Toleranz und ungebremste Girlpower – Projekttage Humboldtschule

Donnerstag
12 Mai
2022

Anlässlich der SchulKinoWochen in Sachsen zeigte der Alte Gasometer den Film „Madison“, der den zunehmenden Leistungsdruck in der Schule und Gesellschaft hinterfragt. Es ist nicht möglich und auch nicht nötig immer zu gewinnen. Doch manchmal ist das leichter gesagt, als es andere akzeptieren. Wie lässt sich ein Kompromiss finden? Und wie kann ich meinen Standpunkt vertreten und überzeugend argumentieren? Waren die zwei wesentlichen Fragen, die uns beschäftigten. Während einige den Film langweilig fanden, waren andere Schüler*innen begeistert. Zuzuhören, zu verstehen und zu argumentieren sind Kompetenzen, die wie vieles Übung brauchen. In mehreren Runden wurden die Perspektive gewechselt, manchmal waren Argumente dafür und manchmal dagegen zu finden. Aber immer ging es darum, dem Gegenüber respektvoll zu begegnen, um mehr Facetten des Films zu entdecken. Bei bestem Wetter bot der Garten des Vereinshauses viel Raum zum Austausch.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Mutig Haltung zeigen – Vernetzungstreffen der Courage-Schulen im Gasometer

Mittwoch
10 Nov
2021

Das erste Regionaltreffen in Westsachsen seit 2019 und das erste Treffen dieser Art, seitdem Schule ohne Rassismus – Schule ohne Courage (kurz SoR) in Westsachsen unter der Trägerschaft des Alten Gasometers läuft: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte von vier Schulen aus dem Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis nahmen am 10.11.2021 das Angebot an, sich zu vernetzen, neue Impulse mitzunehmen und mit dem letzten Mauerflüchtling der DDR ins Gespräch zu kommen.

Zum Warm-up gab es ein kleines Speed-Dating: Aufgeteilt in 3 Gruppen diskutierten die Teilnehmenden über ihren Wunsch-Lehrplan. Sie durften in ihrer Fantasie einen Tag lang Bundeskanzler*in sein und überlegen, was sie als erstes ändern würden. Und sie hatten 3 Wünsche für die Menschheit frei – die Antworten: eine Welt ohne Geld, mit viel Toleranz und vor allem mehr Nachhaltigkeit wünschten sich die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

Im Anschluss ging es in die Workshop-Phase: Susann Peschel, SoR-Regionalkoordinatorin für Chemnitz, erarbeitete mit ihren Teilnehmenden, wie die Projektarbeit nach der Corona-Pause wiederbelebt werden kann und welche Stolperscheine auf dem Weg ins Netzwerk zu beachten sind. In einem zweiten Workshop diskutierte ein Referent der Amadeu Antonio Stiftung mit den Teilnehmenden über Verschwörungserzählungen.

Schließlich stand der Dokumentarfilm „Der Entschluss“ auf dem Programm, der die Geschichte des letzten Mauerflüchtlings der DDR, Hans-Peter Spitzner, und seiner Tochter Peggy erzählt. Gemeinsam mit Regisseurin Nancy Brandt und Co-Regisseur und Kameramann Thomas Beckmann stellten sie sich den zahlreichen Fragen der Teilnehmenden. Besonders die Perspektive der damals erst Siebenjährigen interessierte: ihre eigene Heimatlosigkeit durch die Flucht in den Westen, dann nach der Wende der Schritt zurück nach Chemnitz. Fragen nach Mut und Angst, Fragen nach Parallelen zu aktuellen Fluchtgeschichten standen im Raum. Hans-Peter Spitzners Appell: Zeigt mutig Haltung!

Film und Filmteam kommen übrigens auch in die Schulen der Region. Einfach Kontakt aufnehmen und Termin anfragen unter derentschluss-film.de

Neben Schulen, die bereits im Netzwerk aktiv sind, kamen auch Schulen zum Regionaltreffen, die sich erst auf den Weg machen, ihr Schulklima aktiv und nachhaltig zu verändern, sich für Courage, Menschenwürde, Gleichwertigkeit und gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.

