10. Zukunftstag sächsischer Frauen*- und Gleichstellungsprojekte

Mittwoch
22 Jun
2022

Am 22. Juni versammelten sich rund 50 Engagierte aus Frauen* und Gleichstellungsprojekten, politischer und kultureller Bildung, Beauftragte für Chancengleichheit und Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Sachsen zum 10. „Zukunftstag sächsischer Frauen*- und Gleichstellungsprojekte“ auf Einladung des Genderkompetenzzentrum Sachsen.
Dieses Jahr fanden Austausch und Vernetzung unter dem Leitmotto: „Ein gutes Leben für ALLE – warum es eine nachhaltige Gleichstellungsstrategie für Sachsen braucht“ unter aktiver Beteiligung des sächsischen Staatsministeriums der Justiz, für Demokratie, Europa und Gleichstellung, vertreten u.a. durch Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens statt.

Krisen wie die Pandemie haben gezeigt, dass sich die Auswirkungen ungleicher Machtverhältnisse in Krisensituationen umso deutlicher zeigen und Ungleichheiten manifestieren. Dabei zeigt sich gerade in Krisen, wie wichtig eine langfristige und nachhaltige intersektionale Gleichstellungspolitik ist und dass es Alternativen zur neoliberalen kapitalistischen Marktwirtschaft braucht, um Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden für ALLE Menschen – unabhängig von Geschlechtsidentität, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Einkommen, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung– zu gewährleisten.

Die Teilnehmenden konnten sich in unterschiedlichen Formaten kennenlernen und austauschen über feministische Ökonomien, über Utopien und solidarische Praxen der Selbstorganisation sowie über Wege zu einer langfristigen Gleichstellungsstrategie für Sachsen. Mit dabei als Referentinnen waren u.a. das Konzeptwerk neue Ökonomie, die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Zwickau und des Landkkreis Zwickau und Drin Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra und Kooperationsökonomin. Auch der Demokratiebereich des Alten Gasometer steuerte einen Workshop – zu feministischen Wegbereiterinnen* und „Fortschritt aus Tradition“ – bei.

Veranstalter, Text: Genderkompetenzzentrum Sachsen

Fotos: Genderkompetenzzentrum Sachsen, Alter Gasometer e.V.

SÄCHSISCHE SCHULKINOWOCHEN

Dienstag
24 Mai
2022

Die SchulKinoWochen verwandeln Kinosäle in ganz Sachsen jedes Jahr für zwei Wochen in Klassenzimmer. In 47 Kinos wird der Film als Bildungs- und Kulturgut eingesetzt, um über dieses Medium Themen des sächsischen Lehrplans zu vertiefen und Impulse für die weiterführende Auseinandersetzung mit deren Inhalten und dem Medium Film zu geben. Die SchulKinoWochen richten sich an alle Schularten und Klassenstufen.

Ganz traditionell hat sich auch der Alte Gasometer wieder als Spielstätte zur Verfügung gestellt und verschiedene Schulen zu sich eingeladen. Mit drei thematisch sehr abwechslungsreichen Filmen waren auch die diesjährigen Wochen ein großer Erfolg.

Mit WER WIR WAREN (10.05.), MADISON UNGEBREMSTE GIRLPOWER (12.05.), SCHACHNOVELLE (17.05.) und MITGEFÜHL (24.05.) konnten wir den SchülerInnen der unterschiedlichen Schulen, diverse Themen näherlegen und erneut zeigen, dass man auch mit Filmen lernen kann!

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

#hinterdenzahlenstehenmenschen – Gedenken für die Coronatoten des Landkreises Zwickau

Montag
17 Jan
2022

Am Montagabend fand am Eingang der Inneren Schneeberger Straße, nebst dem Dom, eine Kundgebung unter dem Motto #hinterdenzahlenstehenmenschen statt. Die gut 100-150 Teilnehmer*innen gedachten unter Einhaltung der Abstandsregeln und Maskenpflicht den Toten, die an den Folgen der Corona-Pandemie verstorben sind. Mit dabei waren neben Akteur*innen aus Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik, auch eine Harfenistin, die der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verlieh. Abgerundet wurde das Zusammentreffen durch verschiedenste Wortbeiträge und besinnliche Musik. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und hoffen, dass auch in Zukunft so ein Gegenpol zu den sog. „Spaziergängen“ gesetzt werden kann.

