Regionaltreffen Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Mittwoch
21 Sep
2022

Das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage kommt wieder zusammen! Gemeinsam erwartet uns ein spannender Tag mit interessanten Einblicken, Ausblicken und engagierten Menschen. Wir werden uns besser kennenlernen und neue Ideen unter den Courage-Schulen austauschen. Außerdem haben wir das Projekt #WasIhrNichtSeht zu Gast, mit dem Initiator Dominik Lucha Rassismus-Erfahrungen Schwarzer Menschen sichtbar macht.

Workshops gibt’s natürlich auch: Wir gehen mit Weltenbummlerin Nicole Herzog digital auf Weltreise und erleben 12 Weltmomente, wir tauchen mit Social Web macht Schule ein in eine verdrehte Gaming-Welt und speziell für Pädagog*innen blicken wir gemeinsam mit dem Mobilen Beratungsteam West des Kulturbüros Sachsen auf rechte Strukturen in Westsachsen.

Das Vernetzungstreffen richtet sich an Courage-Schulen und solche, die es werden wollen. Aber auch alle anderen Interessierten aus dem Umfeld Schule sind am Mittwoch, 21. September im Saal des Alten Gasometers Zwickau herzlich willkommen!

Kurzentschlossene melden sich bitte per Mail bei claudia.drescher@alter-gasometer.de an. Fragen? Immer her damit, ebenfalls unter dieser Mail-Adresse oder telefonisch unter 0175 / 4728 079.

Weitere Infos zum Netzwerk gibt es hier: schule-mit.courage-sachsen.org/

#schuleohnerassismus
#schulemitcourage

Jetzt für Fachtag am 30.09. anmelden: Diskriminierung im Kontext Schule

Mittwoch
24 Aug
2022

Ein breites Bündnis lädt für Freitag, 30. September zu einem Fachtag in Zwickau ein. Das Programm unter der Überschrift „Schulen im Aufbruch – diskriminierungskritische Schulen unterstützen und begleiten“ richtet sich an Menschen, die sich im Kontext Schule verorten. Eingeladen sind Lehrer*innen, Schulleitung, Schüler*innen, Schulsozialarbeiter*innen, interessierte Eltern, aber auch außerschulische Akteure wie Beratungsstellen und Bildungsträger.

Worum geht es bei dem Fachtag, den auch der Alte Gasometer als Kooperationspartner unterstützt?

Diskriminierung ist ein zentrales Hindernis für ein gleichberechtigtes und respektvolles Zusammenleben in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Im Kontext Schule gehören Diskriminierungen zu den Alltagserfahrungen von Schüler*innen und deren Eltern:

  • Wie kann mit Diskriminierungen auf individueller und struktureller Ebene umgegangen werden?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten haben Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen?
  • Wie können wirkungsvolle Unterstützungsstrukturen aussehen?

Der Fachtag vereint verschiedene Perspektiven und ermöglicht einen Austausch über Diskriminierung in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Darüber hinaus wird Wissen zur Verfügung gestellt, das es ermöglicht, Handlungsstrategien zu entwickeln.

Wann & wo?

Freitag, 30. September 2022, 10-16 Uhr

Westsächsische Hochschule Zwickau
Scheffelstraße 39, 08066 Zwickau

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Initiator*innen freuen sich über eine Anmeldung über dieses Webformular.

Ablauf

Informationen zum Ablauf finden sich hier.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Bündnis gegen Rassismus, Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V., Kulturbüro Sachsen e.V., Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, Support – Beratungsstelle der RAA Sachsen e.V., Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V.

Fachtag Zwickau_30.09.2022_Schulen im Aufbruch

Siebdruck-Späti mit ordentlich Verkehr

Freitag
17 Jun
2022

Siebdruck-Späti mit ordentlich Verkehr Der Zwickauer Neumarkt als ÖPNV-Verkehrsknotenpunkt Zwickaus war am Freitagabend um eine Attraktion reicher. Unser mobiler Späti sorgte für den ein oder anderen argwöhnischen Blick, wie auch dummen Kommentar. Mensch merkt, er ist nicht mehr in der Innenstadt – hier geht es rauer zu! Die etwa 100 Besucher*innen verteilen sich auf den Bordsteinen, lassen sich Shirts in der DIY-Druckbar machen, stöbern durch die ein oder andere Statistik zum Thema Geschlechtsverkehr oder begutachten die Ergebnisse der ÖPNV-Umfrage des Jugendbeirates. Zu jedem Getränk gibt es zudem ein Kondom, was hier für Freude, aber da auch für Verwunderung oder zurückhaltendes Schweigen sorgte. Danke allen Gästen!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

