Europäisches Gymnasium Waldenburg feiert 20 Jahre Schule mit Courage

Montag
17 Jun
2024

Heute vor 20 Jahren wurde das Europäische Gymnasium Waldenburg ganz offiziell in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aufgenommen. Seitdem ist viel passiert, seitdem hat sich viel verändert. Die Schüler*innen und auch ein Teil der Lehrkräfte von damals sind nicht mehr an der Schule – eine neue Generation muss den Titel mit Leben füllen, für den sich am 17. Juni 2004 mehr als 70 Prozent der damaligen Schulgemeinschaft ausgesprochen haben.

Auf den Regional- und Landestreffen des Courage-Netzwerks war und ist die Waldenburger Schule regelmäßig mit einer Abordnung vertreten. Damit der Titel darüber hinaus für alle Schüler*innen des Gymnasiums mehr ist als ein Schild an der Schultür, hatte eine engagierte Lehrerin gemeinsam mit der Schülersprecherin Ende Mai einen vielfältigen Courage-Projekttag auf die Beine gestellt. Es ging sportlich zu und auch musikalisch. Im Schulhaus waren lautstarke Trommeln zu hören, ebenso aufrüttelnde Songs wie „Zombie“ oder „We are the world“.

Man könnte sich künstlerisch einbringen, eine digitale Schnitzeljagd absolvieren oder sich mit dem großen Thema Europa auseinandersetzen und mit einem EU-Abgeordneten debattieren. Zur Auswahl standen außerdem Sprach-Tandems und Traditionen im internationalen Vergleich, aber auch ein Workshop rund um den Naturschutz oder ein Workshop zu den gemeinsamen Ursprüngen unterschiedlicher Religionen.

Zum Start in das neue Schuljahr soll es nach längerer Pause wieder eine Aktivengruppe geben, um die Themen des Courage-Netzwerks im Schulalltag noch sichtbarer zu machen. Auf der Schulhomepage ist auch ein Bericht zu diesem Aktionstag zu finden.

Alle nicht gekennzeichneten Fotos: Europäisches Gymnasium Waldenburg

Erste Grundschule in Westsachsen ins Courage-Netzwerk aufgenommen!

Dienstag
30 Apr
2024

Unter einem strahlend blauen Himmel standen knapp 200 strahlende Grundschulkinder, dazu ein glücklicher Schulleiter und ein engagierter Pate: Seit Dienstag ist die DPFA-Regenbogen-Grundschule „Carl Friedrich Benz“ in Zwickau-Eckersbach eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Damit ist sie die erste Grundschule in Westsachsen, die diesen Titel trägt. Sachsenweit sind es jetzt 124 Courage-Schulen, sechs davon Grundschulen.

Die Titelverleihung und Übergabe der Plakette war am Nachmittag der krönende Abschluss eines besonderen Tages. Denn vor einem Jahr stimmten die Kinder von Klasse 1 bis 4 darüber ab, ob sie zum Courage-Netzwerk gehören und die Selbstverpflichtung eingehen wollen, sich aktiv gegen Rassismus und für Courage einzusetzen. Um ins Netzwerk aufgenommen zu werden, müssen mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder in einer geheimen Wahl mit Ja stimmen. Knapp 90 Prozent waren im April 2023 klar für diesen Schritt.

„Und jetzt, genau ein Jahr später, haben wir die Abstimmung wiederholt, weil es uns wichtig ist, dass auch die hinzugekommenen Schüler wissen, für was dieser Titel steht – das heutige Ergebnis ist mit 94 Prozent ein klares Signal, dass wir als Schule mutig vorangehen wollen“, sagte Schulleiter Rudolf Bechauf bei der Titelverleihung. „Das Siegel unterstreicht unsere Absicht, jeden Tag mit Respekt, Toleranz und der Bereitschaft, voneinander zu lernen, zu leben. Das Schild an der Tür ist ein wichtiges Signal nach außen. Wichtiger ist jedoch, diese Werte in jedem Klassenzimmer, auf jedem Flur und auf dem Schulhof zu leben.“

„Bildung braucht Haltung. Unser Anspruch ist es, Schule als einen weltoffenen und diskriminierungsfreien Ort zu gestalten“, betonte Catrin Liebold, Geschäftsführende Gesellschafterin der DPFA Akademiegruppe bei der Titelverleihung und zitierte Mahatma Ghandi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst.“

Klare Worte fand auch der Pate der DPFA-Regenbogen-Grundschule Gunnar Tichy, Redaktionsleiter von Radio Zwickau und Musiker der Zwickauer Band SK5. Der Vater von zwei (inzwischen großen) Kindern, die selbst auf diese Schule gegangen sind, war sofort einverstanden als er gefragt wurde, ob er die Patenschaft übernehmen möchte. Außerdem nahm er sich am Vormittag die Zeit, beim zweiten „Tag der Toleranz“ dabei zu sein. Im Klassenverband starteten die Mädchen und Jungen an diesem Dienstag unterschiedlichste Projektarbeiten rund um die Themen Courage, Toleranz und Vielfalt.