Bilder: Simone Hock

Plakate für Z! Wir haben FRIEDEN. Wir haben FREIHEIT. Wir haben keine DIKTATUR.

Montag
20 Dez
2021

Bereits im ersten Lockdown starteten wir unser Kampagne #WIR.GEMEINSAM. – für Nachbarschaftshilfe, für Information und Dialog, für Hilfe – digital und vor Ort. Heute, knapp 2 Jahre später stehen wir kaum besser da. Die Kultur liegt brach, manche Schulen und Kitas sind offen, andere zu. Homeoffice wird immer mehr zur Belastung, die Innenstädte sind verwaist, Einzelhandel und Gastro leiden und viele sind erschöpft oder resigniert. Und dabei sterben jeden Tag weitere Menschen. Der eindringliche Appell der Mediziner*innen und Wissenschaftler*innen scheint die Dramatik gar nicht mehr ausdrücken zu können, die unser Gesundheitssystem erdrückt und damit die medizinische Versorgung der Bevölkerung gefährdet. Sachsen ist weltweit als Hotspot berüchtigt, wir fliegen Patient*innen in andere Bundesländer aus, Politiker*innen werden bedroht und die Impfquote in Sachsen ist nach wie vor die niedrigste in ganz Deutschland. Wie konnte es soweit kommen und was können wir tun?

Wir möchten ALLEN MUT MACHEN,

den Kontakt zu Menschen nicht abzubrechen, die sich vom wissenschaftlichen Konsens entfernt haben. Wir alle kennen solche Zerwürfnisse mit der eigentlich coolen Nachbarin, dem langjährigen Freund, dem eigenen Publikum, einer netten Kollegin oder sogar den Eltern oder Geschwistern. Nein es ist nicht aussichtslos und nicht alle sind Gegner*innen oder Verschwörer*innen. Die wichtigste Währung in einer Demokratie ist das Vertrauen. Wo dieses fehlt dürfen wir uns nicht leichtfertig darüber hinwegsetzen oder Unwissen belächeln. Wir müssen Vertrauen neu schaffen.

Wir möchten deshalb auch ALLE MAHNEN,

die sich heute moralisierend und ablehnend über Sachsen oder den Osten äußern. Die Regel ist sehr einfach, wenn so viele Menschen scheinbare Irrwege gehen, ist das Problem nicht mehr individualisierbar, sondern Ausdruck eines strukturellen Defizits. Der Osten bleibt eine erschöpfte Gesellschaft mit Brüchen und noch immer offenen Wunden. Es fehlen die Resilienzen (Anpassungsfähigkeiten) und eine starke Zivilgesellschaft. Dominierend ist noch immer eine Mentalität, die zwischen den Erfahrungen eines desolaten Staatssozialismus der 80er-Jahre und eines eiskalten Neoliberalismus in den 90er-Jahren gefangen scheint. Wie soll daraus Vertrauen erwachsen?

Wir möchten aber auch KLAR AUSSPRECHEN,

dass wir uns nicht länger treiben lassen von Verschwörungstheoretiker*innen und Extremist*innen und allen, die unsere Demokratie und ihre Verantwortungsträger*innen ablehnen, Hass und Hetze verbreiten und sogar offen unsere Politikerinnen und Politiker bedrohen. Wir müssen mit aller Schärfe und Härte dagegen vorgehen und auf klare Worte Taten folgen lassen. Das fördert das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Gemeinsam müssen wir VERTRAUEN SCHAFFEN,

denn es geht um mehr als eine Impfung und die Bezwingung der Pandemie. Es geht um unsere Demokratie. Die Kultur kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, Diskurse anregen, Themen vermitteln und Vergemeinschaftungsräume gestalten.

Deshalb bleibt zuversichtlich und ohne Groll. Vielleicht gelingt es gerade zur Weihnachtszeit das eine oder andere Herz zu öffnen und für Argumente zugänglich zu machen. Am Ende gilt, jeder Mensch will gesehen werden. Lasst uns uns nicht blind füreinander werden.

Deshalb unterstützen wir die Aktion:

Plakate für Z! – #ZwickauGehtAuchAnders

Mit einer wachsenden Plakat-Aktion wollen wir der (eigenen) Sprachlosigkeit etwas entgegensetzen. Lasst uns gemeinsam sichtbar machen, dass Zwickau auch anders geht!
Also einfach Plakatvorlagen ausdrucken + aufhängen wo auch immer ihr eine Möglichkeit dafür seht. Teilt diesen Aufruf, unterstützt diese Aktion oder denkt euch was eigenes aus – aber seid nicht länger still. Bitte! Danke.

