Gisbert zu Knyphausen Duo

Samstag
27 Apr
2019

Auch wenn Gisbert zu Knyphausen selbst über seine Stücke sagt, dass „Traurigkeit der Motor seiner Lieder“ ist, war dieser Abend viel mehr als traurig: er war zauberhaft, wundersam, voller Liebe zur Musik und schönen Klängen und bisweilen war sie da, die spürbare Traurigkeit im Liedschatz Gisberts, die womöglich in ihm liegt, aber dennoch die Kraft zur Positivität hat. Gisbert und Karl Ivar Refseth am Vibraphon zeigten, dass seine Stücke auch in der Duo-Besetzung kraftvoll, besonders und vor allem kleine Meisterwerke sind. Ein unglaubliches Klangerlebnis war es, als Karl Ivar sein Vibraphon als Streichinstrument umfunktionierte und quasi ein neues Instrument schuf – das „magical harmonic vibrastring“. 2012 war Gisbert zum ersten Mal im Gasometer. Nach einer ziemlich langen Pause von der Bühne schrieb er 2018 mit „Das Licht dieser Welt“ ein sehr positiv klingendes Album. Durch Plaudereien und der Kultivierung des „Unperfekten“ spielten und sangen sich die beiden Musiker in die Herzen der 250 Besucher.  Zwei Musiker in der Interaktion: wir alle konnten spüren, wie perfekt die Beiden miteinander musizierten, weil sie sich schätzen: Danke Gisbert und danke Karl Ivar!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Funny van Dannen

Samstag
30 Mrz
2019

Es war ein wunderbarer Abend mit Franz-Josef Hagmanns-Dajka, alias Funny van Dannen, der die mehr als 200 Besucher aus Nah und Fern im Gasometer begeisterte. Viele der Gäste sangen seiner Lieder von der ersten bis zur letzten Strophe mit und bewegten sich leicht im Takt der Musik. Sie lauschten einem Künstler, der mit seinen Stücken wagt, unausgesprochenes zu vertonen und sich dabei auch nicht scheut, Lieder, die man so vielleicht nicht erwarten würde zu hören zu schreiben. Diese Stücke zaubern einem immer ein Lächeln und Schmunzeln über das Gesicht oder ein „Darf der das?“ und sind oft sehr politisch. Sie entführen in herrliche absurde Welten und in den täglichen Trott und Wahnsinn. Sein Esprit ermöglicht es ihm, dass die Gratwanderung zwischen der „Schilddrüsenunterfunktion“ und „Farben“ keine ist – sondern große Kunst. Funny, der schon nachmittags die Sonne in Zwickau genoss und mit seinen Kollegen in einer Gaststätte einkehrte, war zum ersten Mal in seiner langen Karriere als Musiker in Zwickau und bemerkte lakonisch in seiner Intro, dass er sehr viele schöne Häuser gesehen hatte – aber die Zwickauer wohl ein Problem mit Leerstand hätten. Funny – Punker im Geist, Miniaturist in seinen Liedern und gleichzeitig Poet und Wortakrobat – wir hoffen, dass Du nicht zum letzten Mal bei uns gewesen bist.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

die feisten

Samstag
16 Mrz
2019

Zum ersten, zum Zweiten und zum Dritten … Die Feisten gastierten im restlos ausverkauften Gasometer und gaben ihre Version des Junggesellenabschieds. Sie tanzten, sangen und bewegten ihre Hüften. Die beiden Sänger und Multiinstrumentalisten waren super aufgelegt und bestachen mit humorvollen Texten, guten Stimmen und jeder Menge Rhythmus. Die, mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geschmückten, Geschichtenerzähler brachten natürlich auch Songperlen ihrer „GanzSchönFeist“-Geschichte auf die Bühne: „Aphrodisiakum“ oder die „Dönerrevolution“ mischten sich mit dem brandneuen Songmaterial.

Wir sind etwas betroffen, dass der Alte Gasometer „die feisten“ in Zukunft an ein größeres Haus verliert – aber so ist es eben, die Dinge werden manchmal größer und größer und dann sind wir, der Gasometer einfach eine Nummer zu klein. Doch toll war´s, ein Teil des erfolgreichen Weges der Künstler zu sein! Vielen Dank an die Feisten für grandiose Musik, gepaart mit großartigem Wortwitz.

Aber es gibt keinen Grund traurig zu sein, denn wir haben im Alten Gasomter auch in Zukunft viele Kleinkunstperlen im Angebot, so z.B. im September Philip Simon und im Oktober Helene Bockhorst.

Veranstalter: Gigolo Enterprises Ltd.