Marlene Jakob, sächsische Landeskoordinatorin von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, übergab gemeinsam mit der Regionalkoordinatorin für Westsachsen, Claudia Drescher-
Kriegsmann vom Verein Alter Gasometer e.V., die offizielle Ernennungsurkunde und die Plakette.

Anschließend besuchten Schüler*innen, Schul- und Geschäftsleitung gemeinsam mit der Regionalkoordinatorin die Gedenkbäume für die Opfer des NSU am Zwickauer Schwanenteich und befestigten selbst gebastelte Kraniche am Gedenkbaum für Mehmet Kubaşik. Er wäre am 1. Mai 58 Jahre alt geworden. Die DPFA Akademiegruppe hatte den Baum im November 2019 gespendet, im Jahr 2022 übernahmen die Zwickauer DPFA-Regenbogen-Schulen die Gedenkpatenschaft, die der Demokratiearbeitsbereich des Gasometers ins Leben gerufen hat.

Viele Wege Festival 2024: Mitmach-Sonntag in der Hauptstraße

Mittwoch
17 Apr
2024

Kugellauf, Einrad und Jonglage mit dem Circus Salto Salcin. Live Performance und 360° Virtual Puppetry mit dem Puppentheater Zwickau. Lötworkshop mit hübschen Bausätzen, mit 1D-Pong ein LED-Game für zwei oder 3D-Druck unter dem Motto „Katzenohren für alle!“ mit dem z-Labor. Das Projekt 46 verwandelt sich in ein Märchenland und direkt davor baut ihr euch mit dem Jugendbereich des Alten Gasometer eine (Mini-)Stadt so, wie sie euch gefällt – das alles und noch viel mehr ist das VIELE WEGE Mitmach-Straßenfest am Sonntag, 28. April von 14 bis 18 Uhr in der Zwickauer Hauptstraße!!

Geht mit dem Puppentheater Zwickau auf einen besonderen Stadtrundgang mit dem Stadthörspiel – leiht euch dafür am Stand des Gasometers (gegenüber Projekt 46) einen MP3-Player aus und entdeckt „Zwickaus Geheimnis“ oder taucht ein in „ZwischenWelten“. Oder ihr bleibt in der Hauptstraße und lasst euch auf das Ein-Personen-Theaterstück „Lambe Lambe“ oder die Mini-Bühne des Puppentheaters (14 Uhr, 15.30 Uhr und 17 Uhr) ein. Ihr habt keine Ahnung, was Virtual Puppetry ist? Dann nichts wie rein ins Projekt 46 und die VR-Brille aufgesetzt! Das z-Labor stattet euch ebenfalls im Projekt 46 aus, allerdings mit Katzenohren aus dem 3D-Drucker.

Lasst euch vom Mehrgenerationenhaus des SOS Kinderdorfs in bunte Fantasiewesen verwandeln und stoppt dann am Fotopoint „Gib Kindern Flügel“ vor der Galerie der Freunde Aktueller Kunst – wo es in den Räumen des Kunstvereins übrigens für die „Großen“ auch noch eine spannende Videoprojektion zu sehen gibt und Kunstkataloge zum Mitnehmen für alle.

Alle Mitmach-Angebote sind kostenfrei

Am Eingang zur Hauptstraße / Ecke Schumannplatz baut die Westsächsische Hochschule Zwickau eine Mini-Forscherstation auf. Dort könnt ihr euch in der Welt der Wissenschaft verlieren, während eure Eltern und Großeltern sich Zukunftsmusik um die Ohren wehen lassen. Eine Künstler*innen-Initiative aus Dresden macht ab 15 Uhr mit Fragen, Songs und anderen Beiträgen Mut, der Demokratie in Sachsen zur Seite zu stehen.

Wenn ihr erstmal eine Stärkung braucht, stoppt am Projekt 46 oder im Bistro HIL, wo jeweils verschiedene Leckereien auf euch warten, schnappt euch ein italienisches Eis am Eiswagen oder backt euch gleich selbst eine Waffel am DIY-Waffelstand des Freiraum Kultur e.V. Ihr dürft und ihr sollt ausdrücklich einfach mal machen! Der Bauch ist voll, ihr braucht eine Pause? Lasst in unserer Chill Area einfach kurz alle Fünfe gerade sein!