Link zu den Plakaten: https://tinyurl.com/zgaa2021

Zum Instagram-Profil von Zwickau geht auch anders geht es hier.

Wahlforum zur Bundestagswahl

Montag
13 Sep
2021

Da war aber mal ordentlich Feuer unter dem Dach! Nachdem zu den letzten Wahlforen auf landes- und kommunaler Ebene in den vergangenen Jahren oftmals Einigkeit und eher selten Kontroverse herrschten, war zum Wahlforum zur anstehenden Bundestagswahl im Alten Gasometer von Beginn an die Bedeutung der diesjährigen Wahl zu spüren. Die sechs Kandidat*innen hatten zu den Themen Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wirtschaft und Demokratie, für die sich das Publikum bei einer Abstimmung zu Beginn der Veranstaltung entschied, teils deutlich unterschiedliche Auffassungen und scheuten es nicht, diese auch den Kontrahent*innen energisch mitzuteilen. Die knapp 150 anwesenden Gäste bekamen ebenfalls die Möglichkeit Fragen zu stellen, kommentierten aber auch oftmals durch Applaus, Raunen und hier und da mal einen Zwischenruf. Ein wirklich lebhafter Debatten-Abend, der über zwei Stunden andauerte und von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Freien Presse und dem Alten Gasometer organisiert wurde.

Im Wahlkreis 165/Zwickau stellten sich Carsten Körber (CDU), Gundula Schubert (SPD), Matthias Mossdorf (AfD), Dr. Jürgen Martens in Vertretung für Nico Tippelt (FDP), Sabine Zimmermann (DIE LINKE) und Wolfgang Wetzel (Bündnis 90/GRÜNE) den Fragen des Publikums.

Das Wahlforum wurde via Livestream über die Gasometer-Kanäle übertragen und kann hier nachgeschaut werden:

Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Kultur wählt Demokratie

Sonntag
05 Sep
2021

Die Kampagne des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. mit dem Namen „KULTURwähltDEMOKRATIE“ setzt ein Zeichen für die Demokratie in Sachsen und bundesweit. Ziel ist, Demokratie positiv erfahrbar zu machen und die Kultur als Demokratiepartner zu stärken. Der Alte Gasometer e.V. ist mit dabei, um vor den Wahlen noch einmal zusätzlich die Wichtigkeit der Thematik ins Bewusstsein zu rufen.

„KULTURwähltDEMOKRATIE“ heitß: Die Kraft von Kunst und Kultur nutzen! Für die Demokratie ein Zeichen setzen! Demokratische Werte erfahrbar machen! Kultur und Demokratie bedingen sich immer gegenseitig – in der Qualität unseres Zusammenlebens und der Verfasstheit unserer Gesellschaft. Kultur ist damit ein Demokratiepartner und befähigt zum politischen Handeln und gesellschaftlichen DialogDieser Kerngedanke stand Pate bei der Entwicklung einer Kampagne, die anlässlich der anstehenden Bundestagswahl, Kultureinrichtungen und Kulturschaffende dazu einlädt, mit ihrer Institution, ihrem Projekt, ihrem Verein oder Netzwerk eine Plattform für die Demokratie zu sein.

Mehr zur Kampagne erfährt man hier: www.soziokultur-sachsen.de/kampagne

#kulturwaehltdemokratie

Total lokal – der regionale Konzerthöhepunkt

Freitag
16 Jul
2021

Auch dieses Jahr zur Sommerbühne durften regionale Musikant*innen nicht fehlen. Das bedeutete, dass ein breites Spektrum an Musikstilen und Besetzungsvariationen geboten wurde und einen abwechslungsreichen Konzertabend garantierte.

Karl Heinz Hage Songwriter aus Mülsen eröffnete den Abend u.a. mit Liedern von seiner CD „Zeit zu haben“.

Räätälit ist maßgeschneiderte Folkmusik aus Zwickau und bringt immer neue Farben ins Spiel. Annette und Janne Schneider spielen mehrere Instrumente, die immer wieder anders kombiniert werden:
Mandoline, Mandola, fünfsaitige Kantele, Gitarre, Cajon und als Besonderheit eine Basskantele. Dazu wird ein- und zweistimmig gesungen.