Derzeit gibt es im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis neun Courage-Schulen. Drei weitere sind aktuell mitten im Aufnahmeprozess. Ein Berufsschulzentrum im Vogtland wird voraussichtlich noch im November mit dem Titel ausgezeichnet. Sachsenweit ist dem Netzwerk gerade die 100. Schule beigetreten. Patin des Tschirnhaus-Gymnasiums Dresden ist Sachsens Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung Katja Meier. Mehr über Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gibt es unter schule-mit.courage-sachsen.org.

Der Verein Alter Gasometer e.V. ist für die Region Westsachsen in Kooperation mit der Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. Träger des Projekts Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Seit Juli 2021 koordiniert Claudia Drescher als Regionalkoordinatorin für Westsachsen die Aktivitäten im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. | Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

Stammtischkämpfer*innen: Aufstehen gegen Rassismus

Mittwoch
13 Okt
2021

Ein rhetorisches Selbstverteidigungstraining zum Sonntag – kann man schon mal machen, wenn es gegen rechte Parolen geht. Zwölf Stammtischkämpfer*innen kamen am 10. Oktober in der Barterre des Alten Gasometers zusammen, um sich verbal zu wappnen gegen Verallgemeinerungen, Statistik Ping-Pong, Gerüchte und Lügen oder Angstmacherei.

Denn hinter rechten Parolen stecken in der Regel die immer gleichen Argumentationsmuster, wie die Teilnehmenden von den beiden Referent*innen von der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus lernten. Und weil uns Stammtischparolen – nicht erst seit Corona, seitdem aber nochmal deutlich häufiger – überall begegnen können, gilt es sich rhetorisch zu rüsten statt wegzuhören. Aktuelle Ereignisse und nicht zuletzt die Wahlergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, gerade im Alltag rechten Parolen etwas entgegensetzen zu können. Dieser Workshop sollte daher Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und engagierte Zwickauer*innen untereinander vernetzen.

Neben dem Erfahrungsaustausch und dem theoretischen Input zu wiederkehrenden Argumentationsmustern wurde es auch ganz praktisch: So ging es in einer Übung mit teils drastischen Parolen wie „Muslimen sollte generell die Einreise nach Deutschland verboten werden“ darum, die erste Schrecksekunde bei der Begegnung mit solchen Sprüchen zu überwinden.

„Was ich für mich heute mitnehme: Bei solchen Diskussionen geht es meistens gar nicht darum, wirklich in einen Meinungsaustausch zu kommen. Vielmehr werden einem eine Vielzahl von scheinbaren Argumenten, die tatsächlich eher Behauptungen sind, um die Ohren gehauen. Da nicht versuchen jedem einzelnen Punkt zu begegnen, sondern bei einem Thema bleiben, kritisch nachfragen woher der Gesprächspartner das weiß, immer unmissverständlich die eigene Haltung klar machen, widersprechen. Darauf kommt es an. Gerade in alltäglichen Situationen sind wir alle gefragt“, meint eine Teilnehmerin.

Organisiert wurde der Workshop von Zwickauer Bürgerinnen. Finanziert wurde das für die Teilnehmenden kostenfreie Angebot über Weltoffenes Sachsen und das Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Ihr möchtet selbst zur Stammtischkämpferin oder zum Stammtischkämpfer werden? Dann informiert euch unter aufstehen-gegen-rassismus.de und meldet euch beim Demokratiebereich des Alten Gasometers. Gern organisieren wir bei Interesse aus der Zivilgesellschaft weitere Seminare.