Doch lieber noch ein bisschen bewegen oder zumindest die Hände etwas gehen lassen? Dann seid ihr am Stand der DPFA Regenbogen-Schulen genau richtig, beim Leitergolf oder beim Basteln von Sonnenschirmen. Mit der Ortsgruppe Zwickau des Origami Deutschland e.V. verwandelt ihr ein Blatt Papier in kleine Kunstwerke und direkt nebenan könnt ihr mit dem KIB Zwickau kreativ sein und spielen. Übrigens: Alle Mitmach-Angebote an diesem Sonntagnachmittag sind kostenfrei.

Hier ist was los! Straßenmusik, Theater und Zirkus!

Weil ein Straßenfest ohne Straßenmusik nur halb so gut ist, haben wir die Zwickauer Band Bunte Hunde eingeladen, uns den Sonntag musikalisch zu versüßen. In charmant-wortgewandten Songs bringen die Herren klangvolle Poesie auf die (Haupt-)Straße. Bei der Jam Session International mischen sich unterschiedlichste musikalische Einflüsse zu einem bunten Klangteppich, der garantiert zu rhythmischen Zuckungen führt. Beide Bands sind zwischen 14 und 18 Uhr an wechselnden Orten in der Hauptstraße zu hören.

Die Zwickauer Papageien – eine Kooperation der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau und des Jugendblasorchesters Zwickau e.V. – zeigen zwischen 16 und 16.30 Uhr (etwa auf Höhe des Friseurgeschäfts in der Hauptstraße 49), wie viel Freude Blasmusik macht. Den Circus Salto Saracin erlebt ihr bei insgesamt drei Performances (ca. 14.15 Uhr, 15.15 Uhr und 17.15 Uhr) an der Ecke Hauptstraße / Rosengässchen (vor Fielmann) – und jederzeit dazwischen, wenn ihr selbst ordentlich Zirkus veranstalten wollt! Schaut den jungen Artist*innen bei ihrer Luftakrobatik zu und probiert selbst mal aus, wie lange ihr auf einer Kugel laufen könnt.

Und: Laut sein dürft ihr an diesem Sonntagnachmittag und mitten auf der Hauptstraße auch tanzen! Wer‘s ruhiger mag, geht einfach 14 Uhr zur deutsch-ukrainischen Kinderlesung in die Crêperie. Klingt nach Spaß? Das wollen wir doch stark hoffen!

Vor Ort findet ihr Aushänge, wann wo was läuft – aber vielleicht lasst ihr euch auch einfach entspannt durch die Hauptstraße treiben!

Ein großes DANKESCHÖN an dieser Stelle schon einmal an alle engagiert mitwirkenden Menschen und die Läden der Hauptstraße, die uns mit Strom versorgen!!

Poetry Slam bei Günes Döner ab 18.30 Uhr

Ihr habt noch immer nicht genug und seid so neugierig, euch auch noch auf eine Reihe nachhaltiger Verse einzulassen?!

Taucht ein in die Welt nachhaltiger Stadtkonzepte durch die Kraft der Poesie! Erfahrt, wie talentierte Dichter*innen die Vielfalt urbanen Lebens in beeindruckenden Versen einfangen. Genießt köstliche Speisen und Getränke inmitten kreativer Energie. Seid Teil einer Bewegung, die die Zukunft gestaltet, und lasst euch von den Träumen einer nachhaltigen Stadt inspirieren… und beobachtet einfach, wie dumm die Gäste schauen, wenn sie auf der Suche nach etwas Essbarem völlig unverhofft mitten hinein in einen Poetry Slam stolpern. Ist das nicht auch irgendwie Stadtentwicklung?!

Viele Wege Festival 2024: Das Programm steht!

Donnerstag
04 Apr
2024

Straßenfeste, Musik, Lesungen, Kinderkino oder Theater für Groß und Klein. Tanz für Alt und Jung. Diskussionen über das Leben und die Zukunft in unserer Stadt. Das alles bietet das VIELE WEGE Festival in seiner zweiten Auflage vom 25. April bis 1. Mai 2024 in Zwickau – vieles davon bei freiem Eintritt. Ein buntes, kulturpolitisches Festival mit einer klaren Message: Für ein visionäres, entspanntes und lächelndes Zwickau, das alle mitgestalten können.