So funktioniert der Weg ins Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Dienstag
31 Mai
2022

Ihr interessiert euch für das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage? Ihr wollt das Klima an eurer Schule positiv verändern? Eure Schule soll Teil des Courage-Netzwerks werden? Dann seid ihr hier genau richtig! Denn im Alten Gasometer ist Claudia Drescher eure regionale Ansprechpartnerin und Koordinatorin für das bundesweit größte Schulnetzwerk mit rund 3500 Schulen. In Sachsen sind es seit Anfang Mai 102 Schulen im Netzwerk – ganz frisch dabei ist die Zwickauer Humboldtschule!

Und weil es das Netzwerk in Sachsen inzwischen 25 Jahre gibt, wollen wir am 14. Juni 2022 richtig feiern: In Radebeul findet unser diesjähriges Landestreffen statt! Das Programm ist ebenso vielfältig wie die engagierten Menschen im Courage-Netzwerk.

Jede Schule in Sachsen kann eine Courage-Schule werden – egal, ob Oberschule, Gymnasium, Grundschule, Berufsschule oder Förderschule. Es müssen nur bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt sein:

Mindestens 70 % aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schüler_innen, Lehrkräfte, technisches Personal, Sekretariat, Hausmeister_innen, Putzkräfte, usw.) verpflichten sich, künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv zu werden, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage durchzuführen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Die Selbstverpflichtungserklärung von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage lautet:

  • Ich setze mich dafür ein, dass meine Schule nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstaltungen durchführt, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, dann wende ich mich dagegen, spreche dies an und unterstütze eine offene Auseinandersetzung, damit wir gemeinsam Wege finden, einander respektvoll zu begegnen.
  • Ich bin aktiv, damit meine Schule jedes Jahr Projekte gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, durchführt.

In diesem Video erfahrt ihr, welche Schritte ihr gehen müsst, um eine Courage-Schule zu werden:

Toleranz und ungebremste Girlpower – Projekttage Humboldtschule

Donnerstag
12 Mai
2022

Anlässlich der SchulKinoWochen in Sachsen zeigte der Alte Gasometer den Film „Madison“, der den zunehmenden Leistungsdruck in der Schule und Gesellschaft hinterfragt. Es ist nicht möglich und auch nicht nötig immer zu gewinnen. Doch manchmal ist das leichter gesagt, als es andere akzeptieren. Wie lässt sich ein Kompromiss finden? Und wie kann ich meinen Standpunkt vertreten und überzeugend argumentieren? Waren die zwei wesentlichen Fragen, die uns beschäftigten. Während einige den Film langweilig fanden, waren andere Schüler*innen begeistert. Zuzuhören, zu verstehen und zu argumentieren sind Kompetenzen, die wie vieles Übung brauchen. In mehreren Runden wurden die Perspektive gewechselt, manchmal waren Argumente dafür und manchmal dagegen zu finden. Aber immer ging es darum, dem Gegenüber respektvoll zu begegnen, um mehr Facetten des Films zu entdecken. Bei bestem Wetter bot der Garten des Vereinshauses viel Raum zum Austausch.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Zwickau feiert buntes 1. Mai-Wochenende und bietet Neonazis keine Bühne

Sonntag
01 Mai
2022

Weit über zweitausend Menschen haben am 1. Mai in Zwickau Gesicht gezeigt und sind für eine weltoffene Stadt eingestanden. An vielen Orten in Zwickaus Zentrum war am Feiertag buntes Treiben angesagt, was letztlich auch dazu führte, dass die Neonazis rund um die rechtsextreme Partei Dritter Weg nicht wie geplant durch die Innenstadt marschieren konnte. Stattessen bestimmten Musik und bunte Farben die Szenerie, wie auch die breit angelegte Kampagne „Es gibt viele Wege schöner zu machen…“, an der sich weit über 100 Vereine, Händler und Unternehmen beteiligten.

Zusätzlich konnten über 5.000 € an Spendengeldern für den guten Zwickau gesammelt werden. Pro teilnehmenden Neonazi sollten fünf Euro an Aussteigerprogramme und Opferberatung gehen. Letztlich kam weitaus mehr Geld zusammen, als es die Teilnehmerzahl an der Neonazi-Demo erfordert hat. Diese belief sich auf etwa 150 Teilnehmende.

