlich über die „Zwickauer Partnerschaft für Demokratie“ und derer Vernetzungs- und Fördermöglichkeiten informieren.

Projektanträge können ca. ab dem 15. Juli gestellt werden. Die entsprechende Förderrichtlinie und ein Antragsformular sind auf der Internetseite des Demokratiebündnisses dann zu finden. Erste Bewilligungen erfolgen Mitte September.

Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ werden darüber hinaus Jugendforen eingerichtet, die von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Zur Umsetzung eigener Maßnahmen werden den Jugendforen gesondert jährlich bis zu 5.000€ Fördermittel bereitgestellt. Die fachlich/inhaltliche bzw. pädagogische Begleitung erfolgt dabei ebenfalls durch Fach- und Koordinierungsstelle bzw. durch das Pädagogenteam des Vereins Alter Gasometer.

 

 

 


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