Highlights mit Sebastian Krumbiegel, Dirk Oschmann und einem visionären Stadtgespräch

Ein Highlight ist das Hinterhof-Konzert mit Sebastian Krumbiegel am Montagabend (29. April) auf dem Gelände der neu sanierten Villa Falck (Gründerzentrum in der Äußeren Schneeberger Straße 35). Die Lesung und Diskussion mit Dirk Oschmann zu seinem Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ greift eine längst überfällige Debatte auf. Gemeinsam mit Frank Richter, dem ehemaligen Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, geht der Autor am Freitagabend (26. April) im Alten Gasometer der Frage nach, was die Definition des Ostens als Abweichung von der Norm mit der Gesellschaft macht.

Am Samstagnachmittag (27. April) steht das zweite Stadtgespräch unter der Überschrift „Visionäres Zwickau?!“ an. Was braucht Zwickau, um nicht nur junge oder sich abgehängt fühlende Menschen, sondern auch ein positives Image zurückzugewinnen? Nach einem wissenschaftlichen Input von Prof. Dr. Udo Rudolph (Professur für Allgemeine und Biopsychologie an der TU Chemnitz) geht es u.a. im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Constance Arndt und dem Rektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau Prof. Dr.-Ing. Stephan Kassel um Fakten, aber auch um gefühlte Wahrheiten. Und das alles an einem besonderen Ort: dem Schüler-Lab der WHZ (ehemals Commerzbank).

Straßenfeste und Begegnung

Wer feiern mag, ist zum Mitmach-Straßenfest am Sonntag (28. April) genau richtig oder aber zur inzwischen dritten Auflage von Tanz(t) in dem Mai am Dienstag (30. April) mit einer vielfältigen Mischung aus Livemusik und DJ-Sets. Das Motto: einfach mal machen, fröhlich und ausgelassen sein, auf der Straße tanzen und die sonst so still gewordene Zwickauer Hauptstraße mit Leben füllen.

Das komplette Programm gibt’s auf unserer Webseite und auf der Viele Wege Festival Webseite.

Wir freuen uns auf ein buntes Zwickau, dass gemeinsam mit uns neue Wege geht!

Zum Hintergrund

Alle Programmpunkte – egal ob Kinderkino, Lesung, Theater oder Diskussion – haben den Anspruch, gesellschaftspolitisch relevante Fragen aufzugreifen und zum Nachdenken oder ins Gespräch kommen anzuregen. Gemeinsam sollen verschiedene (viele) Wege erkundet werden, wie das städtische Leben in Zwickau aussehen könnte. Mit niedrigschwelligen Angeboten soll damit auch eine Übersetzungsleistung politischer und gesellschaftlicher Diskurse sowie Transformationsprozesse aus Großstädten vollzogen werden, die vor allem die Bedürfnisse jüngerer Menschen ernst nimmt und ihnen eine Plattform bietet.

Das Festival fördert nicht nur den Austausch zwischen den Künstler*innen und den Menschen vor Ort, sondern setzt sich auch aktiv für die Sichtbarmachung von Themen ein, die in der Gesellschaft oft übersehen werden. Das VIELE WEGE Festival versteht sich als kulturpolitisches Statement, das die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion betont und zeigt, wie Kunst und Kultur als Mittel zur Förderung eines gemeinschaftlichen Verständnisses und zur Überwindung von Barrieren dienen können. Das VIELE WEGE Festival ist somit mehr als nur eine Veranstaltung; es ist eine Bewegung. Gemeinsam wollen wir durch die Kraft der Kultur Brücken bauen und einen Dialog zwischen verschiedenen sozialen Gruppen fördern.

Courage-Netzwerk mit Schulbesuchen ins neue Jahr gestartet

Mittwoch
31 Jan
2024

Das neue Jahr ging für die SoR-Regionalkoordination Westsachsen gut los: Im Kalender für Januar standen gleich mehrere Schulbesuche. Das Europäische Gymnasium Waldenburg ist seit fast 20 Jahren Teil des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR-SmC). Im Juni kurz vor Ende des Schuljahres steht das Jubiläum an. Beim Schulbesuch in der zweiten Januarwoche erfuhr Regionalkoordinatorin Claudia Drescher-Kriegsmann, was es alles Neues an der Schule gibt. Gemeinsam mit Schülersprecherin Emily und Schulassistentin Heike Siegemund besprachen wir Ideen für die Ausgestaltung des 20-Jährigen.