TRIO RUBINO steht für peppige italienische Canzonen und englische Songs aus Renaissance und Barock, dazu kommen noch instrumentale Tänze sowie deutsche Volkslieder und die ein oder andere Opernarie – alles akustisch und unverstärkt.

Danach nahm auf der Bühne Mathias Schwarz von Lis NOIR Platz. Eigentlich ein Duo aus Zwickau und Hartenstein, da aber seine Partnerin leider verhindert war musste Mathias sich kurzfristig allein an den Saiten zu seinen Chansons über Liebe und Leben begleiten.

Saitenspiel ließen Mittelaltermusik auf jiddische Lieder treffen, spielten finnischen, bulgarischen und deutschen Folk genauso Balladen von der grünen Insel. Mandoline, Gitarre, Flöte, Violine, fünfsaitige Kantele, Drehleier, Bass, Percussion und natürlich die eigene Stimme sind dabei.

Das alles ist gute, handgemachte Musik aus der Region, die mit herzlichen und wohlverdienten Applaus von den Gästen belohnt wurde.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V.

Kulturstammtisch mit Sachsens Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch im Alten Gasometer

Freitag
18 Sep
2020

Am Freitag trafen sich rund 20 Vertreter*innen der Zwickauer Kulturszene mit der stellvertretenden Oberbürgermeisterin Kathrin Köhler und Sachsens Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch im Alten Gasometer. Die Teilnehmer*innen konnten ihre Sicht der Dinge zur aktuellen Krise aus ihren jeweiligen Perspektiven darstellen. Diese waren vielfältig, denn mit dabei waren freie Träger, ehrenamtlich Engagierte, freie Künstler, kleine und große Vereine aber auch kommunale Betriebe.

Der Ort war nicht zufällig gewählt. „Herr Zenner war einer der ersten, der zum Telefon griff, um zu berichten, wie es um den Verein Alter Gasometer steht“, so die Staatsministerin, die sich am Freitag vor allem coronabedingte Sorgen anhören musste.

Mario Zenner, Geschäftsführer des Vereins Alter Gasometer und Vorsitzender des Kulturbeirates Vogtland Zwickau, der sich in Krisenzeiten mit der Stadt Zwickau eine bessere Kommunikation wünscht, fasste es so zusammen. „Wir machen seit Anfang Juni wieder Kultur. Bei aktuell maximal 80 Sitzplätzen bei sonst bis zu 600 Stehplätzen, sei dies aber betriebswirtschaftlich Unsinn.“

„Niemand wisse, wie es mit dem Infektionsgeschehen weitergeht, Corona sei auch noch am 1. Januar 2021 da. Daher dürfe das Geld in den Kultur-Kassen von Stadt,  […] Kulturraum und Land nicht weniger werden. Insbesondere bei den Verhandlungen zum neuen Finanzausgleichsgesetz oder beim Thema Entfrachtung der Landesbühnen aus den Kulturräumen muss mit Engagement für Kultur gerungen werden.“ so Zenner weiter.

Dem stimmte die Ministerin zu. Sie machte keinen Hehl daraus, dass es hinsichtlich der Haushaltsdebatte „ein knallhartes Ringen um Prioritäten geben wird“. Sie versprach den hiesigen Kulturakteuren sich für Kultur weiterhin stark zu machen.

Mario Zenner dankte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich der Stadtverwaltung sowie dem Kulturausschuss für die nun bereitgestellten finanziellen Mittel für Vereine im Bereich Jugend, Soziales und Kultur. Nach den zähen Verhandlungen im Frühjahr bedingt durch die kommunale Haushaltssperre und der resultierenden extremen Streichliste, erfolgte damit nun ein wichtiges Signal durch die Stadt an die Träger.

Ein anderes Ärgernis packte Kultour-Z-Chef Jürgen Flemming auf den Tisch: Für die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bräuchte es mehr Klarheit, um besser planen zu können. „Auch der Zwickauer Weihnachtsmarkt ist eine schwierige Sache“, sagte Flemming, der für die Organisation nicht erst auf die nächste Allgemeinverfügung im November warten könne. „Wir müssen Ende September wissen, ob wir loslegen können.“ Es sei mehr als die Umsetzung der Hygieneregeln vorzubereiten. Klepsch verstehe die Bedenken, stellte aber klar: „Wir haben schon im August den Beschluss gefasst, dass es Weihnachtsmärkte gibt.“ 90 Prozent der Hygienekonzepte seien zwar schlüssig, aber: „Ein Problem ist die Rückverfolgung durch die Gesundheitsämter.“ Hierzu gebe es unterschiedliche Auffassungen. Fakt ist, die Landkreisbehörde verweist meist auf die abzuwartende kommende Allgemeinverfügung. Die Ministerin betonte allerdings ausdrücklich. Der Freistaat verfügt jeweils über gültige Verordnungen. Daran können und müssen sich auch die Gesundheitsämter halten.