Die Verfassungsschüler im Jugendclub Kirchberg

Dienstag
21 Sep
2021

Der Verein „Alter Gasometer“ integriert das Projekt „die Verfassungsschüler“, welches im Schuljahr 2021/2022 im Jugendclub Kirchberg zum ersten Mal stattfindet und die Jugend- und Demokratiearbeit verbindet. Das Projekt wurde von Teach First Deutschland ins Leben gerufen. Es geht darum, Jugendliche ab ca. 14 Jahren im Rahmen zahlreicher spannender Workshops, Exkursionen und Veranstaltungen, Wissen und Praxis kombiniert zu vermitteln. So werden sie im Bereich Demokratie und Partizipation gestärkt, unterstützt sowie zu „Verfassungsschülern“ ausgebildet.

Die ausgebildeten Demokratiescouts des Vereins „Alter Gasometer“ begleiten nicht nur die Teilnehmenden, sondern klären auf. Es wird aufgezeigt, welche demokratischen Rechte sie haben, dabei werden die Jugendlichen sogar selbst aktiv. Sie engagieren sich in verschiedenen Projekten und erfahren Partizipation. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu erreichen, die bisher wenig Möglichkeiten hatten, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Das Projekt „Die Verfassungsschüler“ will Jugendliche darin bestärken, für ihre Rechte einzustehen und sich einzubringen. Die mangelnden Beteiligungsmöglichkeiten und vor allem fehlende Vorbilder und Begleiter*innen für Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Milieus können zu Orientierungslosigkeit, Frustration, Desinteresse und im schlimmsten Fall Abwendung von demokratischen Werten führen. Deshalb ist es für eine offene und starke Zivilgesellschaft von besonderer Bedeutung, allen jungen Menschen Gelegenheit zu bieten, sich einzubringen, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Handlungsfähigkeit auszubauen.

„Die Verfassungsschüler“ bieten genau das: Jugendliche, die am Projekt teilnehmen, setzen sich wöchentlich mit den Themen demokratische Werte, Verfassung, Grundrechte und Partizipation auseinander.

Das Projekt macht Demokratie erlebbar und begeistert Jugendliche für politische Teilhabe und eigenes Engagement, damit unsere Gesellschaft vielfältiger wird.

Ausführlich Informationen finden sie auf der Homepage von Teachfirst:
https://www.teachfirst.de/demokratiebildung/verfassungsschueler/

Projekttage mit den VW Auszubildenden: Interkulturalität verstehen

Mittwoch
21 Jul
2021

Drei Tage lang durften wir gemeinsam mit dem Nachwuchs von VW Sachsen über Themen wie Heimat, Kultur, Flucht, Zivilcourage und Mediennutzung diskutieren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Personalverantwortlichen und den Betriebsrat des Standortes. Dabei war man sich einig, dass für die zukünftigen Mitarbeiter eines global wirksamen Unternehmens ein geschultes Bewusstsein der oben genannten Begriffe von Nöten ist.

Was ist Heimat?

Um andere Kulturen verstehen zu können, ist es wichtig sich mit dem eigenen Verständnis von Heimat auseinander zu setzten. Die Jugendlichen sollten dazu heimtatbezogenen Gegenstände vorstellen, die sie am ersten Tag mitbrachten.

Was ist Flucht?

Nach der Auseinandersetzung mit Heimat wurde erarbeitet, was einen dazu bewegt, seine Heimat zu verlassen. Schnell war klar, dass es die unterschiedlichsten Gründe gibt, von zuhause migrieren zu müssen. Gerade die Ursachen, die Menschen aus humanitären Gründen zwingen ihre Heimat zu verlassen, trafen auf Verständnis. Wie es ist, sich aus solchen Gründen von daheim auf den Weg zu machen, erfuhren die Teilnehmer im Gespräch mit einem syrischen Mitarbeiter von VW. Dieser stand ihnen Rede und Antwort auf alle Fragen.

Interkulturelle Kompetenz

Neben der Frage warum Menschen flüchten müssen, beschäftigte sich das junge Team mit dem Umstand, warum fremde Kulturen häufig ungewohnt wirken. Deutlich wurde dabei vor allem, dass Regeln, die man selbst als selbstverständlich erachtet, in anderen Kulturen nicht existieren. Mit einem lustigen Kartenspiel bei dem kein Teilnehmer reden durfte und unterschiedliche Regeln am Tisch galten, wurde dieser Umstand mehr als deutlich.

