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Donnerstag 08. Aug, 19:00 Uhr

DAS WIRD MAN JA WOHL NOCH SAGEN DÜRFEN – GESPRÄCHE ÜBER DEMOKRATIE UND MEINUNGSFREIHEIT

MIT SEBASTIAN KRUMBIEGEL, KONSTANTIN KÜSPERT UND KATJA GLOGER

Landtagswahlen im Osten: Große Gesprächsreihe des PEN Berlin

MIT SEBASTIAN KRUMBIEGEL, KONSTANTIN KÜSPERT UND KATJA GLOGER

Unter dem Titel »Das wird man ja wohl noch sagen dürfen – Gespräche über Demokratie und Meinungsfreiheit« organisiert PEN Berlin im Vorfeld der Landtagswahlen eine Gesprächsreihe in Sachsen, Thüringen und Brandenburg: 37 Veranstaltungen, von Annaberg bis Perleberg, von Ilmenau bis Zwickau. Der Einsatz für die Meinungsfreiheit steht im Zentrum der internationalen Autor*innenvereinigung PEN. Solidarität mit Schreibenden, die nur deshalb verfolgt, bedroht und verhaftet werden, weil sie von ihrem Recht auf die Freiheit des Wortes und der Kunst Gebrauch gemacht haben, ist auch Kernthema des im Sommer 2022 gegründeten PEN Berlin.

Auch in Deutschland ist es nach Wahrnehmung vieler um die Meinungsfreiheit nicht gut bestellt. Einerseits waren die Mittel und Möglichkeiten, Kritik zu formulieren und sich Gehör zu verschaffen, noch nie so groß wie heute. Zugleich wächst die Zahl derer, die sich eingeschränkt fühlen.Waren im Jahr 1990 noch 78 Prozent der Deutschen der Ansicht, man könne hierzulande seine Ansichten frei äußern, und nur 16 Prozent Vorsicht für angebracht hielten, haben sich die beiden Werte seither kontinuierlich angenähert. Im Jahr 2023 ermittelte das Allensbach-Institut erstmals eine größere Zustimmung dafür, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt sei (44 Prozent), als für das Gegenteil, die Meinungsfreiheit sei gegeben (40 Prozent). Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass manche, die sich heute über »enge Meinungskorridore«, »Denk- und Sprechverbote« und »Cancel Culture« beklagen, morgen selber Grenzen des Zulässigen zu ziehen versuchen – je nachdem, worum es gerade geht. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, vom Widerspruch befreit zu sein. Aber bereits das Gefühl eingeschränkter Meinungsfreiheit erschwert den gesellschaftlichen Dialog. Denn wer glaubt, nicht frei sprechen zu können, ist auch viel weniger bereit, seinem Gegenüber zuzuhören.

Sebastian Krumbiegel, geboren 1966 in Leipzig, Musiker (Die Prinzen) und Autor. Für sein soziales Engagement ausgezeichnet mit dem Humanismus-Preis. Zuletzt erschien das Album »Krone der Schöpfung« (Warner, 2021) und die überarbeitete Autobiographie »Meine Stimme Zwischen Haltung und Unterhaltung« (Ventil, 2024)

Konstantin Küspert, geboren 1982 in Regensburg, Dramatiker, Dramaturg und Übersetzer. Er ist Dramaturg am Staatstheater Nürnberg und Board-Mitglied des PEN Berlin. Zuletzt erschien (mit Annalena Küspert) der Dramenband »Bürger-Trilogie« (Suhrkamp, 2023)

[Moderation] Katja Gloger, geboren 1960 in Koblenz, Journalistin und Publizistin. Ehemalige Moskau- und USA-Korrespondentin des Stern, Nannen-Preisträgerin. Zuletzt erschien: »Fremde Freunde: Deutsche und Russen – Die Geschichte einer schicksalhaften Beziehung« (Piper, 2017)

PEN Berlin – Wir stehen im Wort

Mitwirkende_Sachsen – PEN Berlin.

Details

Datum
08.08.2024
Zeit
19:00 bis 21:00 Uhr
Eintritt
kostenfrei
Ort
Saal, Alter Gasometer
Kleine Biergasse 3
Zwickau, 08056
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Kategorie
Podiumsdiskussion
Veranstalter
pen Berlin.