Bereits am Vorabend läuteten über 2.000 Menschen rund um den Hauptmarkt unter dem Motto „Tanzt in den Mai!“ den Feiertag ein, organisiert vom Alten Gasometer e. V., der IG Metall und weiteren Akteur*innen der Zwickauer Kulturszene. Highlights waren dabei die Auftritte von Keimzeit und Sebastian Krumbiegel.

Rund um das Wochenende agierte ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Kunst und Kultur, Kirche, Sport und Wirtschaft mit Kundgebungen, Musik, kulturellen Angeboten, Kunstaktionen und einem Mitmach-Fest auf dem Hauptmarkt.

https://vielewege-fuerzwickau.de/


Plakate für Z! Wir haben FRIEDEN. Wir haben FREIHEIT. Wir haben keine DIKTATUR.

Montag
20 Dez
2021

Bereits im ersten Lockdown starteten wir unser Kampagne #WIR.GEMEINSAM. – für Nachbarschaftshilfe, für Information und Dialog, für Hilfe – digital und vor Ort. Heute, knapp 2 Jahre später stehen wir kaum besser da. Die Kultur liegt brach, manche Schulen und Kitas sind offen, andere zu. Homeoffice wird immer mehr zur Belastung, die Innenstädte sind verwaist, Einzelhandel und Gastro leiden und viele sind erschöpft oder resigniert. Und dabei sterben jeden Tag weitere Menschen. Der eindringliche Appell der Mediziner*innen und Wissenschaftler*innen scheint die Dramatik gar nicht mehr ausdrücken zu können, die unser Gesundheitssystem erdrückt und damit die medizinische Versorgung der Bevölkerung gefährdet. Sachsen ist weltweit als Hotspot berüchtigt, wir fliegen Patient*innen in andere Bundesländer aus, Politiker*innen werden bedroht und die Impfquote in Sachsen ist nach wie vor die niedrigste in ganz Deutschland. Wie konnte es soweit kommen und was können wir tun?

Wir möchten ALLEN MUT MACHEN,

den Kontakt zu Menschen nicht abzubrechen, die sich vom wissenschaftlichen Konsens entfernt haben. Wir alle kennen solche Zerwürfnisse mit der eigentlich coolen Nachbarin, dem langjährigen Freund, dem eigenen Publikum, einer netten Kollegin oder sogar den Eltern oder Geschwistern. Nein es ist nicht aussichtslos und nicht alle sind Gegner*innen oder Verschwörer*innen. Die wichtigste Währung in einer Demokratie ist das Vertrauen. Wo dieses fehlt dürfen wir uns nicht leichtfertig darüber hinwegsetzen oder Unwissen belächeln. Wir müssen Vertrauen neu schaffen.

Wir möchten deshalb auch ALLE MAHNEN,

die sich heute moralisierend und ablehnend über Sachsen oder den Osten äußern. Die Regel ist sehr einfach, wenn so viele Menschen scheinbare Irrwege gehen, ist das Problem nicht mehr individualisierbar, sondern Ausdruck eines strukturellen Defizits. Der Osten bleibt eine erschöpfte Gesellschaft mit Brüchen und noch immer offenen Wunden. Es fehlen die Resilienzen (Anpassungsfähigkeiten) und eine starke Zivilgesellschaft. Dominierend ist noch immer eine Mentalität, die zwischen den Erfahrungen eines desolaten Staatssozialismus der 80er-Jahre und eines eiskalten Neoliberalismus in den 90er-Jahren gefangen scheint. Wie soll daraus Vertrauen erwachsen?

Wir möchten aber auch KLAR AUSSPRECHEN,

dass wir uns nicht länger treiben lassen von Verschwörungstheoretiker*innen und Extremist*innen und allen, die unsere Demokratie und ihre Verantwortungsträger*innen ablehnen, Hass und Hetze verbreiten und sogar offen unsere Politikerinnen und Politiker bedrohen. Wir müssen mit aller Schärfe und Härte dagegen vorgehen und auf klare Worte Taten folgen lassen. Das fördert das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Gemeinsam müssen wir VERTRAUEN SCHAFFEN,

denn es geht um mehr als eine Impfung und die Bezwingung der Pandemie. Es geht um unsere Demokratie. Die Kultur kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, Diskurse anregen, Themen vermitteln und Vergemeinschaftungsräume gestalten.