Noch mitten im Aufnahmeprozess sind die DPFA-Schulen Zwickau. Auch hier gibt es erfreuliche Neuigkeiten zu vermelden: An der Grundschule im Zwickauer Stadtteil Eckersbach steht nach der erfolgreichen Abstimmung im letzten Mai nun die Titelverleihung ins Haus. Voraussichtlich Ende April 2024 ist es endlich so weit und wir können offiziell die allererste Grundschule in der Region Westsachsen im Courage-Netzwerk begrüßen! „Da freue ich mich jetzt schon drauf. Zumal auch die weiteren drei Schularten unter dem Dach der DPFA in Zwickau ihren Weg ins Netzwerk weiter vorantreiben“, meint Regionalkoordinatorin Claudia. Ein konkreter Termin für die Abstimmung an Oberschule, Gymnasium und Berufsfachschule steht zwar noch nicht fest, aber die ersten Schritte sind gemacht.

Eine weitere Grundschule steht schon in den Startlöchern: Die Thomas-Müntzer-Grundschule in Limbach-Oberfrohna hat im Rahmen eines tollen Projekttages Mitte November 2023 die Abstimmung erfolgreich absolviert und ist damit ebenfalls auf dem Weg ins Netzwerk. Bei ihrem Schulbesuch Mitte Januar erfuhr die Regionalkoordinatorin mehr über den Courage-Tag an der Grundschule im Ortsteil Rußdorf – im Klassenverband bearbeiteten die Schüler*innen Aufgabenstellungen rund um Courage, Stärke und Mut, lernten in Rollenspielen Streitigkeiten zu schlichten und sich bei Vorurteilen und Ausgrenzung zu positionieren. „Praktisch und spielerisch haben wir uns mit dem Thema Zivilcourage beschäftigt und an diesem Projekttag die Abstimmung durchgeführt“, erzählt Schulsozialarbeiterin Nicole Semper. Nun läuft die Suche nach einer Patin oder einem Paten und die Vorbereitung der Titelverleihung.

Eine Woche später besuchte die Regionalkoordination gleich noch eine weitere Schule in Limbach-Oberfrohna für eine Projektvorstellung: Das Freie Evangelische Limbacher Schulzentrum interessiert sich ebenfalls für das Courage-Netzwerk.

Termine für Regional- und Landestreffen stehen fest!

Im Februar und März stehen dann Schulbesuche im Vogtlandkreis im Kalender und die ersten Vorbereitungen für das Regionaltreffen Westsachsen. Der Termin steht bereits: Am Mittwoch, 18. September kommen wir wieder im Alten Gasometer zusammen. Also schon mal den Termin fett im Kalender markieren und auch den 14. Juni 2024 freihalten! Dann steht das Landestreffen Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage an. Dieses Mal sehen wir uns im Dresdner Hygienemuseum.

Ihr wollt mehr über das Courage-Netzwerk erfahren? Dann schaut gern mal HIER vorbei.

KEIN BOCK AUF NAZIS mit LOIKAEMIE, THE MOVEMENT, BUBONIX, PESTPOCKEN & THE RUNNINGS

Samstag
27 Jan
2024

Nach dem u.a. 100 Kilo Herz im vergangenen Jahr schon gut vorgelegt hatten, war das zweite KEIN BOCK AUF NAZIS Konzert im Alten Gasometer Zwickau schon Wochen zuvor ausverkauft gewesen. Kein Wunder, denn neben der guten Erinnerung an das letzte Jahr, konnten wir mit LOIKAEMIE einen außergewöhnlichen Headliner präsentieren.

Doch damit nicht genug, denn bereits mit der ersten Band, THE RUNNINGS aus Leipzig, kam Bewegung in den Saal. Und die hörte bis zum letzten Ton des Konzertes auch nicht wieder auf. Das Publikum bewies Kondition, denn die 5 Bands spielten allesamt lange Sets und Headliner LOIKAEMIE legte mit 90 Minuten noch einen drauf! Doch zunächst sorgten als zweite Band des Abends die PESTPOCKEN für die Definition eines Punkkonzerts. Es war absolut nichts zu vermissen. Nach diesem Abriss ging es nach kurzer Umbaupause auch schon mit BUBONIX weiter, die etwas härtere Klänge anschlugen. Gefolgt von THE MOVEMENT, welche im Anzug die Bühne betraten und so erstmal völlig aus Reihe fielen. Musikalisch passte es aber perfekt, denn sie lockerten die Stimmung als vorletzte Band nochmal auf und ließen die Leute ordentlich feiern. Doch dann gab es kein Halten mehr, denn LOIKAEMIE holten das letzte bisschen Kondition aus der pogenden Masse, die wie ein Ozean im Saal hin und her schwappte. Textsicher wurden die Songs mitgesungen und an politischen Statements herrschte kein Mangel.