IC Falkenberg

Samstag
09 Mrz
2019

IC Falkenberg machte Musik und begeisterte mit ihr, aber vor allem seiner Art, seinem Witz und mit den Geschichten zu den Liedern und den Legenden, die sich um manche Lieder rankten. Die Gäste im Alten Gasometer waren begeistert und bedachten den Künstler mit stehenden Ovationen. Ein sichtlich gerührter IC Falkenberg verschwand nicht von der Bühne, sondern gab noch mehrere Zugaben. Aber auch den Grund, warum IC niemals mehr beim Schlussapplaus die Bühne verließ, lieferte er: bei einem Auftritt vor vielen Jahren in Zwickau verließ er die Bühne und das Theater, da er sich von der anderen Seite aus dem Zuschauerraum in den Saal schleichen wollte – aber es kam anders. Er wählte dem Weg aus dem Fenster nach draußen – jedoch der Eingang ins Theater war von außen nicht mehr möglich – IC hörte den tosenden Applaus und kam nicht mehr in den Saal zurück, denn in der Zwischenzeit war das Garderobenfenster von innen verschlossen worden. Irgendwann erstarb der Applaus und das Publikum verschwand – schlecht gelaunt – vorbei am Künstler, der sich zu fein war, Zugaben zu geben. Aus diesem Grunde verschwindet IC bei keinem Schlussapplaus mehr von der Bühne.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Martyn Joseph

Mittwoch
27 Feb
2019

Was für ein Abend! Eine der originellsten Stimmen der Akustikmusik gastierte im Alten Gasometer: Der Waliser Martyn Joseph. Der einfühlsame Mahner an der Gitarre, der mit ausdrucksstarker Stimme über eine Welt singt, die ziemlich aus den Fugen geraten ist, der zwischen den Zeilen aber deutlich macht: Die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt wird er niemals aufgeben. Für einen Mann mit Gitarre liefert der Ende Fünfzigjährige eine fantastische Performance – raumgreifend, mitreißend, leidenschaftlich. Ausdrucksstarke und ergreifende Texte treffen direkt in die Herzen der Zuhörer im Gasometer.

Ein grandioser Singer Songwriter Abend, stehender Applaus dafür vom Publikum und Zugaben von Martyn direkt in den Zuschauerreihen. Mit herzlichem Händeschütteln und dem Signieren von CDs endete der gelungene Konzertabend für die begeisterten Gasometergäste.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Sebastian Hackel – „und alle so hysterisch“

Mittwoch
06 Feb
2019

Sebastian Hackel – mit akustischer Gitarre und Piano – präsentierte seine gefühlvollen Songs aus seinem scheinbar unerschöpflichen musikalischen Fundus. Dabei hatte er, wie man es von ihm kennt, immer ein kleines bisschen mehr Moll als Dur auf den Saiten. Er extrahiert in seinen Songs Situationen aus dem täglichen Leben, lässt Liebe auch mal das sein, was sie ist – manchmal nur ein Wort – oder setzt sich schwärmerisch über aufkommende dunkle Wolken im Leben hinweg. Herrlich entschleunigt und ehrlich, erstrahlen im Diaprojektorenlicht seine Songs. Ein bisschen rückbesinnend, ein bisschen alternativ, eben einfach anders. Das Publikum dankte es ihm mit herzlichem Applaus. Der ehemalige Zwickauer Sebastian Hackel plauderte nach dem Konzert mit den Gästen und signierte sein neues Album „und alle so hysterisch“.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Fee Badenius mit Stefan Ebert

Freitag
16 Nov
2018

Fee Badenius braucht nur eine Gitarre und ihre glockenhelle Stimme,
um das Publikum zu fesseln. Sie singt leise, aber kluge Lieder, die sehr poetisch und
bisweilen ein wenig skurril daherkommen.

Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – ist die
verschmitzt-charmante Liedermacherin nicht nur auf den Kabarettbühnen
unterwegs, sondern auch ein beliebter Dauergast bei Comedy-Formaten wie
„Nightwash“ oder der Eins Live Hörsaalcomedy. Ihre Texte schleichen sich von
hinten an, kommen um die Ecke und überraschen mit feinen, kleinen
Boshaftigkeiten. Songwriter Stefan Ebert begleitete sie an diesem Abend an
Klavier sowie mit einer zweiten Gitarre. Er hatte außerdem einen ganzen Packen
eigener Lieder dabei, die er teils solo, teils mit Fee im Duett zu Gehör brachte.

Dieser vielfältige “Doppelabend” bewies: Hier machen zwei
singende Dichter gemeinsame Sache. Und das klingt richtig gut.

Veranstalter: Alter
Gasometer e.V.

Blockflöte des Todes

Mittwoch
14 Nov
2018

Alltäglich und gleichzeitig irgendwie absurd sind die
Themen, die Blockflöte des Todes in ihren Liedern besingt – das ist schräg,
amüsant und trotzdem nachhaltig. So sollte Musik-Comedy sein. Über 10 Jahre
tingelte Matthias Schrei unter dem Namen Blockflöte des Todes durch die Gegend
und spielte einige hundert Konzerte. Wenn man ihn fragte, was er da eigentlich
so macht, antwortete er „Ich spiele ein paar lustige Lieder, beleidige das
Publikum und wenn’s gut läuft, betrinke ich mich.“ Fragt man ihn jetzt, so
antwortet er „Ich mache Musik – immer noch ganz lustig und werde von meiner
Cellistin beleidigt.“ Ja, Blockflöte des Todes ist jetzt ein Duett. Bine Maier
streicht und zupft. Im Gegensatz zur Blockflöte, können sich auf beim Cello ja
nahezu alle einigen, dass es etwas Großartiges ist. Und tatsächlich klingt das
wahnsinnig schön in Verbindung mit Schreis gekonntem Gitarrenspiel.

Veranstalter: Alter
Gasometer e.V.