Deshalb bleibt zuversichtlich und ohne Groll. Vielleicht gelingt es gerade zur Weihnachtszeit das eine oder andere Herz zu öffnen und für Argumente zugänglich zu machen. Am Ende gilt, jeder Mensch will gesehen werden. Lasst uns uns nicht blind füreinander werden.

Deshalb unterstützen wir die Aktion:

Plakate für Z! – #ZwickauGehtAuchAnders

Mit einer wachsenden Plakat-Aktion wollen wir der (eigenen) Sprachlosigkeit etwas entgegensetzen. Lasst uns gemeinsam sichtbar machen, dass Zwickau auch anders geht!
Also einfach Plakatvorlagen ausdrucken + aufhängen wo auch immer ihr eine Möglichkeit dafür seht. Teilt diesen Aufruf, unterstützt diese Aktion oder denkt euch was eigenes aus – aber seid nicht länger still. Bitte! Danke.

Link zu den Plakaten: https://tinyurl.com/zgaa2021

Zum Instagram-Profil von Zwickau geht auch anders geht es hier.

Mutig Haltung zeigen – Vernetzungstreffen der Courage-Schulen im Gasometer

Mittwoch
10 Nov
2021

Das erste Regionaltreffen in Westsachsen seit 2019 und das erste Treffen dieser Art, seitdem Schule ohne Rassismus – Schule ohne Courage (kurz SoR) in Westsachsen unter der Trägerschaft des Alten Gasometers läuft: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte von vier Schulen aus dem Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis nahmen am 10.11.2021 das Angebot an, sich zu vernetzen, neue Impulse mitzunehmen und mit dem letzten Mauerflüchtling der DDR ins Gespräch zu kommen.

Zum Warm-up gab es ein kleines Speed-Dating: Aufgeteilt in 3 Gruppen diskutierten die Teilnehmenden über ihren Wunsch-Lehrplan. Sie durften in ihrer Fantasie einen Tag lang Bundeskanzler*in sein und überlegen, was sie als erstes ändern würden. Und sie hatten 3 Wünsche für die Menschheit frei – die Antworten: eine Welt ohne Geld, mit viel Toleranz und vor allem mehr Nachhaltigkeit wünschten sich die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

Im Anschluss ging es in die Workshop-Phase: Susann Peschel, SoR-Regionalkoordinatorin für Chemnitz, erarbeitete mit ihren Teilnehmenden, wie die Projektarbeit nach der Corona-Pause wiederbelebt werden kann und welche Stolperscheine auf dem Weg ins Netzwerk zu beachten sind. In einem zweiten Workshop diskutierte ein Referent der Amadeu Antonio Stiftung mit den Teilnehmenden über Verschwörungserzählungen.

Schließlich stand der Dokumentarfilm „Der Entschluss“ auf dem Programm, der die Geschichte des letzten Mauerflüchtlings der DDR, Hans-Peter Spitzner, und seiner Tochter Peggy erzählt. Gemeinsam mit Regisseurin Nancy Brandt und Co-Regisseur und Kameramann Thomas Beckmann stellten sie sich den zahlreichen Fragen der Teilnehmenden. Besonders die Perspektive der damals erst Siebenjährigen interessierte: ihre eigene Heimatlosigkeit durch die Flucht in den Westen, dann nach der Wende der Schritt zurück nach Chemnitz. Fragen nach Mut und Angst, Fragen nach Parallelen zu aktuellen Fluchtgeschichten standen im Raum. Hans-Peter Spitzners Appell: Zeigt mutig Haltung!

Film und Filmteam kommen übrigens auch in die Schulen der Region. Einfach Kontakt aufnehmen und Termin anfragen unter derentschluss-film.de

Neben Schulen, die bereits im Netzwerk aktiv sind, kamen auch Schulen zum Regionaltreffen, die sich erst auf den Weg machen, ihr Schulklima aktiv und nachhaltig zu verändern, sich für Courage, Menschenwürde, Gleichwertigkeit und gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.

Derzeit gibt es im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis neun Courage-Schulen. Drei weitere sind aktuell mitten im Aufnahmeprozess. Ein Berufsschulzentrum im Vogtland wird voraussichtlich noch im November mit dem Titel ausgezeichnet. Sachsenweit ist dem Netzwerk gerade die 100. Schule beigetreten. Patin des Tschirnhaus-Gymnasiums Dresden ist Sachsens Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung Katja Meier. Mehr über Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gibt es unter schule-mit.courage-sachsen.org.