Meinungsbildung durch Medien

Ein wichtiger Baustein bei der Meinungsbildung junger Menschen sind Medien. Wie Erfahrungen mit anderen Kulturen bewusst manipuliert werden und wie man „Fakenews“ erkennen kann, wurde im letzten Teil der dreitägigen Projekteinheit behandelt. Dabei durften die Teilnehmer selbst zum Gründer von Verschwörungstheorien werden, erfuhren jedoch gleichzeitig, wie sie bewusste Falschmeldungen identifizieren.

Wir haben uns gefreut, mit den Jugendlichen zusammenarbeiten zu dürfen und freuen uns auf viele weitere Gruppen.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Lesung und Graffiti-Workshop mit Nils Oskamp – Kunst gegen Anfeindung und Hetze

Donnerstag
08 Jul
2021

Am vergangenen Dienstag und Mittwoch hatten wir Besuch vom Comicautor und –zeichner Nils Oskamp. Der gebürtige Dortmunder geht seit vier Jahren mit seinem autobiographischen Comic „Drei Steine“ in Schulen und Jugendeinrichtungen. Dort bietet er Lesungen und Comic-Workshops an.

Meinung äußern ohne sich in Gefahr zu begeben

Dabei teilt er seine Erfahrungen, die er als Teenager mit rechter Gewalt gemacht hat. Als Jugendlicher, der sich rechter Agitation entgegensetzte, war er im Dortmunder Nazi-Kiez Dorstfeld Zielscheibe gewalttätiger Übergriffe. Mehrere Male wurde er wegen dem „Mundaufmachen“ ins Krankenhaus eingeliefert. Dies brachte ihn allerdings nicht zum Schweigen. Im Gegenteil! In seinem Comic und den darauf basierenden Workshops hilft er Schülern und Jugendlichen im Umgang mit rechter Vereinnahmung. Dabei ist ihm wichtig, dass die Jugendlichen bei der Meinungsäußerung nur soweit gehen, wie sie es selbst für richtig halten.

Kreativität als Ventil

Unter dem Motto „Kreativ gegen rechts“ steht auch der Graffiti-Workshop, den er mit Zwickauer Jugendlichen bei uns im Garten und an der Freifläche bei der Kunstplantage durchgeführt hat. Das Angebot der Streetart hat er deshalb in sein Programm mit aufgenommen, weil es ein kreativer Weg ist, für eine weltoffene Gesellschaft die Lanze zu brechen.

Ran an die Dosen

Deshalb wurde der Workshop von den Jugendlichen super angenommen. Nach der Lesung am Nachmittag, ging es für die Teilnehmer zunächst an ein Stück Zaun in unserem Garten. Hier übte Nils mit ihnen das Schablonensprayen und den Umgang mit Spraydosen. Am nächsten Tag traf man sich direkt an der Freifläche vor der Kunstplantage.

Dort wurde in zwei Gruppen gearbeitet. Nach der Einarbeitung am Vortag konnten sich einige der Teenager erneut an den Schablonen versuchen, während die übrigen ein Freihand-Graffiti an die Wand zauberten. Da die Kunstplantage an diesem Tag gut besucht war, freuten sich die Beteiligten über einige Zuschauer mit denen rege über Streetart und demokratischen Aktivismus philosophiert wurde.

Wir bedanken uns bei den Teilnehmern und Nils für zwei informative und (trotz des Wetters) sehr schöne Tage.

Nähere Infos zu Nils Oskamp und seinen Projekten hier: www.dreisteine.com

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Projekttage bei VW

Freitag
13 Nov
2020

Mit einer Gruppe von 18 Auszubildenden der VW Sachsen GmbH, im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, setzten wir uns, im Saal des Alten Gasometers im Rahmen der betrieblichen Ausbildung bei Volkswagen Sachsen, mit den Themen Heimat, weltweite Ressourcenverteilung, Flucht, Asyl und Mediennutzung auseinander.