Mit diesem Abend wurde wieder mal ein starkes Zeichen gesetzt und der Andrang zeigt: Zwickau hat KEIN BOCK AUF NAZIS!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Fotos: Alter Gasometer e.V. | Ben Ulke 

Novembertage 2023: Erinnern, Gedenken und Zusammenkommen in Zwickau

Montag
16 Okt
2023

Novembertage 2023: Erinnern, Gedenken und Zusammenkommen in Zwickau 189

Rund um den schicksalhaften und geschichtsträchtigen Monat November blicken wir zurück in die Historie unseres Landes und der Stadt Zwickau. Reichspogromnacht, friedliche Revolution und die (Selbst-) Enttarnung des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sind Ereignisse, mit denen wir uns auseinandersetzen wollen und müssen.

Oder anders ausgedrückt: Nationalsozialismus und Menschenfeindlichkeit damals wie heute, DDR-Unrecht, aber auch der Mut der Menschen, sich dagegen aufzulehnen für Werte, die für nachfolgende Generationen inzwischen selbstverständlich sind oder es sein sollten. Wir wollen daher vom 19. Oktober bis 1. Dezember 2023 bei mehr als 30 Veranstaltungen nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern auch das Leben in Gegenwart und Zukunft gestalten.

Das vollständige Programm der Novembertage 2023 gibt es in der Programmübersicht und HIER: Programm – NOVEMBERTAGE 2023

Die Novembertage 2023 bieten erneut eine Vielzahl von Formaten: Ausstellungen, Konzerte, Diskussionsrunden, Schulkino oder Lesungen, überall geht es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu lernen und Dinge für die Zukunft mitzunehmen. In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, der Stadtverwaltung Zwickau sowie vielfältigen Partnern der Stadtgesellschaft spannen die Novembertage 2023 den Bogen von einem antirassistischen Fußballturnier für Kinder und Jugendliche, über Konzerte von Pöbel MC und ZSK bis hin zu einer Lesung mit Hendrik Bolz aus seinem Buch „Die Nullerjahre“. Mit Dr. Martin Böttger, engagierter Zwickauer Kommunalpolitiker und ehemaliger Leiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Chemnitz, blicken wir zurück auf ein bewegtes Leben.

Die Novembertage 2023 beginnen am 19. Oktober mit einem Vortrag zum NSU-Komplex im Projekt 46 und der Frage, warum es in diesem Jahr am 4. November, dem Jahrestag des Auffliegens der rechtsextremen Terrorzelle, eine Demonstration im erzgebirgischen Johanngeorgenstadt geben wird. Die Ausstellung Damit solche Taten aufhören“ im Projekt 46 macht die Stimmen von Betroffenen des NSU-Terrors ab 26. Oktober hör- und sichtbar.

Der Bürger*innendialog zum NSU-Komplex wird im Rahmen der diesjährigen Novembertage fortgeführt. Gemeinsam wollen wir am 15. November schauen, was seit letztem Jahr in Zwickau geschah und wie der aktuelle Stand rund um ein Dokumentationszentrum auf Landesebene ist. Auch der Thementag „If the kids are united against racism“ des Vereins Roter Baum e.V. steht in diesem Jahr im Zeichen der Aufarbeitung des rechten NSU-Terrors – jetzt an mehreren Tagen vom 28. Oktober bis 4. November mit Soccer-Turnier, Konzert und Diskussion der Machbarkeitsstudie des RAA Sachsen e.V.

Das Gedenken an geschichtsträchtigen Orten der Stadt Zwickau wird ebenfalls nicht fehlen: Am 4. November ist eine Gedenkveranstaltung an den Gedenkbäumen am Schwanenteich geplant, organisiert von Akteuren der Zwickauer Zivilgesellschaft. Am Marienplatz ist in der Zeit von 11 bis 16 Uhr unter der Überschrift „The Arriver – Diese Stadt ist nicht… Teil II“ eine Kunstperformance geplant. Am Abend dieses Tages liest das Theater Plauen-Zwickau „Gegen das Schweigen“ an – mit einer musikalischen Lesung nach Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek werden Theatermacher*innen im Gewandhaus Zwickau der Sprachlosigkeit zur Rede verhelfen.

Auch an die Pogromnacht am 9. November 1938 wird selbstverständlich erinnert: Mit einer Kranzniederlegung auf dem Jüdischen Friedhof und am Georgenplatz, an dem sich einst das Polizeipräsidium befand. Im Anschluss putzen engagierte Bürgerinnen und Bürger die Stolpersteine auf Zwickaus Straßen.

