Besetzter Traum – Film und Gespräch zur Wendezeit in Zwickau

Dienstag
09 Nov
2021

Pünktlich zum 32. Jahrestag des Mauerfalls wurde der Film „Besetzer Traum“ im Rahmen der Zwickauer Novembertage im Saal des Alten Gasometers gezeigt. Zwickau in Sachsen nach der Wende: Die Kamera begleitete knapp zwei Jahre lang eine Gruppe von Zwickauer Bürger*innen, die für die Freiheit auf die Straße gegangen waren.

Das Besondere: Sowohl der Regisseur Robert Krieg, als auch fünf der damaligen Protagonist*innen waren am Abend anwesend.

Die Leistung des Filmes besteht vor allem darin, dass Menschen mit ihren unmittelbaren Empfindungen und Gedanken zur Wendezeit, die sie damals hatten, zu Wort kommen. Über 30 Jahre später mögen diese mitunter anders aussehen, sind durch all die Jahre und Erlebnisse verblasst oder neu erzählt. Beispiele, wie ein unangemeldeter Besuch beim damaligen Oberbürgermeister, verdeutlichen, wie die Menschen für die Erhaltung ihrer Ideale und gegen den Ausverkauf ihrer Region kämpften. Laut Regisseur Robert Krieg war dies auch das Spannende: Ein Besuch mit Kamerateam und drei Aktivist*innen, die den Oberbürgermeister zur Rede stellen, das wäre so in den alten Bundesländern nicht möglich gewesen. Bereichert wurde der Abend durch bisher unveröffentlichtes Fotomaterial in Schwarz/Weiss, das während der Dreharbeiten entstanden.

Wir danken besonders den anwesenden Protagonist*innen von damals, dem Filmemacher Robert Krieg, aber natürlich auch den vielen Gästen, die den Alten Gasometer gefüllt haben!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Jugendbeiratswahl – beinahe vervierfachte Wahlbeteiligung!

Dienstag
18 Mai
2021

Über 900 junge Zwickauerinnen und Zwickauer nutzten die Möglichkeit, die neun Kandidatinnen und Kandidaten für den Jugendbeirat der Stadt Zwickau zu wählen. Nach der öffentlichen Auszählung, die am heutigen Abend im Bürgersaal stattfand, sind folgende Personen gewählt:

  • Lauro Weber (137 Stimmen)
  • Sven Richter (98 Stimmen)
  • Olivia Tschiersch (92 Stimmen)
  • Jacob Vincent Weith (81 Stimmen)
  • Karl Jakob Ehmke (79 Stimmen)
  • Finley Christian Meyer (72 Stimmen)
  • Jasmin Elisa Ulrich (60 Stimmen)
  • Sonja Trebeck (60 Stimmen)
  • Renè Reimann (59 Stimmen)

Die drei weiteren Kandidaten sollen als Ersatzmitglieder fungieren: Aaron Benedikt Körnich (50 Stimmen), Senta Anni Schubert (37 Stimmen) und Tommy Joe Nobis (27). Ungültig waren insgesamt 73 Stimmen.

Die aus gesetzlichen Gründen erforderliche Wahl im Stadtrat ist für die Sitzung am 24. Juni geplant. Dann sollen auch die beiden Stadträte bestimmt werden, die ebenfalls Mitglied des Zwickauer Jugendbeirates sind. Dessen konstituierende Sitzung soll im Juli und damit vor den Sommerferien stattfinden.

Wahlberechtigt waren alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 24 Jahren mit Hauptwohnsitz in der Stadt Zwickau. Die Wahl fand in diesem Jahr als Briefwahl statt. Seine Stimme abgeben konnte man vom 20. April bis zum heutigen Dienstag, 18 Uhr.

Von den 6.962 Wahlberechtigten beteiligten sich 925 junge Zwickauer an der Wahl. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 13,9 %. Diese liegt damit deutlich höher als bei der ersten Jugendbeiratswahl im Jahr 2019. Damals hatten 265 junge Menschen gewählt (Wahlbeteiligung: 3,5 %).

Informationen zum Zwickauer Jugendbeirat sind unter www.zwickau.de/jugendbeirat zu finden.

Quelle Text: Pressemitteilung der Stadt Zwickau

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Zwickau und allen beteiligten Akteuren. Wir konnten diesmal, trotz durch die Corona-Pandemie erschwerten Bedingungen, viel mehr Jugendliche erreichen und überzeugen, ihre Stimme abzugeben. Mit der aktuellen Wahlbeteiligung können wir sogar mit Städten, wie Leipzig, mithalten bzw. sie sogar übertreffen. Das ist auf jeden Fall ein Ansporn für die nächste Wahl.

Der neue Jugendbeirat trifft sich am 16. und 17. Juli erstmals zu einem Auftaktworkshop, um sich kennenzulernen sowie gemeinsame Ziele zu besprechen. Die erste offizielle und konstituierende Sitzung folgt kurz darauf am 20.07.! Das Zwickauer Jugendbuffet unterstützt den Jugendbeirat natürlich weiterhin als „außerparlamentarische Schnittstelle“.

Wir wünschen dem neuen Jugendbeirat viel Erfolg und eine interessante Zeit!