Vertreter*innen des Mondstaubtheaters und des Vereins „Freunde Aktueller Kunst“ beleuchteten noch einmal die Herausforderungen der sogenannten soloselbständigen Künstler*innen. Wegbrechende Aufträge und kaum Möglichkeiten auf echte finanzielle Hilfen führten bei vielen zu existenziellen Problemen. So bekommen diese z.B. keine Ausfallhonorare erstattet, wenn Aufträge wegen Corona storniert wurden.

Ministerin Klepsch bedankte sich ausdrücklich für die offene Gesprächsrunde. Gern steht sie für weitere Dialoge in Zwickau zur Verfügung. Gleichzeitig merkte sie an, „In meinen vielen Gesprächen in Sachsen treffe ich auf viele engagierte Kulturschaffende. Gleichzeitig merken wir aber auch eine noch deutliche Zurückhaltung der Bevölkerung bei der Nutzung von Kulturangeboten. Wir brauchen daher auch eine Mutmach-Kampagne.“

Es zeigte sich im Laufe der Veranstaltung, ein starker Wille zu mehr Zusammenarbeit unter den Akteuren. Das hatte zur Folge, dass die Zwickauer Kulturschaffenden sich nun wieder regelmäßiger vernetzen wollen.

Townhall mit Robert Habeck und Katja Meyer

Montag
02 Sep
2019

So eine große Resonanz bei einer politischen Veranstaltung haben wir bisher selten im Alten Gasometer gesehen. Die Grünen Zwickau veranstalteten am 14. August ein Gespräch mit Parteichef Robert Habeck und der sächsischen Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Sachsen Katja Meier. Mit 250 Besuchern wurde gerechnet, aber dass der der Saal mit 470 Gästen dann aus allen Nähten platzte, war überraschend. Robert Habeck fragte deshalb auch gleich das Publikum: „Ihr wisst aber schon, dass ihr bei den Grünen seid?“, was ihm einige Lacher bescherte. Die Bestuhlung im Saal war, wie für das Konzept „Townhall“ üblich, rund um eine kleine Kreisförmige Bühne angeordnet, sodass die Protagonisten von ihren Gästen völlig umgeben waren. Das Format zeigte Wirkung und es folgten viele – auch kritische – Fragen, die abwechselnd von Katja Meyer und Robert Habeck beantwortet wurden. Am Ende der Veranstaltung gab Robert Habeck zu: „Das, was ich hier erlebe, entspricht nicht dem, was ich vorher über Ihr Bundesland gehört habe“.
Wir freuen uns, dass der Alte Gasomter e.V. einer solch erfolgreichen und demokratischen Veranstaltung einen Raum bieten konnte.

Veranstalter: Bündnis90/Die Grünen
Fotos: Romy Sachsenweger

Wahl-O-Mat zum Kleben

Montag
26 Aug
2019

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung brachte der Alte Gasometer e.V. den, aus dem Netz bekannten Wahl-O-Mat, auf die Straße. Der Zwickauer Hauptmarkt war die Bühne und ermöglichte es allen Bürgern die Statements der 19 Parteien, die sich um Sitze im sächsischen Parlament bewerben, zu vergleichen. Die 38 Fragen, die die Parteien im Vorfeld beantworteten, konnten mit Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung markiert werden. Dazu mussten einfach grüne oder rote Punkte unter die Parteienaussagen geklebt werden. Vor Ort wurde dann ermittelt, welche Parteien die größte Übereinstimmung mit der Meinung der jeweiligen Bürgers haben. Verschiedenste Themengebiete wurden dabei angesprochen, wie zum Beispiel Energie, innere Sicherheit, Bildung und viele mehr. Dazu konnte man ebenfalls, bei Kaffee und Kuchen, miteinander ins Gespräch kommen und sich über die Politik im Freistaat austauschen.

Veranstalter: Alter Gasometer e.V. | Landeszentrale für politische Bildung Sachsen