Bei einem Schulkino am 15. November im Astoria Filmpalast nähern wir uns dem Leben jüdischer Menschen im Ausnahmezustand während der Zeit des Nationalsozialismus: „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ erzählt eindrücklich, wie sich junge Jüdinnen und Juden trotz der ständigen Gefahr für Leib und Leben organisierten. Dieser Film zeigt, dass es auch im größten Terror Menschen gibt, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und sich gegen Totalitarismus und Diktatur wehren. Auch das Mondstaubtheater Zwickau beschäftigt sich in einem Theaterstück der etwas anderen Art mit diesem Thema – und gedenkt dafür am 26. November in „Jubiläum – eine Geisterstunde“ der Jubiläen der Liebe und des Hasses.

Bei einer Lesung in der Fußballfan-Kneipe „Alois“ am Neumarkt begeben wir uns am 7. November gemeinsam mit der Schauspielerin Elisa Ueberschär – von 2013 bis 2015 Ensemblemitglied des Theaters Plauen-Zwickau – auf Spurensuche: Wie viel „DDR-Mentalität“ steckt eigentlich heute noch in der Wendegeneration? Sie verknüpft die Worte der DDR-Autorin Brigitte Reimann und deren unvollendeten Roman „Franziska Linkerhand“ mit persönlichen Gedanken und schlägt so die Brücke ins Heute.

Zudem beteiligt sich das Theater Plauen-Zwickau mit zwei Vorstellungen: Nach dem Roman „Über Menschen“ von Juli Zeh wird das Publikum in ein kleines brandenburgisches Dorf entführt, in dem nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint – am allerwenigsten der Dorf-Nazi. Erstmals ist auch das Robert-Schumann-Haus Zwickau mit einer Veranstaltung bei den Novembertagen dabei. In Gedenken an zwei hingerichtete Revolutionäre des Jahres 1848 spielt Thomas Synofzik bei einem Mittagskonzert am 9. November Werke von Alfred Julius Becher, dazu werden Auszüge aus Briefen Robert Blums gelesen.

Zeitzeugengespräche, Diskussionsrunden zum Ukraine-Krieg oder zum aktuellen Demonstrationsgeschehen sowie ein Workshop der Volkshochschule Zwickau, in dem man lernt mit Stammtischparolen umzugehen, ergänzen das diesjährige Programm der Novembertage. Neben Veranstaltungen in der Stadt Zwickau stehen auch Veranstaltungen in Lichtenstein und Werdau auf dem Programm.

Ihren Abschluss finden die Novembertage 2023 am 1. Dezember mit einem Konzert von ZSK im Alten Gasometer.

Zwickauer „Projekt 46“ gewinnt 3. Platz und erhält 25.000 € von der Ferry-Porsche-Stiftung

Freitag
30 Jun
2023

Stuttgart. Zwickau „Kultur schafft Teilhabe“ – das haben gemeinnützige Organisationen aus Baden-Württemberg und Sachsen bei der Ferry Porsche Challenge unter Beweis gestellt. Im Porsche Museum Stuttgart hat die Ferry-Porsche-Stiftung besonders kreative und innovative Projekte prämiert, die den Zusammenhalt, soziale und kulturelle Teilhabe stärken und Ausgrenzung entgegenwirken. Über 300 Projekte standen zur Wahl – das Zwickauer „Projekt 46“ gewann in Zusammenarbeit mit dem Alten Gasometer e.V. und dem Stadtmanagement den 3. Platz und damit 25.000€ Preisgeld.

Das „Projekt 46“ existiert seit Februar dieses Jahres in der Hauptstraße 46 in der seit Jahren leerstehenden Ladeneinheit, ehemals „Uta Röder Moden“, und lockte seither über 4.000 Gäste an. Lesungen, Theater, Kino, Workshops, Diskussionsrunden und auch der ein oder andere musikalische Abend, zum Beispiel im Rahmen des „Viele Wege Festivals“ oder der „Feté de la Musique“ beleben die Innenstadt, zeigen das kreative Potential vieler junger Menschen aus Zwickau und setzen dem demographischen Wandel etwas entgegen. Die Zukunft des Projektes über das Jahr hinaus ist allerdings noch ungeklärt. Mitunter kann das Preisgeld helfen.

Zwickauer Zivilgesellschaft im Gespräch mit Vertreter*innen der Katholischen Kirche

Mittwoch
14 Jun
2023

Austausch im Grünen: Bei einem informellen Gespräch kamen an diesem Mittwoch Vertreter*innen der Katholischen Kirche mit aktiven Menschen der Zwickauer Zivilgesellschaft zusammen. Initiiert vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) – der wichtigsten katholischen Laienorganisation – waren Erzbischof Stefan Heße und ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp in den Garten des Alten Gasometers gekommen, um aus erster Hand zu erfahren, welche Erfahrungen Akteur*innen der Region im Kampf gegen Rechtsextremismus machen, welchen Herausforderungen sie sich gegenüber sehen und was sie antreibt Haltung und Courage zu zeigen. Rund 20 Menschen nahmen an dem persönlichen und sehr offenem Austausch teil.