Mit Hilfe verschiedener Methoden, wie dem „Resource Chair“ und dem Lebendigen Buch; ein Geflüchteter erzählte seine Geschichte und beantwortete die Fragen der Anwesenden; wurde den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben die Themenfelder auf andere Art und Weise zu bearbeiten und neue Perspektiven zu erfahren. Außerdem setzten sich die Teilnehmer mit dem Thema Kommunalpolitik auseinander und konnten sich mit Themen beschäftigen, die sie für wichtig erachten. Im Anschluss daran  beschäftigten sie sich mit diesen Themen und ersannen Ideen, wie man diese Probleme lösen kann und somit Veränderungen erreichen kann.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Kneipenquiz in der Turnhalle

Sonntag
11 Okt
2020

Sport frei! Neue Quizrunde – neues Glück! Unter dem Motto „Sport und Schule“ ging das zweite Kneipenquiz in diesem Jahr über die Bühne. Um dem Motto vollumfänglich gerecht zu werden, ging es diesmal in die Turnhalle des Peter-Breuer-Gymnasiums. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle fürs zur Verfügung stellen! Mit zehn Teams war auch dieses Kneipenquiz wieder gut besucht. Laut des kreierten Stundenplans wurden die einzelnen Quizrunden abgefragt. Hier zeigte sich, dass nicht jeder seine Hausaufgaben immer gemacht hatte. Dennoch gelang es einem Team, mit seiner ersten Teilnahme beim Kneipenquiz, gleich den großen Preis abzuräumen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Dezember!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

3 Wände – 6 Filme – Eine Kurzfilmtour durch Zwickau!

Freitag
04 Sep
2020

Ein ungewöhnlicher Filmabend sorgte für Leben in der Zwickauer Innenstadt. An drei verschiedenen Orten wurden per Beamer Filme an Hauswände geworfen und wer wollte konnte einfach zuschauen und dabei sein – ganz ohne Eintritt. Der erste Ort war der Innenhof an der Kletterhalle Knopffabrik. Schon hier sammelte sich eine erste Menge an Zuschauern, die auf der Wiese niederließen und für eine gute Atmosphäre sorgten. Nach drei Filmen zogen wir zur zweiten Location weiter. Auf der freien Rasenfläche am Neumarkt war man dann mitten in der Stadt und es gab reichlich Interesse von Passanten, die auch fragten, was das denn hier sei. Manche blieben und schlossen sich den Zuschauern an. Die Kurzfilme waren dabei abwechslungsreich, mal ernst und mal humorvoll. Die meisten Menschen waren dabei sehr auf die Filme fokussiert und schauten aufmerksam zu. Zur dritten Station ging es dann zur Gaststätte 1470. Getränke und Technik waren immer mit auf dem Bollerwagen dabei und den Strom für den Beamer gab es von freundlichen Anliegern. Vielen Dank dafür! Insgesamt waren ca. 100 interessierte Menschen dabei. Wir freuen uns, dass das Konzept ein weiteres Mal so gut angenommen wurde und sitzen bereits über den Planungen für das nächste Jahr.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. | Kunstplantage e.V.

Fotos: Helge Gerischer

Neutralitätsgebot – Maulkorb für die politische Bildungsarbeit?

Donnerstag
27 Aug
2020

Immer mehr Einrichtungen und Institutionen, die sich für demokratische Werte und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen, geraten unter politischen und auch rechtlichen Druck. Im Mittelpunkt stehen vermeintliche Verstöße gegen das „Neutralitätsgebot“. Der Vortrag von Prof. Hufen beleuchtete, ob solche Bedenken aus verfassungsrechtlicher Sicht haltbar sind und zeigte auf, dass politische Bildungsarbeit niemals „neutral“ sein kann und dass es auch im rechtlichen Sinne nicht um Neutralität, sondern um eine offene und sachliche politische Auseinandersetzung bei Wahrung der Chancengleichheit geht.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.