Der Verein Alter Gasometer e.V. ist für die Region Westsachsen in Kooperation mit der Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. Träger des Projekts Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Seit Juli 2021 koordiniert Claudia Drescher als Regionalkoordinatorin für Westsachsen die Aktivitäten im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. | Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

SPENDENAUFRUF zum Gedenken an die Opfer des NSU

Dienstag
19 Okt
2021

Am 04.11.2011 wurde in Zwickau das neonazistische Terrornetzwerk des NSU enttarnt. Über zehn Jahre lebten die Mitglieder im Untergrund. So auch in der Stadt Zwickau. Gedeckt von einem Netzwerk aus Unterstützern, konnten Sie von hier aus Überfälle und Morde planen.

Der Zwickau Zivilgesellschaft ist es wichtig, den Menschen, die diesem Netzwerk zum Opfer gefallen sind, zu gedenken und einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung rechter Strukturen zu leisten, um weitere Gewalttaten zu verhindern.

Dafür brauchen wir eure Unterstützung:

Wachsendes Gedenken

Auf unsere Initiative hin ist in unserer Stadt im Herbst 2019 für jedes Opfer ein Gedenkbaum im Rahmen eines Gedenkortes für ein „wachsendes Gedenken“ gepflanzt worden. Von diesem Ort aus soll das Gedenken weiterwachsen. Daher haben wir die Idee, für jedes Opfer einen Baum in die Heimatstädte zu versenden. Da die Bäume an den unterschiedlichsten Orten stehen sollen und auch die Familien der Opfer in die Wahl des Baumes mit einbezogen werden, benötigen wir eure Unterstützung, um die Wünsche so gut es geht erfüllen zu können.

Den Opfern ein Gesicht geben

Bereits am Tag der Urteilsverkündung gegen Beate Zschäpe gedachte die Zivilbevölkerung Zwickaus den Opfern. Damit die getöteten Menschen nicht nur Namen bleiben, kreierte ein Künstler Banner, auf denen die Namen und Gesichter der Opfer sichtbar sind. Aufgespannt auf Alu-Traversen wurden diese auf dem Hauptmarkt in Zwickau aufgestellt. Diese Banner sollen am 04.11. erneut in Zwickau platziert werden. Damit der Aufbau sichergestellt und die Ausstellungsstücke vor Vandalismus geschützt werden können, sollen die in dieser Aktion gesammelten Spenden verwendet werden.

Hier geht’s zur Spendenaktion: Gedenken an die Opfer des NSU – Alter Gasometer e.V. – betterplace.org

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Kein Schlussstrich – Bundesweite Aktionswochen in Zwickau!

Donnerstag
14 Okt
2021

Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms im Gewandhaus Zwickau

Die bundesweiten Aktionswochen unter dem Motto „Kein Schlussstrich!“ sind ab dem 21.10. auch in Zwickau zu Gast. Insgesamt beteiligen sich 15 deutsche Städte daran.

Zehn Jahre ist es her, dass der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) enttarnt wurde. Die Veranstaltungsreihe geht mittels unterschiedlicher Veranstaltungsformate wie Konzerte, Ausstellungen, Theater, Diskussionsrunden und Kino auf die Aufarbeitung des NSU-Komplexes, aktuelle Strukturen und natürlich die Geschichte der Opfer und Hinterbliebenen ein. Ab dem 21.10. finden in Zwickau in Kooperation mit den Zwickauer Novembertagen über 15 Veranstaltungen statt. Wichtiger Bestandteil ist dabei das städtische Gedenken an die Opfer des NSU am 4.11.2021. Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Theater Plauen-Zwickau, dem Alten Gasometer und der Stadt Zwickau organisiert.

Hier geht’s zum Programm:

https://www.theater-plauen-zwickau.de/kein-schlussstrich-.php

Flyer zum Download:

https://issuu.com/wir-gemeinsam/docs/21fly_kein_schlussstrich_2021_final

Als besondere Aktion startet am 15.10.2021 zudem ein Spendenaufruf an die Zwickauer Zivilgesellschaft, um das Gedenken am 04.11. und weitere Aktionen zu finanzieren. Ziel sind 4.000€!