Zwickauerin steuert künftig Aktivitäten in Demokratiebündnis

13.12.2012, 16:32 Uhr


Gestern hatte die Koordinatorin des Zwickauer Bündnisses für Demokratie und Toleranz, Sabine Hietzke, ihren letzten Arbeitstag. Doch auch ihre Nachfolgerin ist in der Stadt keine Unbekannte.


Freie Presse Zwickau // 12.12.2012 // VON TORSTEN KOHLSCHEIN


Man könnte sich Gundula Schubert auf verschiedenen Positionen innerhalb des Teams vom Alten Gasometer vorstellen. Sie konnte das offenbar auch. Denn ursprünglich hatte sich die studierte Germanistin, Niederlandistin und Theaterwissenschaftlerin auf die im Sommer wegen des Mutterschaftsurlaubs von Susanne Schlereth frei gewordene Stelle im Bereich Veranstaltungs- und Kulturmanagement beworben. Allerdings zu einem Zeitpunkt, so Geschäftsführer Mario Zener, als sich der Verein bereits für den inzwischen wieder zurück in die Selbstständigkeit gegangenen Reiner Kaufhold entschieden hatte. Doch schon damals, im September, hatte Zenner der 31-Jährigen den Tipp gegeben, sich auf die frei werdende Stelle der Koordinatorin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zu bewerben. Sabine Hietzke, die den Job bis dahin zur vollsten Zufriedenheit für alle erledigte, hatte sich aus privaten Gründen entschlossen, Zwickau zu verlassen. Gestern war ihr letzter Arbeitstag. Offiziell tritt Gundula Schubert am 2. Januar ihr Amt an. Trotz Zenners Tipp war die Bewerbung keine Formalie.

Die Zwickauerin setzte sich gegen 14 Konkurrenten durch - nicht zuletzt, weil sie Referenzen vorweisen kann. So war sie es, die während des Robert-Schumann-Jahres 2010 im städtischen Kulturamt maßgeblich die Öffentlichkeitsarbeit für dieses überregional beachtete Langzeitereignis gemeistert hatte. Ein berufsbegleitender Studiengang in Kulturmanagement tat ein Übriges.

Kultur bleibt ein Thema Aber ist das nicht mehr eine politische Aufgabe als eine kulturelle? - "Was ich gelernt habe, ist dafür sehr wichtig", sagt die selbstbewusste junge Frau. Organisieren, Leute zusammenführen, kommunizieren, vermitteln - das ist nicht unwesentlich in einem Bündnis, zu dem rund 40 so unterschiedliche gesellschaftliche Kräfte wie etwa der Verein "Roter Baum" und die Junge Union als Mitglieder oder Kooperationspartner ihren Beitrag leisten. Viele ihrer künftigen Gesprächspartner kennt sie schon länger, viele weitere hat sie in ihrer Einarbeitungsphase kennen gelernt. Aber auch auf die inhaltliche Herausforderung, dabei zu helfen, Werte wie Demokratiebewusstsein und Toleranz zu vermitteln, freut sie sich.

"Es ehrt mich, dass ich diese Aufgabe habe. Und es ist ja nicht so, dass das nichts mehr mit Kultur zu tun hat", sagt sie. Und steckt schon mittendrin, gemeinsam mit der zweiten Mitarbeiterin des Koordinierungsbüros, Karina Wild, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Die Vorbereitungen für die Tage der Demokratie und Toleranz, die 2013 vom 15. bis 26. April stattfinden, laufen auf Hochtouren - Ende Januar ist Redaktionsschluss fürs Programmheft. Was heißt, dass dann auch alle Inhalte stehen müssen.

Die große Tochter freut sich Doch es gibt einen weiteren Grund, warum sich Gundula Schubert, die zwischenzeitlich im Tourismusamt der Stadt Waldenburg tätig war, darauf freut, wieder in Zwickau zu arbeiten: "Meine große Tochter hat das vehement gefordert", sagt die Mutter zweier Kinder. Und dass die Achtjährige froh sei zu wissen, dass das Büro der Mama nur ein paar hundert Meter von ihrem Hort liegt.


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