Zuvor war die Delegation u.a. bei Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt zu Gast. Anlass für den Besuch der Stadt war die erstmals in Dresden stattfindende Verleihung des fünften Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Dieser Preis wird durch die Deutsche Bischofskonferenz zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken verliehen.

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp und Erzbischof Stefan Heße, der zudem Flüchtlingsbeauftragter und Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, nahmen die Preisverleihung am Mittwochabend vor. Insgesamt drei Preisträger wurden für ihre außerordentlichen, vom christlichen Glauben getragenen Projekte geehrt. „Gerade in diesen Wochen merken wir, wie das Asylrecht infrage gestellt wird, wie auch die Rhetorik der AfD immer wieder aufs Neue bei vielen Menschen verfängt, wie wir Wehrhaftigkeit in unserer Demokratie neu lernen und unter Beweis stellen müssen“, sagte Irme Stetter-Karp im Rahmen der Verleihung.

Auch der Erzbischof betonte im Gespräch in Zwickau sowie bei der Preisverleihung die Notwendigkeit, Haltung zu zeigen: „Vor dreißig Jahren erschütterten uns die Bilder von brennenden Asylbewerber-Unterkünften und anderen fremdenfeindlichen Taten in Solingen, Mölln oder Rostock-Lichtenhagen. Das waren nicht die ersten fremdenfeindlichen Taten nach dem Nationalsozialismus, und es waren nicht die letzten. Denken wir nur an Halle und Hanau und die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Jede Tat ist eine zu viel und muss uns Mahnung sein, gegen jede Form des Rassismus aufzustehen!“

Wir bedanken uns für den interessierten Austausch und den Besuch!

Erste Grundschule der Region auf dem Weg ins Courage-Netzwerk

Mittwoch
31 Mai
2023

Die Zwickauer DPFA-Regenbogen-Grundschule „Carl Friedrich Benz“ hat sich als erste Grundschule der Region Westsachsen auf den Weg ins Courage-Netzwerk gemacht. Bei einer Abstimmung im Rahmen eines Projekttages rund um die Themen Courage und Toleranz haben sich 89 Prozent der Schulmitglieder für ein JA entschieden. Wir sagen: Herzlich willkommen! Vier Viertklässler*innen hatten in einem Hortzimmer eigens ein kleines Wahlbüro eingerichtet und mithilfe von großen bunten Legosteinen Wahlkabinen gebaut.

Die Grundschule will den Projekttag und die Abstimmung von nun an jährlich wiederholen, um auch die Erstklässler jedes Jahr aufs Neue im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage mitzunehmen. „Alle Klassen haben gemeinsam überlegt, wie wir uns miteinander verhalten und leben wollen, welche Werte uns wichtig sind. Am Ende des Projekttags stand die Abstimmung und damit die Frage im Raum, wollen wir uns als Schule aktiv gegen Ausgrenzung einsetzen und Courage zeigen? Das Ergebnis zeigt eindeutig: Ja, das wollen wir – in der Schule, aber selbstverständlich auch außerhalb“, sagte Schulleiter Rudolf Bechauf bei der Verkündung des Abstimmungsergebnisses Ende April.

Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler an diesem Projekttag einen Gedenkbaum für Mehmet Kubaşık mit 57 bunten Kranichen geschmückt. Mit dieser Aktion am Schwanenteich in Zwickau soll an die Menschen erinnert werden, die vom sogenannten NSU ermordet wurden – wider das Vergessen fliegen jeweils zum Geburtstag dieser Menschen bunte Papier-Kraniche im Wind.

Nach der Abstimmung ist vor der Titelverleihung: Feierlich aufgenommen ins Netzwerk wird die erste Grundschule der Region Westsachsen voraussichtlich im neuen Schuljahr – gemeinsam mit den anderen DPFA-Schulen auf dem Bildungscampus in der Eckersbacher Salutstraße. Zuvor werden die Oberschule, das Gymnasium und die Fachschule für die Erzieherausbildung ebenfalls noch separat darüber abstimmen, ob sie im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aktiv werden möchten.

Und wie wird man eigentlich Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage? Hier verraten wir es.

In Westsachsen gibt es damit nun 13 Courage-Schulen, davon sieben Gymnasien, vier Oberschulen, eine Berufsschule und eine Grundschule. Sachsenweit sind es mehr als 110 Courage-Schulen.